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Esche als Bonsai erziehen – so geht man vor!

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Esche als Bonsai erziehen - so geht man vor!

Die Esche gehört mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 Metern zu den größten Laubbäumen Europas. Eine spezielle Unterart lässt sich jedoch auch als Bonsai erziehen.

Die Formosana-Esche als Bonsai

Die Formosana-Esche wurde speziell für die Bonsai-Haltung gezüchtet. Sie erreicht eine maximale Wuchshöhe von 15 Metern. Durch regelmäßige Rückschnitte lässt sich das Wachstum einschränken.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege


Der Bonsai eignet sich zur Kultivierung im Haus. In den warmen Sommermonaten kann er auch ins Freie gebracht werden. Eine direkte Sonnenbestrahlung sollte jedoch vermieden werden. Gießen Sie den Bonsai regelmäßig. Lassen Sie das Substrat leicht antrocknen, aber niemals vollständig austrocknen. Düngen Sie im Sommer wöchentlich mit Flüssigdünger; im Winter reicht eine Düngung in Abständen von etwa sechs Wochen. Topfen Sie den Bonsai alle zwei bis drei Jahre in einen größeren Topf mit frischem Substrat um. Führen Sie dabei einen Wurzelschnitt durch. Entfernen Sie alle alten und verfaulten sowie vertrockneten Wurzeln. Kürzen Sie sehr lange gesunde Wurzeln etwas ein. Dadurch wird auch das Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile beschränkt.

Die Esche in Form schneiden

Die Esche in Form schneiden
Die Formosana-Esche ist sehr schnitttolerant. Sie verzeiht sogar größere Schnittfehler. Aufgrund des schnellen Wuchses verwachsen diese schnell wieder und bleiben in den meisten Fällen folgenlos. Vermeiden Sie dennoch einen zu starken Rückschnitt, damit der Bonsai nicht zu lange trieb- und blattlos bleibt. Die Esche kann in verschiedene Formen geschnitten werden. Am beliebtesten und einfachsten ist eine aufrechte Schnittform. Junge Pflanzen werden mit regelmäßigen Rückschnitten in Form gebracht. Diese tragen auch zu einer dichten Verzweigung der Äste bei. Sobald der Bonsai die gewünschte Form erreicht hat, können die Rückschnitte reduziert werden. Entfernen Sie nur noch störende sowie nach innen oder über die Form hinauswachsende Triebe. Zu große Blätter können durchgehend abgeschnitten werden.

Die Esche drahten

Da die Esche sehr sparrig wächst, ist ein Drahten des Bonsais unumgänglich. Verwenden Sie hierfür speziellen Bonsai-Draht aus dem Fachhandel. Biegen Sie die Triebe mit dem Draht in die gewünschte Form. Achten Sie jedoch darauf, den Draht nicht zu fest zu binden, um die Rinde nicht übermäßig zu beschädigen. Schützen Sie insbesondere junge Triebe mit einem Raffiabast. Sobald die verdrahteten Triebe in die gewünschte Richtung wachsen, können Sie den Draht vorsichtig entfernen. Sollten die Triebe sich nicht selbständig in Form halten, kann der Draht auch über längere Zeit an der Pflanze belassen werden. Kontrollieren Sie in diesem Fall jedoch regelmäßig die Äste, um ein Einschneiden des Drahtes in die Rinde zu vermeiden.

Expertentipp

Topfen Sie gekaufte Bonsai-Eschen gleich in frisches Substrat um. Die Pflanzen werden mit der aus China stammenden Lehmerde verkauft. Diese Erde wird im trockenen Zustand steinhart und führt zu Blattabwurf oder Wurzelbräune. Topfen Sie Ihren aus dem Handel erworbenen Eschen-Bonsai deshalb direkt in geeignete Pflanzenerde um.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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