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Efeu als Bonsai züchten

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Efeu als Bonsai züchten

Das japanische Wort Bonsai setzt sich aus den beiden Wörtern bon „Schale“ und sai „Pflanze“ zusammen und bedeutet so viel wie „Anpflanzung in der Schale“. Grundsätzlich kann jede Pflanze in Miniaturform gezüchtet werden, solange sie das genetische Potential besitzt, klein zu wachsen. Efeu ist allgemein als sehr robuste Kletterpflanze bekannt, die bis zu 450 Jahre alt werden kann, dass sie jedoch auch in dekorativer Bonsai-Form gezüchtet werden kann, ist hingegen nicht so weit verbreitet. Sie eignet sich vor allem für Beginner, welche ihre ersten Schritte im Gebiet der Bonsai-Zucht wagen wollen, aber auch für gewagter Kaskadenverläufe.

Eigenschaften des Efeus

Nach einiger Zeit verholzen die Triebe des Efeus, was zumindest das Hauptkriterium für die Bonsaizucht erfüllt. Aber auch die Verträglichkeit des Beschnitts sind ein wichtiger Punkt, damit die Pflanze in kleiner Form gehalten werden kann. Efeu ist resistent hinsichtlich der Belastung durch Rückschnitt sowohl bei Trieben, als auch bei schon verholzten Ästen. Leider lässt sich der Efeu nicht in streng aufrechter Form halten, dafür lassen sich mit ihm kreative Kaskaden und Halbkaskaden formen. Da die Pflanze genügsam ist, ist auch Wuchsform über einen Stein möglich.

Standort

Standort


Die Pflanze mit den dunkelgrünen Blättern lässt sich sowohl als Zimmerpflanze als auch im Freien als Bonsai halten. Ein schattiger bis halbschattiger Standort sind jedoch in beiden Fällen unerlässlich. Direktes Sonnenlicht ist zu vermeiden, auch wenn der Efeu ein paar Stunden Sonne pro Tag über sich ergehen lassen würde. Im Winter sollte entweder die Zimmertemperatur auf etwa 15°C und die Beleuchtung auf ein Minimum reduziert werden, oder der Wurzelballen wird direkt in den Garten oder in eine Kiste gefüllt mit einem Torf-Sand-Gemisch gesetzt. Bei heißen Sommertage sollte der Efeu nach Sonnenuntergang mit Wasser besprüht werden.

Pflege

Pflege
Efeu ist bekanntlich eine schnellwüchsige Pflanze. Das äußert sich auch in der Bonsai-Form, wodurch für einen Formerhalt ein- bis dreimal jährlich ein Rückschnitt erforderlich ist. Hierfür eignen sich die spät winterlichen Monate vor den Frühjahrsaustrieben am besten. Wichtig ist zu beachten, dass die Pflanze, wie die meisten, nicht beschnitten werden sollten, wenn sie in ihrem sommerlichen Hoch ist und ihre Äste und Triebe saftig sind. Efeu in dieser Zuchtform sollte gleich wie andere Bonsai-Arten gegossen werden – wenn die Erdoberfläche trocken ist genügt etwas Wasserzugabe. Ein Besprühen der Blätter fördert zusätzlich die Wuchsfreude. Da im Vergleich zur normalen Wuchsform deutlich weniger Erde und somit weniger Nährstoffe vorhanden sind, sollte auf Düngerzugabe nicht verzichtet werden. Diese erfolgt mittels Bonsaidünger von Frühling bis Herbst.

Umtopfen

Umtopfen
Je nach Alter sollte ein- bis dreimal jährlich umgetopft werden. Die Pflanze bildet einen Wurzelfaserteppich, der das Substrat verdrängt und Nährstoffe rasch aufbracht. Es bietet sich daher an, einen Wurzelschnitt im Zuge des Umtopfens vorzunehmen. Dieser wird vom Efeu gut vertragen. Bei der Substratwahl eignet sich eine 1:1:1-Mischung aus Anzuchterde, Mineralien wie Bims oder Lavalit, und Akadama. Eine Mischung aus nährstoffreicher, feingeriebener Gartenerde und feinkörnigem Sand ist für Anfänger auch eine Alternative.

Drahten und Formen

Auch Drahten steckt Efeu gut weg. Am besten formt man die Pflanze zu Beginn des Frühjahrsaustriebs. Hierbei kann man auch mehrjährige, verholzte Äste noch in eine bestimmte Richtung biegen.

Expertentipp

Beim Rückschnitt der Äste und dem Beschnitt der Wurzeln sollte darauf geachtet werden, dass das Verhältnis im Gleichgewicht bleibt. Werden zu viele Äste und Blätter entfernt und zu wenige Wurzeln nimmt die Pflanze mehr Wasser auf als sie abgeben kann. Andererseits nimmt kann sie zu wenig Wasser aufnehmen als sie über die Blätter abgibt, wenn das Wurzelgeflecht zu stark beschnitten wird und der grüne Anteil unberührt bleibt. Zusätzlich sollte beim Umtopfen möglichst das gesamte Substrat aus den Wurzeln entfernt werden, damit der Pflanze nach dem Umtopfen voller Zugang zu dem neuen, nährstoffhaltigen Substrat gewährt wird.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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