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Heckenpflanzen

Hundsrose schneiden – wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Hundsrose schneiden - wann ist der richtige Zeitpunkt

Die Hundsrose (Rosa canina) gehört zu den Wildrosen. In der Natur ist sie die am häufigsten anzutreffende Rosenart. Daher kommt auch ihr Name, der sich von dem Begriff der (hunds-)gemeinen Rose ableitet – ein Gewächs, das nicht klein zu kriegen ist und überall wächst. Die Hundsrose gedeiht auf praktisch allen Böden, ob humos, lehmig oder sandig. Lediglich auf nassen Böden fühlt sie sich nicht wohl. Die Hundsrose wird auch Hagrose oder Heckenrose genannt. Letztere Bezeichnung ist sehr irreführend, denn die Hundsrose sollte nicht in Heckenform geschnitten werden, sondern lediglich einen auslichtenden Schnitt erhalten, um ihre weit ausladende Urwüchsigkeit und ihre Blühfreudigkeit zu erhalten.

Der Schnitt vor dem Einpflanzen

Der Schnitt vor dem Einpflanzen
Größere Flächen werden im Frühjahr oder Herbst für eine üppige Begrünung mit 2-3 Hundsrosen je Quadratmeter bepflanzt. Auch als Solitär wächst die Pflanze nach wenigen Jahren zu einer stattlichen Größe heran. Die Hundsrose erhält einen normalen Pflanzschnitt, bevor sie in den Boden gesetzt wird. Dabei werden die Triebe bis auf wenige Knospen zurückgeschnitten. An einigen starken Haupttrieben verbleiben 5 Knospen, die restlichen schwächeren Triebe werden auf 2 oder 3 Knospen eingekürzt. Um die lockere Verzweigung des Strauches zu unterstützen, sollte die oberste bleibende Knospe immer nach außen zeigen.

Der jährliche Schnitt

Der jährliche Schnitt
Die Hundsrose gehört zu den schnellwüchsigen Pflanzen und ist gut schnittverträglich. Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich, hilft aber, den schnell ausufernden Wuchs im Zaum zu halten. Daher sollte die Pflanze regelmäßig ausgelichtet werden. Der Schnitt erfolgt im späten Winter/frühen Frühjahr. Da sich die Hagebutten an der Hundsrose ausschließlich an ein- und zweijährigen Trieben entwickeln, werden alle dreijährigen Triebe entfernt. Der Schnitt erfolgt an der Basis, damit die Pflanze neue Triebe nachschieben kann. Je Pflanze sind 10-15 fruchttragende Triebe ausreichend, um eine reiche Ernte an Hagebutten zu erzielen. Verwachsene und schwache Triebe werden beim Rückschnitt zuerst entfernt.

Der Radikalschnitt

Die Hundsrose ist äußerst robust und gedeiht praktisch ohne jedwede Zuwendung. Daher wird sie oft sich selbst überlassen. Wer keine Lust auf den jährlichen Rückschnitt hat, kann die Hundsrose nach Belieben wachsen lassen und ihr nur gelegentlich einen radikalen Rückschnitt verpassen. Dazu wird die Hundsrose ‚auf den Stock‘ gesetzt, indem alle Zweige direkt über dem Boden abgeschnitten werden. Daraus baut sich die Hundsrose komplett neu auf. Blüten und Hagebutten werden in der ersten Saison nach dem Radikalschnitt allerdings kaum zu sehen sein.

Expertentipp

Die roten Hagebutten der Hundsrose sind sehr reich an Vitamin C. Je länger die Früchte an der Pflanze verbleiben, desto süßer werden sie und lassen sich zu Tee, Marmelade und Likör verarbeiten. Wenn die Früchte am Strauch belassen werden, liefern sie bis in den Frühling hinein eine wertvolle Winternahrung für die heimischen Vögel.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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