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Heckenpflanzen

Echter Lorbeer – Pflanz-Ratgeber

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Echter Lorbeer - Pflanz-Ratgeber

Echter Lorbeer (Laurus nobilis), dessen Blätter als Gewürz dienen, kann als Baum oder Strauch gezogen werden. Er besitzt heilende Wirkungen und wird bei Erkältungen, Menstruationsbeschwerden, rheumatischen Leiden und Verletzungen eingesetzt. In heimischen Gärten findet man ihn oft als Zierpflanzen, die sich hervorragend für attraktive Formschnitte eignen. Bei der Pflanzung sollten einige Punkte beachtet werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, um welche es sich dabei handelt.

Klimabedingungen

Als in Vorderasien und im Mittelmeerraum beheimatetes Gewächs ist Echter Lorbeer nur bedingt winterhart. Er ist frostfest, verträgt jedoch Temperaturen von lediglich -8°C. Aus diesem Grund eignet er sich für die Auspflanzung in Gärten in Mitteleuropa ausschließlich für sehr milde Regionen. Rechnen Sie mit niedrigeren Temperaturen, sollten Sie Echten Lorbeer in Kübeln kultivieren und bei etwa 0 bis 5°C in geeigneten Räumlichkeiten überwintern. Als immergrüne Pflanzen eignet er sich vorzüglich für Wintergärten.

Standort

Standort


Lorbeerbäume gedeihen am besten an sonnigen Standorten, eignen sich jedoch auch für halbschattige Bereiche. Insbesondere im Winter kommen sie mit wenig Licht zurecht. Der Standort sollte windgeschützt und nicht zu feucht sein. Achten Sie auf durchlässiges Substrat und eine gute Drainage.

Echter Lorbeer ist an trockenes, heißes Klima angepasst und reagiert empfindlich auf Staunässe. Böden sollten humos und nährstoffreich sein. In Pflanzkübeln ist Torferde ideal, die mit etwas Sand gemischt wird.

Beschaffung

Beschaffung
Besitzen Sie einen Echten Lorbeer, können Sie ihn über Stecklinge vermehren. Handelt es sich um ein weibliches Exemplar, können Sie Samen aus ihren Beeren entnehmen und diese aussäen. Saatgut und Jungpflanzen sind auch im Fachhandel erhältlich. Bedenken Sie bei der Wahl der Samen, dass es viele Jahre dauert, bis sie zu einem stattlichen Strauch heranwachsen.

Pflanzen von Stecklingen

Pflanzen von Stecklingen
Zur Vermehrung über Stecklinge schneiden Sie im August oder September 15 bis 20 Zentimeter lange, noch nicht vollständig verholzte Triebe ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass es später nicht zu Kontakt zwischen den unteren Blättern und dem Substrat kommen kann, um Fäulnis zu vermeiden.

Ziehen Sie unmittelbar unter der untersten Knospe einen etwa 1 Zentimeter langen Rindenstreifen ab und stecken Sie die Stecklinge 3 Zentimeter tief in Anzuchtsubstrat. Gießen Sie sie gut an und ziehen Sie Hauben aus Plastikfolie über die Töpfe, um für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Lüften Sie die Pflanzgefäße alle drei bis vier Tage, damit es nicht zur Bildung von Schimmel kommen kann.

Aussaat

Die Aussaat von Lorbeersamen erfolgt im Herbst, wenn die Früchte reif sind. Lagern Sie das Saatgut nicht, da die Keimfähigkeit rasch abnimmt. Legen Sie die Samen für zwei Tage in eine Schale mit Wasser. Setzen Sie sie im Anschluss in Sand und bedecken Sie sie mit einer Schicht aus Sand, die etwa die gleiche Stärke wie die Samen aufweist.

Stellen Sie die Anzuchtgefäße an einen Platz mit einer konstanten Temperatur von etwa 20°C und halten Sie das Substrat leicht feucht. Es dauert circa 20 Tage, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Warten Sie, bis sie groß genug sind, um sie sicher fassen zu können, bevor Sie sie in Töpfe mit regulärem Substrat vereinzeln.

Auspflanzen junger Exemplare

Möchten Sie die jungen Lorbeerpflanzen ins Freie setzen oder in größere Pflanzgefäße umtopfen, sollten Sie einen Tag Ende März wählen. Setzen Sie die Jungpflanzen so tief in den Boden, wie im alten Gefäß und gießen Sie sie ausreichend an. Nach der Pflanzung in Töpfe sollte Echter Lorbeer zu Beginn einige Tage im Halbschatten stehen und langsam an die intensivere Sonneneinstrahlung gewöhnt werden.

Expertentipp

Als ungiftige Pflanze eignet sich Echter Lorbeer gut für Haushalte mit kleinen Kindern. Die enthaltenen ätherischen Öle können bei zu starkem Kontakt dennoch Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Tragen Sie beim Schneiden und der Arbeit mit den Früchten stets Handschuhe und lassen Sie Kinder nicht mit den Pflanzen spielen.

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