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Feigenbäume umtopfen – Tipps und Tricks

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Feigenbäume umtopfen - Tipps und Tricks

Feigenbäume sind eine Pflanzenart aus der Gattung der Feigen und stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien. Hierzulande werden Feigenbäume aufgrund ihrer wohlschmeckenden Früchte sehr geschätzt. Sie gedeihen sowohl in Gärten als auch auf Balkonen und Terrassen. Aufgrund ihres empfindlichen Wurzelsystems sollten Feigen im Freiland nur umgepflanzt werden, falls es tatsächlich nicht anders geht. Kübelpflanzen hingegen müssen etwa alle zwei Jahre umgetopft werden und auch beim Einpflanzen ins Freiland sind einige Aspekte zu beachten.

Umpflanzen von Freilandfeigen

Umpflanzen von Freilandfeigen


Lässt es sich nicht vermeiden, bereits gepflanzte Feigenbäume im Freiland umzupflanzen, sollten Sie besonders vorsichtig zu Werke gehen. Das Wurzelsystem von Feigenbäumen kann ein enormes Ausmaß annehmen und ist meistens dreimal so groß wie die Krone. Dies bedeutet, dass lediglich junge Exemplare, deren Krone wesentlich kleiner ist, noch einmal umgepflanzt werden sollten. Zudem müssten die Feigenbäume großzügig ausgegraben werden. Bei Feigen im Freiland hat das Pflanzloch idealerweise die doppelte Größe des Wurzelballens, was bei älteren Pflanzen durchaus einen Durchmesser von mehreren Metern bedeuten kann. Wird der Aushub danach mit nährstoffreichem Substrat aufgefüllt, lohnt der Aufwand dennoch, da sich die Feigen darin prächtig entwickeln und gut gedeihen.

Der richtige Zeitpunkt um Feigen im Kübel umzutopfen

Der richtige Zeitpunkt um Feigen im Kübel umzutopfenn
Der richtige Zeitpunkt, den Feigenbaum im Kübel umzutopfen, ist das zeitige Frühjahr vor Beginn des Neuaustriebs. Bei Feigenbäumen, die im Freiland überwintern, können Sie mit dem Umtopfen Ende März oder Anfang April beginnen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Feigenbäumen, welche die kalte Jahreszeit in einem geschützten Winterquartier verbringen, topfen Sie etwa zwei Wochen vor dem Umzug ins Freiland um. Junge Exemplare, die ein starkes Wurzelwachstum aufweisen, können einmal jährlich in ein größeres Pflanzgefäß mit frischem Substrat umgepflanzt werden. Spätestens dann, wenn die Wurzeln durch die Abzugslöcher des Kübels herauswachsen, ist es an der Zeit, die Feige umzutopfen.

Das richtige Substrat für Feigenbäumen

Neben herkömmlicher Blumenerde eignet sich auch Kübelpflanzenerde, der Sie etwas Blähton, Lavagranulat oder feinkörnigen Kies beimengen können. Die mediterranen Feigenbäume bevorzugen einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden, der über einen hohen Anteil an mineralischen Bestandteilen verfügt.

Das richtige Pflanzgefäß

Der Kübel für Feigenbäume muss aufgrund des starken Wurzelwachstums ausreichend groß sein, damit das Gewächs genügend Platz hat, um sich prächtig zu entwickeln. Wenn Sie die Feige umtopfen, verwenden Sie einen neuen Kübel, der mindestens vier bis sechs Zentimeter größer sein sollte als der alte Topf. Das Pflanzgefäß verfügt im Idealfall über ein Abflussloch, damit beim Bewässern des Feigenbaums keine Staunässe entstehen kann.

Ist eine Drainage notwendig?

Feigenbäume reagieren äußerst empfindlich auf Staunässe, weshalb eine Drainageschicht am Pflanzgefäß empfehlenswert ist. Diese sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann, um die empfindlichen Wurzeln vor Fäulnis zu schützen. Als unterste Schicht im Topf eignen sich sowohl Lavagranulat und Blähton als auch Tonscherben. Die Dicke der Drainageschicht richtet sich nach der Größe des Wurzelballens. Denn je weniger Wurzeln der Feigenbaum hat, desto weniger Wasser nimmt er auf und das Risiko, dass Staunässe entstehen kann, ist hoch.

Expertentipp

Der Feigenbaum ist nur bedingt frosthart und benötigt aufgrund dessen einen angemessenen Schutz, um im Freien auf dem Balkon zu überwintern. Am besten umwickeln Sie die Feige mit Jute, Kokosmatten oder anderen wärmenden Materialien und stellen das Pflanzgefäß auf eine Holz- oder Styroporplatte. Somit kann die Kälte nicht von unten eindringen und die Wurzeln sind vor eisigen Temperaturen geschützt.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Bogdan Kurylo

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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