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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Ein Hochbeet richtig düngen

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Ein Hochbeet richtig düngen

In einem Hochbeet steht den Pflanzen nur eine begrenzte Menge an Erde zur Verfügung. Dadurch entziehen sie ihr mit der Zeit die Nährstoffe und brauchen dann Dünger, um weiterhin ausreichend versorgt zu sein. Doch die begrenzte Erdmenge bedeutet auch, dass sich der Dünger nicht allzu weit verteilen kann. Eine zu hohe Konzentration kann aber die Wurzeln der Pflanzen zerstören. Wie also düngt man ein Hochbeet richtig?

Wann benötigt ein Hochbeet Dünger?

Ab wann man ein Hochbeet düngen sollte, hängt vor allem davon ab, wie es gefüllt ist. Viele Pflanzenfreunde entscheiden sich für ein Beet mit mehrschichtigem Substrat wozu meist auch eine Kompostschicht gehört. Ein solches Beet ist für das erste Verwendungsjahr ausreichend mit Nährstoffen ausgestattet und muss erst im zweiten Jahr gedüngt werden. Beziehungsweise es ist keine Düngung erforderlich, wenn Sie die Füllung jährlich ersetzen. Ein ohne Kompostschicht angelegtes oder älteres Beet sollte dagegen gedüngt werden.

Wie viel Dünger benötigt das Hochbeet?

Wie viel Dünger benötigt das Hochbeet

Wie viel Dünger Ihr Hochbeet benötigt, hängt vor allem davon ab, welche Pflanzen Sie darin angebaut haben. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen Starkzehrern, Mittelstarkzehrern und Schwachzehrern. Unter Starkzehrern versteht man Pflanzen, die einen sehr hohen Nährstoffbedarf haben. Meist handelt es sich dabei um rasch wachsende, große Arten, oder solche, die auch im Schatten gut gedeihen. Wenn Sie Dünger im Handel kaufen, beziehen sich die Dosierungsangaben auf der Packung meist auf diese Pflanzen. Schwachzehrer sind dagegen Arten, die sehr genügsam sind und sparsam mit den Nährstoffen umgehen. Bei ihnen ist die Gefahr der Überdüngung am größten, weshalb man ihnen nur etwa die Hälfte der empfohlenen Düngermenge gibt.

Welche Dünger eignen sich für Hochbeete?

Welche Dünger eignen sich für Hochbeete
Die umweltfreundlichsten und schonendsten Nährstofflieferanten sind natürliche Dünger wie Kompost, Brennnesselsud, Hornspäne oder Pferdemist. Sie werden nach und nach in der Erde zersetzt und setzen daher meist keine gefährlich hohe Nährstoffmenge auf einmal frei. Zudem hält ihre Wirkung lange an, weshalb Mittelstark- und Schwachzehrer oft schon mit einer einzigen Anwendung im Frühjahr für das ganze Jahr ausreichend versorgt sind. Einziger Nachteil der organischen Dünger ist, dass ihre Wirkung erst nach etwa zwei bis drei Wochen einsetzt. Zeigen die Pflanzen bereits starke Mangelerscheinungen greift man daher besser zu einem mineralischen Flüssigdünger. Hier muss man aber mit der Menge sehr vorsichtig sein. Gerade beim Hochbeet ist es besser eine niedrigere als die empfohlene Dosierung zu wählen. Wenn Sie in dem Beet Gemüse für den Verzehr ziehen, ist es besser, künstliche Dünger überhaupt zu meiden. Sie enthalten Chemikalien, die zusammen mit den Nährstoffen von den Pflanzen aufgenommen und dann auch vom Menschen mitgegessen werden.

Wie sollte man das Hochbeet düngen?

Der beste Zeitpunkt, um ein Hochbeet zu düngen, ist wenn die Erde noch feucht vom Regen ist beziehungsweise unmittelbar vor dem Gießen. Dann verdünnt das Wasser den Dünger und trägt ihn in alle Teile des Beetes. Er wird gleichmäßiger verteilt und die Gefahr von Wurzelschäden durch zu hohe Nährstoffkonzentration sinkt. Achten Sie zudem insbesondere bei Flüssigdüngern darauf, dass Sie den Dünger direkt in die Erde und nicht auf die Pflanzen selbst gießen.

Expertentipp

Was wirklich der beste Dünger ist, hängt weniger von der Art des Beetes als davon ab, welche Nährstoffkombination am besten zum Bedarf der jeweiligen Pflanzenart passt. Informieren Sie sich also immer über die Düngervorlieben der Arten, die sie anbauen wollen. Auch die Reaktionen der Pflanzen selbst zeigen Ihnen aber an, ob sie ausreichend versorgt sind und wann die Wirkung der letzten Düngergabe zu schwinden beginnt. Beobachten Sie Ihr Hochbeet also genau.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Artfoliophoto

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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