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Exotische Pflanzen

Exotische Früchte anbauen

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Exotische Früchte anbauen

Beim Genuss einer exotischen Frucht taucht bei so manchem Gartenbesitzer der Wunsch auf, den einen oder anderen dieser leckeren Exoten auch im eigenen Garten anzupflanzen. Viele dieser Pflanzen können hier zwar als Zimmer- oder Topfpflanze hervorragend gedeihen. Doch nur wenige dieser Pflanzen tragen dann auch wirklich Früchte. Dazu ist es bei uns einfach zu wenig warm. Es gibt aber einige wenige Ausnahmen: beispielsweise Kiwis, Papayas und Physalis.

Pflanzen mit exotischen Früchten, die hier gedeihen

Physalis, Kiwis und Papaya sind die drei exotischen Fruchtsorten, die im eigenen Garten geerntet werden können. Viele andere Pflanzen können zwar gezogen werden und wachsen teilweise auch zu stattlichen Pflanzen heran. Doch diese Exoten entwickeln meist gar keine Früchte. Und selbst wenn sie Früchte tragen, wie beispielsweise die Ananas, werden diese nicht reif genug und können so nicht gegessen werden.

Kiwis aus dem eigenen Garten

Kiwis aus dem eigenen Garten
Kiwi anpflanzen ist ganz einfach. Es müssen stets weibliche und männliche Pflanzen vorhanden sein, damit es mit der Befruchtung auch klappt. Klug platziert reicht eine männliche Pflanze aus, um bis zu sieben weibliche Pflanzen zu befruchten. Die einzelnen Pflanzen dürfen aber nicht zu weit auseinander stehen.

Es gibt verschiedene Kiwisorten, die bei uns angepflanzt werden können. Ob diese ins Beet gepflanzt oder in einem Topf belassen werden müssen, hängt von der Kälteempfindlichkeit der einzelnen Sorten ab. Einige Sorten müssen den Winter in einem geschützten Winterquartier, wie beispielsweise in einem Keller, verbringen, damit sie nicht erfrieren. Diese belässt man in einem Topf und stellt sie im Frühjahr wieder hinaus ins Freie.

Bei der Standortwahl der Kiwipflanzen ist zu beachten, dass diese lange Triebe bilden und deshalb ein Spaliergerüst benötigen. Kiwis können auch, wie Trauben, an einer Hauswand oder an einer Pergola gezogen werden. Wichtig für eine reiche Ernte mit aromatischen Früchten sind regelmäßige Wassergaben, besonders im Hochsommer, wenn es sehr heiß ist.

Ein Strauch mit Physalis-Beeren

Ein Strauch mit Physalis-Beeren
Andenbeeren, wie die Physalis auch genannt werden, zählen zu den Beeren und wachsen an Sträuchern. Diese Sträucher sind im Fachhandel erhältlich. Sie müssen aber im Topf belassen werden, da es ihnen im Winter hierzulande zu kalt ist und sie in ein wärmeres Winterquartier gebracht werden müssen. Dort sollten Temperaturen von mehr als 10 Grad Celsius herrschen und es sollte hell sein: Ein unbeheiztes Treppenhaus ist also ideal, ein Keller im Normalfall weniger.

Sobald es im Frühling wärmer wird und die Temperaturen nicht mehr unter 10 Grad Celsius fallen, wird der Topf mit dem Strauch an einen sonnigen Platz gestellt. Dieser exotische Strauch benötigt sehr viel Sonne, damit die Beeren auch ihren typischen, aromatischen Geschmack haben. Neben regelmäßigem Gießen und gelegentlichen Düngergaben erweist sich die Andenbeere als problemlose Pflanze, die optisch genauso viel Freude bringt wie ihre Früchte später bei einem leckeren Nachtisch.

Papayas brauchen viel Zeit

Papayas brauchen viel Zeit
Wer Papaya anpflanzen möchte, entnimmt einer Frucht die Kerne. Das restliche Fruchtfleisch entfernen und mit einem Küchenpapier die durchsichtige Hülle, die die Kerne umgibt, abrubbeln. Schon können die schwarzen Samen in einen Topf ausgesät und mit etwas Anzuchterde bedeckt werden.

Zwei Wochen später keimen die ersten Samen. Das Substrat sollte die ganze Zeit hindurch feucht gehalten werden, um das Wachstum zu unterstützen. Es ist ratsam, viele Samen auszusäen. Es ist möglich, dass einzelne Pflanzen noch eingehen. Dazu müssen mehrere Pflanzen gezogen werden, da es nicht nur bei der Kiwi, sondern auch bei der Papaya männliche und weibliche Blüten gibt. Aber bis dahin ist noch sehr viel Geduld und Zeit erforderlich: Erst wenn die Pflanze eine Größe von etwa zwei Metern erreicht hat, beginnt sie das erste Mal zu blühen.

Papayas sollten stets in Kübeln gehalten werden, da sie die Kälte nicht ertragen und im Winter ins wärmere Winterquartier ausziehen müssen: Da könnte die Größe, die die Pflanzen erreichen, ein Hindernis darstellen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, derart große Pflanzen im Winter unterzubringen.

Mangobäume nur zur Zierde

Mangobäume nur zur Zierde
Als exotische Zimmerpflanze ist ein Mangobaum ein Highlight in jedem Wohnzimmer. Um aber Früchte zu tragen, ist es hier zu kalt. Einzig in einem geheizten Gewächshaus stehend, kann erreicht werden, dass sie irgendeinmal Blüten bilden und danach Früchte tragen.

Er kann recht einfach aus einem Mangokern einen Mangobaum zu ziehen. Am besten wird eine Bio-Mango gewählt, um dieser den Kern zu entnehmen. Nach dem Essen der Mango wird die Kernhülse vom restlichen Fruchtfleisch gesäubert und gründlich abgetrocknet. Danach ist die die Hülse auf der Längsseite mit einem Messer sorgfältig zu öffnen. Zum Vorschein kommt ein Kern, der braun oder weiß-grün. Ein grauer, geschrumpelter Kern hingegen ist nicht mehr keimfähig.

Dieser Kern wird etwa drei Wochen an die Sonne zum Trocknen gelegt. Dann kann der Kern vorsichtig aufgedrückt werden. Nach einer weiteren Woche an der Sonne wird der Keimling in einen Topf, der mit einer Mischung aus Erde und Sand sowie etwas Kompost gefüllt ist, etwa 20 Zentimeter tief eingepflanzt. Der Keimling sollte dabei oben etwas aus der Erde herausschauen.

Wird das Substrat in den nächsten vier bis sechs Wochen immer leicht feucht gehalten, entwickelt sich bis dahin ein kleiner Mangobaum, der in einen größeren Topf umgepflanzt werden kann. Nach etwa zwei Jahren kann der Mangobaum im Sommer auf die Terrasse gestellt werden. Sinken die Temperaturen aber unter 15 Grad Celsius, ist es höchste Zeit, ihn wieder ins Haus zu holen.

Expertentipp

Wer eine Ananas pflanzen will, sollte nicht aus einer Ananas, die im Handel zum Verzehr angeboten wird, eine Pflanze ziehen. Es sind spezielle Zierananas im Handel erhältlich, die gut als Zimmerpflanzen kultiviert werden können. Vermehren lassen sich diese Pflanzen durch Kindel, welche die Ananas bildet.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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