Als Wandbegrünung sieht Efeu sehr schön aus, doch möchte man ihn wieder loswerden, kommt meist die böse Überraschung. Die hartnäckigen Haftwurzeln der Pflanze bleiben zunächst an der Hausfassade zurück und hinterlassen dort unschöne Spuren. Wir zeigen hier, wie es gelingt, sie von der Wand zu entfernen, ohne weitere Schäden anzurichten.
Mechanische Entfernung der Haftwurzeln
Die wohl einfachste, kostengünstigste, aber auch anstrengendste Variante ist die Entfernung per Hand. Im Folgenden Listen wir die notwendigen Schritte für die Entfernung der Haftwurzeln auf. Wasser ist dabei die größte Hilfe, denn es macht alle Pflanzenteile weicher und damit leichter zu beseitigen.
- 1. Alle Pflanzenteile mit einem Schlauch komplett durchnässen
- 2. Die Ranken von oben nach unten von der Hauswand ziehen
- 3. Äste, die sich nicht lösen lassen, abschneiden
- 4. Den Stamm der Pflanze dicht am Boden absägen
- 5. Die restlichen Haftwurzeln nochmals befeuchten und mit einer harten Bürste oder einem Schrubber von der Hauswand entfernen
- 6. Wurzelstock aus der Erde ausgraben, sonst wächst die Pflanze wieder nach
Abflammen der Wurzeln

Eine weitere effektive Methode ist das Abbrennen der Pflanze mit einem Unkrautbrenner. Die ganze Pflanze wird dabei zerstört und die verbrannten Haftwurzeln lassen sich relativ einfach mit einer Bürste von der Hauswand wischen. Hier ist aber große Vorsicht geboten, da Wandisolierungen, Fensterrahmen aus Holz, Anbauten etc. anfangen können zu brennen.
Haftwurzeln mit Hochdruckreiniger entfernen

Sehr erfolgversprechend ist ebenfalls die Behandlung der Wand mit einem Hochdruckreiniger. Dieser kommt zum Einsatz, wenn die Ranken bereits entfernt wurden. Das Wasser sollte möglichst heiß, mit einem milden Reinigungsmittel versetzt und der Strahl nicht zu hart eingestellt sein. Je nach Gerät lassen sich die Wurzeln so gut von der Wand lösen. Allerdings ist diese Variante nicht für Holzfassaden geeignet.
Weitere Methoden
Wenn man nicht selbst Hand anlegen möchte, kann man die Hauswand auch von einer Fachfirma Sandstrahlen oder mit Trockeneis behandeln lassen. Beide Varianten sind relativ kostenintensiv, aber gründlich und belasten die Umwelt nicht. Beim Sandstrahlen werden die Pflanzenreste mit einem scharfen Sandstrahl entfernt und bei der Trockeneismethode werden Pellets aus gefrorenem CO2 auf die Pflanzenreste geschossen. Diese gefrieren sofort und platzen von der Wand ab. Trockeneis kann sogar auf Holz- oder Klinkerfassaden angewendet werden, nicht aber auf instabilen Putz.
Nachbehandlung der Wand
In den meisten Fällen bleiben auf der Hausfassade trotz größter Bemühungen noch kleine Haftwurzelreste zurück. Eine vom Efeu befreite Hauswand sollte also immer im Anschluss saniert werden. Loser Putz wird entfernt und repariert und unansehnliche Wurzelreste überstreicht man mit einem Isoliergrund. Dieser verhindert, dass die Reste später durch die Farbe durchschimmern. Anschließend wird die Wand grundiert und letztendlich mit einer handelsüblichen Wandfarbe gestrichen.
Expertentipp
Bei allen Arbeiten rund um den Efeu sollten Handschuhe getragen werden. Denn die gesamte Pflanze ist giftig und kann Hautreizungen und Allergien hervorrufen. Ebenso dürfen Haustiere wie Katzen und Hunde nicht mit den Ästen und Ranken spielen, da sie auch für sie giftig sind.
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