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Zimmerpflanzen

Geigenfeige verzweigen – kurze Anleitung

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Geigenfeige verzweigen - kurze Anleitung

Die Geigenfeige gehört zur Familie der Maulbeergewächse und stammt aus den tropischen Regionen Zentral- und Westafrikas. Geigenfeigen zählen hierzulande zu den Klassikern an Zimmerpflanzen und überzeugen hauptsächlich durch ihre pflegeleichte Art. Die Pflanze verfügt über einen stattlichen Wuchs, eigenwillig geformte Blätter und einen ansprechenden Fruchtschmuck. Als Zimmerbaum im Kübel erreicht die Geigenfeige Wuchshöhen bis zu zwei Metern und eignet sich deshalb besonders gut für große Räume, Büros oder Wintergärten. Die riesigen, geigenförmigen Blätter der Tropenpflanze verbessern tatsächlich auch das Raumklima.

Geigenfeige verzweigen für einen buschigeren Wuchs

Grundsätzlich ist ein Schnitt bei Geigenfeigen nicht erforderlich, denn der Zimmerbaum wächst bei entsprechender Pflege auch so recht gut. Leider verlieren Geigenfeigen mit der Zeit häufig ihre unteren Blätter und wirkt aufgrund dessen recht kahl. Durch das Verzweigen wirkt die Pflanze insgesamt kompakter und buschiger.

Geigenfeige im Frühjahr verzweigen

Geigenfeige im Frühjahr verzweigen


Das zeitige Frühjahr eignet sich für Schnittmaßnahmen am besten. In der Wachstumsphase treibt die Geigenfeige neu aus, sodass mit einer gezielten Verzweigung das Wachstum gefördert und korrigiert werden kann. Das Verzweigen funktioniert bei jungen Pflanzen, deren Spitzen noch unverholzt und weich sind, besonders gut. Wird ein verholzter Trieb abgeschnitten, können Sie mit einem Neuaustrieb nur selten rechnen. Ältere und große Exemplare, die im unteren Bereich viele Blätter verlieren, erhalten ein buschiges Erscheinungsbild, wenn Sie in denselben Kübel ein paar neue Ableger pflanzen. Dafür ist nicht einmal ein größeres Pflanzgefäß erforderlich.

So wird die Geigenfeige entspitzt

So wird die Geigenfeige entspitzt
Benutzen Sie bei Schnittmaßnahmen immer ein scharfes und desinfiziertes Messer, damit die Schnittstellen sauber und glatt sind. Stumpfes und verunreinigtes Schneidwerkzeug kann Verletzungen an den Schnittstellen verursachen. In diese können Keime und Bakterien ungehindert eindringen. Tragen Sie im Umgang mit der Geigenfeige stets Handschuhe, denn der austretende Milchsaft an Schnittstellen ist leicht giftig. Um den Zimmerbaum zu verzweigen, müssen lediglich die Triebspitzen gekappt werden, damit sich im oberen Bereich der Pflanze neue Triebe bilden können. Die Krone der Geigenfeige wird dadurch mit den Jahren buschiger und sorgt für ein ästhetisches Gesamtbild. Der beste Zeitpunkt, um die Pflanze zu verzweigen, ist das zeitige Frühjahr, damit der Baum seine ganze Kraft in das Bilden neuer Triebe investieren kann.

Wohin mit abgeschnittenen Triebspitzen?

Die gekappten Spitzen können als Stecklinge für die Vermehrung der Geigenfeige genutzt werden. Schneiden Sie hierfür die Triebe auf eine Länge von etwa 15 Zentimetern. Tauchen Sie deren Enden anschließend in warmes Wasser, bis der Milchfluss aufhört. Ist die Schnittstelle des Triebes dann leicht angetrocknet, stecken Sie ihn in Schalen oder Töpfe mit Anzuchterde und halten das Substrat konstant feucht. Stülpen Sie eine durchlässige Folie über die Pflanzgefäße und stellen diese an einen warmen Ort bei Temperaturen um 25 Grad Celsius.

Geigenfeige einkürzen und Hochstamm schneiden

Da Geigenfeigen im Laufe der Jahre stattliche Wuchshöhen erreichen, können Sie den Zimmerbaum im Frühjahr auf die gewünschte Höhe zurückschneiden. Hierfür kürzen Sie alle Triebe ein und entfernen gleichzeitig verwelkte und trockene Blätter. Geigenfeigen sehen auch als Hochstamm schön aus und wirken sehr dekorativ. Dabei wird der Haupttrieb an der Stelle entfernt, wo sich der Baum verzweigen soll. Die neu gebildeten Seitentriebe werden ebenfalls geschnitten, sobald sie etwa 30 Zentimeter lang sind, um eine buschige Krone zu erzielen.

Expertentipp

Geigenfeigen sollten ganzjährig an einem hellen, warmen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung stehen. Vermeiden Sie Zugluft oder Standortwechsel, darauf reagiert die Pflanze oft mit Blattabwurf.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Bilal photos

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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