Der malerische Essigbaum ist für seine schöne und sehr kräftige Herbstfärbung bekannt. Seine intensiv roten Fruchtstände verbleiben selbst in den Wintermonaten am Baum.
Wissenswertes
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Essigbaumes findet sich im östlichen Nordamerika. Zu den natürlichen Standorten des Baumes, der auch als Hirschkolben-Sumach bekannt ist, zählen trockene Waldränder und Höhenlagen bis etwa 1000 Meter. Das robuste und anspruchslose Gewächs gedeiht selbst auf trockenen Brachflächen. Der Essigbaum zählt zu den ersten nordamerikanischen Gehölzen, die Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa kamen. Die jungen Zweige des Baumes zeigen sich flaumig behaart und wachsen aufrecht in die Höhe. Kennzeichnend für die Pflanze sind zudem die markanten Verzweigungen der Äste, die einem mit Bast bewachsenen Hirschgeweih ähneln.
In unseren Breiten kann der Essigbaum eine Wuchshöhe von vier bis sechs Metern erreichen. Bedingt durch seine Neigung, Ausläufer zu bilden, kann das Gewächs im Laufe der Jahre enorm an Breite zulegen. Vor allem in den ersten zehn bis zwölf Jahren wächst der Baum schnell und wird pro Jahr rund 30 bis 40 Zentimeter höher.
Essigbäume sind jedoch nicht nur für Ihr ausladendes Erscheinungsbild bekannt, ein weiteres Merkmal des Baumes ist auch sein mehrstämmiger Wuchs. Wer darüber nachdenkt einen Essigbaum anzupflanzen, sollte wissen, dass es sich bei diesem Baum um ein ausgesprochen geselliges Gewächs handelt. Idealerweise sollten daher mindestens zwei Essigbäume nebeneinander stehen, denn das regt die Fruchtbildung des Baumes an.
Essigbaum schneiden – so machen Sie es richtig!

Der Essigbaum zählt zu den Bäumen, die von Natur aus über einen schönen Wuchs verfügen und ganz von allein eine perfekte Krone ausbilden. Die Pflanze benötigt also nicht zwangsläufig einen Formschnitt. Sollte der Baum verkahlen, zu hoch oder zu ausladend werden, können Sie ihn jedoch jederzeit zurückschneiden.
Beachten Sie, dass Sie nicht zu weit in das alte Holz schneiden. Der Essigbaum wird erneut aus diesen Schnittstellen austreiben und zahlreiche Triebe bilden, doch sind diese Triebansätze nicht selten instabil und brechen schnell ab. Halten Sie den Baum in einem Kübel, können Sie ihn wann immer nötig schneiden.
Achten Sie beim Schnitt auch auf einen eventuell auftretenden Schädlingsbefall. Auch wenn der Essigbaum sehr widerstandsfähig ist, kann er im Frühling vom Kuckucksspeichel befallen werden. Sie erkennen den Befall an kleinen, weißen Schaumklümpchen, die sich auf den Stängeln und Blättern des Baumes zeigen. In den Klümpchen verbergen sich Zikadenlarven, die an den Trieben des Baums fressen. Der Befall ist glücklicherweise nicht von Dauer und hinterlässt meist keine bleibenden Schäden. Sie sollten den Baum mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen, um die Schädlinge zu vertreiben.
Expertentipp
Wünschen Sie sich einen Essigbaum in Ihrem Garten, dann sollten Sie sich zunächst auf die Suche nach einem geeigneten Standort begeben. Bedenken Sie, dass sich der Baum im Laufe der Zeit ausbreitet und viel Platz braucht. Essigbäume fühlen sich an sonnigen Plätzen besonders wohl. Was die Qualität des Bodens betrifft, stellt der Baum kaum Ansprüche. Er wächst sowohl auf trockenen als auch auf feuchten Böden.
Die beste Pflanzzeit für den frostharten Essigbaum ist der Herbst oder das Frühjahr. Die im Fachhandel erhältlichen Bäume werden üblicherweise mit Wurzelballen angeboten. Sie können diese ohne besondere Vorbereitung in den Boden einsetzen. Das Pflanzloch sollte einen Durchmesser von zwei Metern haben. Es empfiehlt sich eine Wurzelsperre anzulegen, um die Wurzelausläufer im Zaum zu halten.
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