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Beetpflanzen

Fleißiges Lieschen Pflege

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Fleißiges Lieschen Pflege

Das Fleißige Lieschen gehört zur Familie der Balsaminengewächse und stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen im tropischen Ostafrika. Mittlerweile ist diese zur Gattung der Springkräuter zählende Pflanzenart jedoch auch bei uns verbreitet und die zahlreichen Sorten schmücken viele Gärten. Die offizielle botanische Bezeichnung für das Fleißige Lieschen lautet „impatiens“. Das bedeutet übersetzt „Ungeduld“, womit die Samen angesprochen werden, welche im reifen Zustand bei Berührung unmittelbar aufspringen. Ein weiterer Name ist „walleriana“. Dieser ist auf den in Zentralafrika tätigen Missionar Horace Waller zurückzuführen, der als Entdecker des Fleißigen Lieschens bekannt wurde. Die mit dieser Pflanze verwandte Art der Edellieschen unterscheidet sich durch ihre größeren Blüten sowie die ausgeprägteren, schmalen Blätter.

Aussehen und Wuchs

Aussehen und Wuchs


Das Fleißige Lieschen verfügt über fleischige und zum Teil stark verästelte, rötlich erscheinende Triebe. Die mehrjährige Pflanze breitet sich polster- bis mattenförmig aus und erreicht eine Höhe von zwanzig bis vierzig Zentimetern. Ihre Blätter sind elliptisch bis lanzettlich geformt, gezähnt und erscheinen in wechselständiger Anordnung. Sie können eine Länge von vier bis fünf Zentimetern erreichen und sind abhängig von der jeweiligen Sorte entweder glänzend dunkelgrün oder farbig gemustert. Die Blütezeit des Fleißigen Lieschens reicht von Mai bis Oktober, wobei die Fülle der Blüten während der Sommermonate immer mehr zunimmt. An halbschattigen Standorten sind die Blüten rot, violett, weiß, rosa, pink oder orange gefärbt und verfügen über eine sehr große Leuchtkraft. Außerdem sind sie fünfteilig und flach und erreichen eine Breite von drei bis vier Zentimetern. Das Fleißige Lieschen zeichnet sich weiterhin durch seine dicken, fleischigen Kapselfrüchte aus. Diese springen während der Reifezeit bereits bei einer vorsichtigen Berührung auf und schleudern die Samen weit von sich.

Der optimale Standort

Der optimale Standort
Das Fleißige Lieschen erfreut sich insbesondere deshalb an großer Beliebtheit, da es auch an halbschattigen Standorten sehr gut gedeiht. Dies ist durch seinen Ursprung an der südlichen Ostküste Afrikas bedingt, da es dort in feuchten, schattigen Gebieten beheimatet ist. Die Pflanze lässt sich sowohl im Gartenbeet als auch in Pflanzschalen oder Balkonkästen kultivieren. Einige neuere Sorten vertragen zudem vollsonnige Standorte. Zu viel Zugwind sollte jedoch vermieden werden, da das Fleißige Lieschen unter solchen Bedingungen schnell schlapp wird.

Substrat

Substrat
Das Fleißige Lieschen gedeiht insbesondere in lockerer und verhältnismäßig nährstoffreicher Erde, daher ist Einheitserde oder eine vergleichbare Substratmischung besonders empfehlenswert. Die Pflanze verträgt Kalk und ist insbesondere in sauren bis schwach sauren und humusreichen Böden gut aufgehoben.

Pflanzung

Das Fleißige Lieschen sollte man am besten im Mai pflanzen, wenn keine Gefahr mehr durch Frost droht. Dabei ist ein Pflanzabstand von zwanzig bis dreißig Zentimetern einzuhalten.

Pflege

Um die Blüte des Fleißigen Lieschens zu fördern, sollten welke Blütenteile regelmäßig entfernt werden. Ist die Pflanze verblüht, so kann sie außerdem vollständig kompostiert werden. Eine Düngerzugabe sollte regelmäßig im Abstand von vierzehn Tagen in Form von Flüssigdünger erfolgen, da dieser zusätzlich das Blütenreichtum fördert. Wird die Pflanze in einem Pflanztopf kultiviert, so ist ein Langzeitdünger gut geeignet. Diesen mischt man unter die Pflanzerde.

