Ein Hochbeet ist für viele Hobbygärtner ideal, um darin Gemüse, Kräuter oder auch Blumen anzupflanzen. Von der Aussaat bis zur Ernte kann man dabei zuschauen, wie die Pflanzen gedeihen. Die verschiedensten Ausführungen an Hochbeet-Modellen halten für jeden etwas bereit. Vom kleinen Hochbeet für den Balkon bis hin zum professionell angelegten Bereich im Garten mit umfangreichen Abmessungen. In unserem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihr Hochbeet im Frühling vorbereiten und richtig anlegen.
Frühe Bepflanzung
Der letzte Schnee im Garten schmilzt, die ersten Frühblüher zeigen sich – jetzt steht der Frühling endlich vor der Tür. Nun ist es an der Zeit sich Gedanken um das Hochbeet zu machen. Denn Hochbeete können Sie schon frühzeitig bepflanzen.
Der natürliche Prozess der Verrottung bietet ein breites Nährstoffangebot. Zudem bildet dies eine Art Fußbodenheizung für die Pflanzen. Ein Frühbeetaufsatz sorgt dafür, dass Sie die ersten Pflanzungen für eine ertragreiche Ernte bereits ab Februar vornehmen können.
Die richtige Vorbereitung
Ein Hochbeet ist in der Regel in Schichten aufgebaut. Dünger wird durch den natürlichen Verrottungsprozess produziert und spendet den Gewächsen außerdem Wärme. Die Haltbarkeit einer Befüllung beträgt in der Regel sechs Jahre. Danach sollten Sie sie vollständig erneuern. Das kann im Herbst erfolgen, damit das Hochbeet im Frühjahr mit nur einem kleinen Aufwand fit gemacht werden kann.
Ist das Hochbeet vor dem Winter abgeerntet worden, entfernen Sie Laub, Stroh, Kompost, Folie oder anderes Material, das Sie als Schutzschicht für den Winter aufgebracht haben. Ist im Winter Gemüse geerntet worden, entfernen Sie die restlichen Pflanzenteile. Verfahren Sie dabei folgendermaßen:
- Substrat gut durchharken
- Blätter, Äste, Blütenrückstände und Wurzelreste entfernen
- oberste Erdschicht auflockern
- gründlich gießen
Ist das Hochbeet abgesackt, füllen Sie es mit frischer Erde auf. Dabei kann gleichzeitig Dünger untergemischt werden, sollte sich das Beet bereits im dritten oder einem späteren Nutzungsjahr befinden.
Optimale Bepflanzung

Üblicherweise dienen Hochbeete als Gemüsebeet, vor allem, weil sie rückenschonendes Arbeiten ermöglichen. Wie schon erwähnt, können erste Pflänzchen im Februar oder März eingebracht werden. Spätestens Mitte Mai nach den Eisheiligen wird es Zeit sich an die Bepflanzung des Hochbeetes zu machen. Welche Gewächse Sie pflanzen, hängt von Ihren Vorlieben ab. Beachtet werden sollte jedoch der Lebenszyklus des Hochbeetes.
Ideal ist es im ersten Jahr der neuen Schichtung mit Gurken, Tomaten, Zucchini, Kohlarten und Fenchel zu beginnen, da es sich bei ihnen um Starkzehrer handelt. Im zweiten Jahr sollten Mittelzehrer wie Bohnen, Zwiebeln, Karotten und Kräuter in das Hochbeet gepflanzt werden. Ab dem dritten Jahr sind die Schwachzehrer an der Reihe, wenn Sie auf Dünger verzichten möchten. Hier handelt es sich um Salate, Kräuter und süße Erbsen.
Im vierten Jahr kann eine Düngung erfolgen oder Sie lassen Klee, Raps, Wicken, Senf, Bohnen oder Veilchen als Gründüngung wachsen. Im fünften Jahr sind wieder die Starkzehrer an der Reihe. Im sechsten Jahr können nochmals Mittel- oder Schwachzehrer angepflanzt werden. Danach sollte das Hochbeet im Herbst geleert und neu geschichtet werden.
Expertentipp
Wer das Hochbeet nach der Nutzungsphase nicht erneuern möchte, kann es mit Wiesenblumen, z.B. Kamille, Kornblumen, Klatschmohn, Ackerrittersporn oder ähnlichen Pflanzen schmücken. In der Regel säen sich diese Blumen in lockerem Boden immer wieder selbst aus und gedeihen hervorragend. Mit einer neuen Füllung können Sie Ihr Hochbeet bei Bedarf wieder für den Gemüseanbau aktivieren.
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