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Beetpflanzen

Sonnenhut Pflege

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Sonnenhut Pflege

Die Gattung der Sonnenhüte umfasst insgesamt 16 verschiedene Arten. Allen Arten haben das sonnenhutähnliche Aussehen ihrer hübschen und auffallenden Blüten gemeinsam. Ihre Blüten erinnern ein wenig an die Blüten von Sonnenblumen oder Margeriten. In Blumenbeeten oder als Unterpflanzung von Gehölzen kommen die prächtigen Blütenstauden optimal zur Geltung und verwandeln den Garten den ganzen Sommer über in ein Blumenmeer. Die anspruchslose Pflanze ist recht pflegeleicht und lässt sich daher auch von ungeübten Hobbygärtnern leicht kultivieren.

Die typischen Merkmale aller Sonnenhut Arten

Die typischen Merkmale aller Sonnenhut Arten


Der zur Familie der Korbblütler gehörende Sonnenhut stammt ursprünglich aus Amerika und ist dort in seiner Wildform an den unterschiedlichsten Standorten zu finden. So gedeihen einige Arten vorzugsweise in feuchten Wiesen- und Auenlandschaften, andere wiederum bevorzugen die eher trockenen Präriegebiete.

Das prägnante Merkmal aller Arten sind ihre großen und auffallenden Blüten. Die typische Blütenform ähnelt stark einem Sonnenhut, was der Pflanze letztendlich auch zu ihrem Namen verhalf. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Sonnenhutarten an ihrem braunen Blütenkörbchen, umgeben mit waagerecht oder leicht herabhängenden Strahlenblüten zu erkennen. Die Blütenfarbe kann je nach Sorte von leuchtend gelb bis hin zu Rot variieren. Einige Sorten können mit optimalen Standortbedingungen die stattliche Größe von 200 bis 300 cm erreichen.

Sonnenhüte sind äußerst dekorativ und bringen von Juli bis September immer wieder neue Blüten hervor. Die hübschen Blumen eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen. In der Vase bleibt der Sonnenhut lange frisch und lässt sich dank der überwiegend gelb bis roten Farbtöne seiner Blüten mit zahlreichen anderen Blumen bestens kombinieren.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Standort und Bodenbeschaffenheit
Wie der Name schon verrät, lieben Sonnenhüte einen Platz in der Sonne. Die winterharten Stauden können auch an einem halbschattigen Platz, zum Beispiel als Unterpflanzung von Gehölzen gepflanzt werden, doch an einem vollsonnigen Standort bringt der Sonnenhut die meisten Blüten hervor.

Die Stauden kommen gut mit einem normalen Gartenboden zurecht. Ein durchlässiger und damit feuchtigkeitsspeichernder Boden mit genügend Nährstoffen ist ideal für diesen Sommerblüher.

Richtig gießen und düngen

Richtig gießen und düngen
Der Sonnenhut ist eine recht anspruchslose und pflegeleichte Staude. Die meisten Sorten sind mehrjährig und absolut winterhart. Nur einige wenige Sorten werden als einjährige Pflanzen kultiviert. In seiner Heimat ist der Sonnenhut durchaus auch in trockenen Gebieten anzutreffen. Die Staude kommt daher auch gut mit Trockenheit zurecht.

Dennoch sollte der Sonnenhut bei Hitze und Trockenheit regelmäßig gegossen werden. Erhält die Pflanze über einen längeren Zeitraum zu wenig Feuchtigkeit, wird sie deshalb nicht eingehen. Doch wirkt sich der Wassermangel auf die Blühdauer aus und die schönen Blüten verwelken schneller.

Sonnenhüte können je nach Sorte eine beachtliche Größe entwickeln. So kann die Sorte Rudbeckia maxima, der Große Sonnenhut, mit Leichtigkeit eine Wuchshöhe von mehr als 200 cm, manchmal sogar 300 cm erreichen. Bei Trockenheit neigen die Pflanzen jedoch schneller dazu umzukippen. Es lohnt sich daher darauf zu achten, dass der Sonnenhut immer ausreichend mit Wasser versorgt ist.

Staunässe verträgt der Sonnenhut jedoch so, wie die meisten Pflanzen, überhaupt nicht. Ein leicht sandiger Boden verspricht daher eine lange Lebensdauer für den Sonnenhut. Ist der Boden schwer und lehmig, ist eine Drainageschicht aus Kies eine wirksame Schutzmaßnahme gegen Staunässe.

Ein nährstoffreicher Boden ist wichtig, wenn der Sonnenhut prächtig gedeihen soll. Dennoch ist die Pflanze recht anspruchslos und muss nicht den ganzen Sommer über mit Dünger versorgt werden. Es reicht vollkommen, wenn die Staude im Frühjahr mit etwas Kompost gedüngt wird. Die Anspruchslosigkeit des Sonnenhuts macht ihn auch für Ungeübte zu einer idealen Staude, die den Garten den ganzen Sommer über mit ihren herrlichen Blüten schmückt.

Sonnenhut zurückschneiden

Bis auf wenige Sorten sind alle Sonnenhüte mehrjährige Stauden, die absolut winterhart sind. Der Sonnenhut hält auch eisigen Temperaturen im Winter mühelos stand. Die Staude ist widerstandsfähig und muss als Vorbereitung auf den Winter also nicht abgedeckt oder geschützt werden.

