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Zimmerpflanzen

Die beste Erde für fleischfressende Pflanzen

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Die beste Erde für fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen gelten in unseren Breitengraden oft noch als Geheimtipp. Doch wenn es darum geht, einen Raum mit Zimmerpflanzen zu gestalten und ihm eine harmonische Note zu verleihen, werden sie immer beliebter. Mit ihren einzigartigen Formen und ihrer außergewöhnlichen Ernährung stellen diese Gewächse eine Ausnahme unter den Pflanzen. Zur optimalen Pflege gehört nicht nur der richtige Standort, sondern auch eine geeignete Erde.

Standorte fleischfressender Pflanzen

Standorte fleischfressender Pflanzen


Die Familie der fleischfressenden Pflanzen wird in der Hobby-Botanik oft in zwei Gruppen unterteilt: tropische und nicht-tropische fleischfressende Pflanzen. Erstere benötigen meistens eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine gleichbleibend hohe Temperatur. Sie müssen in Innenräumen sorgfältiger gepflegt werden, um die natürlichen Bedingungen im Freien bestmöglich nachzuahmen.

Ideal sind hierfür Gewächshäuser geeignet. Nicht-tropische Pflanzen stammen aus subtropischen oder gemäßigten Gebieten. Sie gehen im Winter in die Ruhephase. Dazu zählen die Venusfliegenfalle und verschiedene Sonnentau-Arten. Sie brauchen ein feuchtigkeitsspeicherndes Substrat und sind meist einfacher zu pflegen. Die Orte, aus denen fleischfressende Pflanzen stammen, bestehen in der Regel aus nährstoffarmen Böden. Den Großteil ihrer Nährstoffe beziehen die karnivoren Gewächse aus der Verdauung von Insekten und in geringerem Maße aus dem Substrat.

Ein geeignetes Substrat finden

Ein geeignetes Substrat finden
Grundsätzlich sollte die Erde eher im niedrigen, also sauren pH-Bereich liegen. Weiterhin benötigen fleischfressende Pflanzen ausreichend Wasser und ein Substrat, das in der Lage ist, dieses wirksam zu speichern. Gewöhnliche Blumenerde und kalkhaltige Böden vertragen Karnivoren dagegen eher nicht. Im Gartenfachhandel können Sie auf spezielle Karnivorenerde zurückgreifen.

Diese weist in der Regel eine günstige Nährstoffzusammensetzung auf und ist genau auf die Bedürfnisse von Sonnentau und Co. abgestimmt. Typische Bestandteile sind Quarzsand, Kies und Torfmoos. Dies spiegelt die natürlichen Bedingungen der Pflanzen wider, wie sie beispielsweise in den amerikanischen Mooren, aber auch Marschland in Südamerika und Europa vorkommen. Eigene Mischungen können aus Torf, Styroporkugeln, Kies und Quarzsand hergestellt werden. Das genaue Mischverhältnis sollte hier je nach Art abgestimmt werden.

Karnivoren richtig gießen und pflegen

Wie bei anderen Pflanzen sollte Ihr fleischfressendes Gewächs immer am richtigen Ort stehen. Sonnenverwöhnte Arten wie die Venusfliegenfalle benötigen viel Licht, während andere Arten auch im Halbschatten zurechtkommen. Neben dem korrekten Substrat ist auf eine gute Bewässerung zu achten. Verzichten Sie auf kalkhaltiges, „hartes“ Leitungswasser. Greifen Sie stattdessen bevorzugt auf Regenwasser aus der Tonne oder destilliertes Wasser zurück. Wem das nicht zur Verfügung steht, kann ebenso Leitungswasser abkochen und filtern. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass das Substrat nie ganz austrocknet, denn das bekommt fleischfressenden Pflanzen gar nicht. Im Winter wird entsprechend der Winterruhe bei einigen Arten wie der Venusfliegenfalle weniger gegossen. Prüfen Sie zudem regelmäßig den pH-Wert. Ein zu niedriger Wert sollte durch die Zugabe von Torf ausgeglichen werden.

Expertentipp

Zur Einstellung des pH-Werts können Sie ebenso gut auf Hausmittel wie Kaffeesatz oder Erde von Nadelbäumen zurückgreifen. Diese eher sauren Materialien helfen dabei, den pH-Wert des Substrats zu senken.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Bruna Martins

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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