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Bäume

Eukalyptus – Anzucht aus Samen

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Eukalyptus - Anzucht aus Samen

Eukalypten (Eucalyptus) gehören zur Familie der Myrtengewächse und bilden mit etwa 600 verschiedenen Arten eine eigene Gattung. Die immergrünen Bäume sind vor allem in Australien, Tasmanien und im Osten Indonesiens beheimatet. Die Bezeichnung Eukalyptus bedeutet ‘der Wohlverhüllte’ und bezieht sich auf die haubenartig geschlossenen Blütenstände. In der freien Natur können Riesen-Eukalypten Wuchshöhen von über 50 Metern erreichen und mehrere hundert Jahre alt werden. Wie die Anzucht einer Eukalyptus-Pflanze aus Samen gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Anzucht aus Samen

Anzucht aus Samen


Die Anzucht von Eukalyptus-Pflanzen aus Samen ist das ganze Jahr hindurch möglich. Bei dieser Variante handelt es sich zudem um die einfachste und sicherste Vermehrungsmethode. Die Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls möglich, sie ist jedoch recht kompliziert und gelingt selbst Profis nicht immer.

Die Samen müssen zunächst keimfähig gemacht werden. Diesen Vorgang nennt man Stratifikation. Da es sich bei Eukalypten um Kaltkeimer handelt, werden die Samen mit feinem, trockenem Sand vermischt und für zwei bis vier Wochen in einem Kühlschrank aufbewahrt.

Im Anschluss werden die Samen in flache Anzuchtschalen gesät, die mit Anzuchterde, gemischt mit feinem Sand oder Kokosfasern, gefüllt sind. Da die Samen stets feucht gehalten werden müssen, verhindert man mit einer vorher eingebrachten Drainageschicht, dass sich Staunässe bilden kann. Die Samen werden nur leicht angedrückt, da Eukalypten Lichtkeimer sind. Die Anzuchtgefäße sollten vorzugsweise an warmen, sonnigen Standorten platziert werden, wie etwa auf nach Süden ausgerichteten Fensterbänken.

Zum Keimen benötigen Eukalyptus-Samen eine hohe Luftfeuchtigkeit, die in einem Mini-Gewächshaus oder in Form einer durchsichtigen Haube aus Folie erzeugt werden kann. Das Saatgut muss regelmäßig bewässert werden, ohne dass Staunässe entsteht. Die Keimzeit beträgt bei idealen Temperaturen von 20 bis 23 Grad Celsius drei bis sechs Wochen.

Pikieren

Pikieren
Sobald die Sämlinge drei bis vier Blätter gebildet haben, sollten sie in größere Pflanzgefäße umgetopft werden, sodass sich die Wurzeln voll entfalten können. Einen hellen, warmen Standort benötigen die jungen Pflänzchen weiterhin. Im Sommer können sie an ihren endgültigen Standort in große Töpfe oder auch in Beete gepflanzt werden, sofern es sich um eine winterharte Art handelt.

Viele Eukalypten halten einem gemäßigten Winter spielend stand. Während sehr strenger, frostiger Perioden sollte man vor allem junge Pflanzen in ein Gewächshaus oder an einen kühlen, hellen Standort umsiedeln oder sie mit Vlies schützen.

Wissenswertes

Eukalypten bieten dank ihrer grau-grün gefärbten und glattrandigen Blätter einen schönen Anblick und wachsen zudem recht schnell. Sie müssen regelmäßig beschnitten werden, sodass ihre buschige Wuchsform erhalten bleibt. Das in den Blättern und im Holz enthaltene ätherische Öl ist nicht nur zum Inhalieren und Einreiben bei Erkältungskrankheiten geeignet, sondern hält auch lästige Mücken fern.

Expertentipp

Eukalypten benötigen in der Regel drei bis vier Jahre, bis sie eigene Fruchtstände bilden und blühen. Bei Kübelpflanzen muss jedoch damit gerechnet werden, dass sie gar nicht blühen. Aus den Blütenständen können Samen zur gezielten Vermehrung gewonnen werden. Sie sind zunächst in Kapseln eingeschlossen, die trockener und fester werden. Sind sie vollkommen getrocknet, können die Samen entnommen werden.

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