Nach der Blüte verwelkt die Pflanze nach und nach und die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab. Im Winter überleben nur die unterirdischen Pflanzenteile, bis der Sonnenhut im nächsten Frühjahr erneut austreibt. Die abgeblühten Stängel sollten daher nach der Blüte im Herbst bis hin zum Spätherbst abgeschnitten werden.

Sonnenhut vermehren

Auf natürliche Art vermehrt sich der Sonnenhut durch Samen. Daher ist die Aussaat eine Möglichkeit die prächtige Staude zu vermehren. Einfacher ist jedoch die Vermehrung durch Teilung.

Der Wurzelstock des Sonnenhuts bildet den unterirdischen Teil der Pflanze. Mit zunehmendem Alter der Pflanze vergrößert sich der Wurzelstock stetig. Je nach Sorte kann ein solcher Wurzelstock durchaus die Breite von 100 cm und mehr erreichen.

Nach der Blüte kann ein kräftiger Wurzelstock zur Vermehrung einfach mit einem Spaten geteilt werden. Die so entstandenen neuen Wurzelstöcke müssen anschließend nur noch am gewünschten Standort eingepflanzt werden.

Manchmal ist eine Teilung des Wurzelstocks nicht nur dann notwendig, wenn die Pflanze vermehrt werden soll. Auch wenn die Pflanze bereits unter Platzmangel an ihrem gewohnten Standort leidet, sollte der Wurzelstock geteilt werden. So kann der Sonnenhut im nächsten Frühjahr erneut kräftig austreiben.

Der optimale Pflanzzeitpunkt

Wie für die meisten winterharten Stauden ist die Zeit von September bis Ende November die ideale Zeit, um den Sonnenhut zu pflanzen. Alternativ ist auch eine Pflanzung im Frühjahr möglich. Containerpflanzen können grundsätzlich zu jeder Zeit im Jahr gepflanzt werden.

Der Herbst ist dennoch jeder anderen Pflanzzeit vorzuziehen. Die Pflanze hat zu dieser Jahreszeit ihr Wachstum und die Blütenbildung bereits eingestellt. Die Wurzeln können jedoch im noch warmen Boden gut anwachsen. Wird der Sonnenhut im Herbst gepflanzt, hat er die optimalen Chancen im nächsten Frühjahr kräftig auszutreiben.

Die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen

Der Sonnenhut ist eine sehr robuste Gartenstaude und wird kaum von Krankheiten und Schädlingen befallen. Doch auch er kann hin und wieder darunter leiden. Meist handelt es sich dann um:

  • Schneckenbefall
  • Befall von Blattläusen
  • Echter Mehltau
  • Blattnematoden

Insbesondere im Frühjahr werden junge Sonnenhüte mitunter von Schnecken befallen. Ein Schneckenbefall kann die Pflanze stark schädigen, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird. Ohne Gegenmaßnahmen können Schnecken in rasender Geschwindigkeit den Großteil der Blätter abfressen, sodass sich die Pflanze davon kaum mehr erholen kann.

Ein wenig mühselig, aber wirkungsvoll, ist das einfache Absammeln der Schnecken. Auch Schneckenfallen und Schneckenkorn haben sich als Hilfsmaßnahmen bewährt.

Blattläuse sind im Sommer eine häufige Plage im Garten. Auch der Sonnenhut kann von diesen Schädlingen befallen werden. Das beste Mittel gegen Blattläuse ist eine natürliche Vorbeugung durch eine optimale Gartenbepflanzung. Werden im Garten genügend Pflanzen kultiviert, die Marienkäfer und Ohrwürmer anziehen, sind die natürlichen Feinde der Blattläuse nicht weit und es kommt selten zu einem starken Blattlausbefall.

Im akuten Fall helfen meist schon Hausmittel wie das gründliche Abspritzen der Pflanze mit Wasser oder das Besprühen mit einer Spülmittellösung.

Echter Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die insbesondere bei lang anhaltenden Schönwetterperioden auftritt. Zur Bekämpfung von Mehltau gibt es verschiedene Pflanzenschutzmittel, die meist auf Kupfer- oder Schwefelbasis die Pilzerkrankung bekämpfen.

Blattnematoden sind Fadenwürmer, die auch den Sonnenhut mitunter heimsuchen. Ein sicheres Erkennungszeichen von Blattnematodenbefall sind Flecken auf den Blättern der Staude. Da verschiedene Wurmarten zu den Nematoden gehören und die Eier der Würmer bisweilen für viele Jahre im Boden überleben können, ist die Bekämpfung mitunter schwierig und sollte sich vornehmlich darauf konzentrieren, den Boden zu desinfizieren.

Expertentipp

Es gibt viele Arten und Sorten vom Sonnenhut. Darunter befinden sich Stauden, die mit 30 bis 40 cm eine durchschnittliche Staudenhöhe erreichen. Es gibt aber auch viele hochwachsende Sorten mit großen Blüten, die als Solitär sehr eindrucksvoll und dekorativ sind.

Diese hochwachsenden Sonnenhüte können bei zu starkem Wind oder Regen jedoch schnell abknicken. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern schadet auf lange Sicht der Pflanze. Es ist daher sinnvoll, die Staude mit einem Staudenring gegen das Abknicken hoher Stängel zu schützen.

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