Das einjährige Fleißige Lieschen kann ausschließlich durch Aussaat vermehrt werden. Da das Saatgut jedoch sehr klein und überaus empfindlich ist, benötigt man dafür einige Erfahrung. Die Aussaat erfolgt im März in Pflanztöpfe, welche mit geeigneter Anzuchterde ausgestattet werden sollten. Weiterhin benötigt man Hauben und beheizbare Anzuchtschalen, da die Sämlinge eine Bodenwärme von circa zweiundzwanzig Grad Celsius sowie einen hellen Standort brauchen.

Nach einem Zeitraum von etwa drei Wochen haben die Keimlinge eine Höhe von circa drei Zentimetern erreicht und müssen vereinzelt werden. Sobald keine Gefahr mehr durch Frost droht, kann man sie ins Freiland setzen.

Überwinterung

Für gewöhnlich wird das Fleißige Lieschen ausschließlich einjährig kultiviert. Bei sehr jungen Pflanzen ist es jedoch möglich, diese auch zu überwintern. Dazu sollten diese rechtzeitig vor dem ersten Frost an einen hellen Standort gebracht werden, welcher über eine Temperatur von zehn bis fünfzehn Grad Celsius verfügen sollte. Während der Wintermonate wird die Pflanze nur mäßig mit Wasser versorgt. Es ist jedoch wichtig, dass das Substrat zu keiner Zeit vollständig austrocknet.

Verwendung

Fleißige Lieschen können sowohl in Pflanztöpfen, Balkonkästen, Beeten oder Rabatten kultiviert werden und schmücken diese mit ihrer leuchtenden Blütenpracht. Außerdem sind sie als Bodendecker oder zur Grabbepflanzung geeignet. Besonders gut lassen sich die Fleißigen Lieschen mit Purpurglöckchen, Ziergräsern, Begonien oder Fuchsien kombinieren. Möchte man die Pflanze auf der Terrasse oder dem Balkon halten, so sollte man dazu kleine Pflanzgefäße wählen. Diese haben den Vorteil, dass die Wurzeln enger zusammenstehen und die Blütenpracht dadurch umso üppiger ausfällt.

Sorten

Die zahlreichen Sorten des Fleißigen Lieschens bieten eine große Abwechslung hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes und ihrer Farbenpracht. Die Sortennamen haben in der Regel einen Zusatz hinsichtlich ihrer Farbe. So gibt es zum Beispiel die Impatiens walleriana Accent White, Burgundy, Rose, Orange oder Violett Star. Die Impatiens walleriana Futura-Serie hingegen zeichnet sich durch ihre vielfältige Farbauswahl aus.

Krankheiten und Schädlinge

In der Regel gilt das Fleißige Lieschen als sehr robust und widerstandsfähig. Gelegentlich können jedoch Spinnmilben, Weiße Fliegen, Blattläuse oder Dickmaulrüssler an der Pflanze auftauchen. Hat sich Staunässe entwickelt, so droht zudem Gefahr durch Grauschimmel und Wurzelfäulnis.

Expertentipp

Das Fleißige Lieschen gehört angeblich zu den schneckenresistenten Gewächsen, jedoch kann es trotzdem vereinzelt zu Schneckenfraß kommen. Um diesem vorzubeugen, ist es ratsam, die Pflanzen in Kombination mit Bartnelken, Kamille, Lavendel, Salbei, Thymian oder Rosmarin zu pflanzen. Schnecken reagieren sehr empfindlich auf deren intensiven Duft und halten sich somit von den Fleißigen Lieschen fern.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann die Blütezeit des Fleißigen Lieschens verlängert werden?

Die Blütezeit des Fleißigen Lieschens erstreckt sich über den ganzen Sommer bis hin zum Herbst. Dazu ist es jedoch nötig, regelmäßig die alten und verwelkten Blüten zu beseitigen und die Pflanze auszuputzen. Werden die welken Blütenteile entfernt, so können neue Blütenknospen unmittelbar nachwachsen. Triebe können außerdem beliebig gekürzt werden, alte Blätter lassen sich ebenfalls problemlos wegnehmen.

Ist das Fleißige Lieschen giftig?

Wie alle Springkräuter enthält das Fleißige Lieschen im rohen Zustand unterschiedliche Gerbstoffe, welche auch als Tannine bekannt sind und zudem Glykoside, die nach dem Verzehr eventuell nicht gut vertragen werden. Weiterhin beinhaltet sie sechs verschiedene reizend wirkende Pflanzensäuren, Cumarin, welches in erhöhten Mengen gesundheitsschädlich ist, sowie Phenol, welches als toxisch gilt. Daher ist das Fleißige Lieschen leicht giftig und auch ein nicht übermäßiger Verzehr kann bereits zu Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Durchfall führen.

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Bildquellen:

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