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Rasen

Einen Rasen im Garten neu anlegen

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Eine Wiese im Garten neu anlegen

Auch bei guter Pflege kann der Rasen im Garten mit der Zeit licht werden. Moos und Unkraut können sich dann darin ausbreiten, was die Graspflanzen zusätzlich schwächt. In diesen Fällen ist es sinnvoll, die Wiese neu anzulegen. Wie dabei vorzugehen ist, zeigt der folgende Ratgeber.

Rasen abtragen

Rasen abtragen

Für ein einheitliches Bild und zur Vorbeugung von Moos und Unkraut, sind die alten Graspflanzen und sonstige Gewächse gründlich abzutragen. Hierzu reicht in der Regel ein Spaten aus, mit dem Stück für Stück die Wiese abgestochen und die Pflanzen samt Wurzeln ausgehoben werden.

Bei größeren Flächen empfehlen wir den Einsatz einer elektrischen Bodenfräse oder ein Schälgerät. Hiermit lässt sich der Vorgang einfach und schneller gestalten, sodass der Aufwand gesenkt wird.

Boden umgraben, sieben und anreichern

Boden umgraben, sieben und anreichern
Nach dem Abtragen folgen drei weitere Schritte, die den Boden optimal auf das Wachstum neuer Graspflanzen vorbereiten. Dabei handelt es sich um:

    • Umgraben: Hierbei wird der Boden gelockert und die Schichten werden miteinander vermischt. Das regt die Tätigkeit von Mikroorganismen in der Erde an.
    • Sieben: Die Erde durch ein Drahtgitter zu sieben lockert sie zusätzlich auf und entfernt zudem Wurzelreste, Zweige und sonstige Fremdkörper, wie beispielsweise Steine.
    • Anreichern: Wird der Rasen neu angelegt, ist das der ideale Zeitpunkt für eine Düngung und Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen. Wir empfehlen hierzu, zunächst eine Analyse der Erde durchzuführen. Dadurch können gezielt Nährstoffe zugesetzt werden.

Ebnen und Samen ausbringen

Ebnen und Samen ausbringen
Für ein gleichmäßiges und ansprechendes Bild sollte der Boden geebnet werden. Das erleichtert im Anschluss auch das Rasenmähen und ist immer dann wichtig, wenn die Wiese unter anderem von Kindern oder Haustieren zum Spielen genutzt wird.

Ist dieser Schritt erfolgt, werden die Samen ausgebracht. Wer das von Hand vornehmen möchte, muss mit Löchern beziehungsweise kahlen Stellen und einer ungleichmäßigen Verteilung rechnen.

Besser ist es daher, einen Streuwagen einzusetzen. Bei diesem lässt sich einstellen, wie viele Samen pro Quadratmeter abgegeben werden. Das erzeugt ein ebenmäßiges Bild und beugt nachträglichem Aussäen vor.

Abdecken und Wässern

Damit die Samen nicht direkt von Vögeln oder anderen Tieren gefressen werden, sind diese mit einer leichten Erdschicht abzudecken. Mit einem Rechen wird das Saatgut leicht in den Boden eingehakt.

Mit einer Walze wird der Boden leicht verdichtet und erst im Anschluss gut gewässert. In der ersten Zeit nach der Aussaat muss die Erde durchgängig feucht gehalten werden. Das ist entscheidend für die Keimung der Samen.

Expertentipp

Der Rasen sollte erst dann betreten werden, wenn die Graspflanzen gut angewachsen und dicht sind. Ein leichter Verschnitt ist empfehlenswert, damit sich die Gewächse gut verzweigen und einen dichten Teppich ausbilden. Auch dann ist er jedoch noch nicht vollständig belastbar. Abhängig von der Grassorte ist das erst nach etwa zwei bis drei Monaten der Fall.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Alternativen zur Aussaat von Grassamen?

Ja, eine Alternative dazu findet sich in Form von Rollrasen. In der Anschaffung ist dieser zwar zunächst teurer, dafür jedoch auch schneller belastbar. Die Vorbereitung sollte dennoch wie beschrieben erfolgen. Das begünstigt das Anwachsen und verhindert Schäden an den Gewächsen.

Ist es immer notwendig, neuen Rasen anzulegen?

Nein, es gibt auch andere Möglichkeiten. Dazu gehören das Vertikutieren, Sprengen, angepasste Düngen und regelmäßige Mähen. Je stärker die Gewächse sind, umso geringer ist das Risiko für ein Absterben oder die Ausbreitung von unerwünschtem Unkraut oder Moos.

Wann ist ein Nachsäen erforderlich und sinnvoll?

Wenn sich kahle Stellen in der Wiese zeigen, kann nach dem Vertikutieren und Düngen an den betreffenden Stellen eine neue Aussaat erfolgen. Hierdurch können sich die Bereiche wieder schließen und das komplett neue Anlegen des Rasens ist gegebenenfalls nicht notwendig. Auch, wenn nach der Aussaat eine ungleichmäßige Verteilung auffällt, kann nachgesät werden. Dabei gilt: Je zeitiger dies vorgenommen wird, umso besser.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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