Über die Winterhärte von Inkalilien hört man oft widersprüchliche Aussagen. Einige Hobbygärtner erklären, dass die Gewächse frostfest sind und durchaus in Beeten im Freien überwintert werden können. Andere warnen hingegen, dass Inkalilien bereits bei kalten Winden gefährdet sind und im Herbst zwingend in passende Winterquartiere umgesiedelt werden müssen. Tatsächlich stimmen beide Aussagen in gewisser Weise. Wie winterfest Inkalilien tatsächlich sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Winterhärte der verschiedenen Arten
Vorzugsweise sollten Sie bereits vor dem Kauf prüfen, welche Temperaturen Ihre Inkalilien vertragen. Denn aus den Subtropen stammende Arten können in Mitteleuropa nicht im Freien überwintert werden.
Einige Zuchtformen aus europäischen Gärtnereien vertragen jedoch Temperaturen bis -15°C und können die kalte Jahreszeit in Regionen mit milden Wintertemperaturen mit Hilfe angemessener Schutzmaßnahmen im Beet überleben.
Alter der Pflanzen

Das Alter einer Inkalilie spielt bei der Beurteilung ihrer Winterhärte ebenfalls eine Rolle. In den ersten Lebensjahren sind auch winterharte Arten deutlich empfindlicher und benötigen eine entsprechende Schutzschicht aus Laub, Stroh oder Vlies, um im Freien überleben zu können. Erst wenn Inkalilien mehrere Jahre an ihren Standort gewöhnt sind, vertragen sie Temperaturen bis maximal -15°C.
Regionale Unterschiede

Die Winterhärte bezieht sich in allen Fällen auf die Überwinterung in milden Regionen. Leben Sie in einer kalten Gegend, in der mit Temperaturen unter -15°C gerechnet werden muss oder wird ein besonders kalter Winter erwartet, sollten auch als winterhart deklarierte Exemplare nicht ganzjährig im Freien verbleiben.
Kübelpflanzen

Weiterhin gilt die Winterhärte nur für die Überwinterung in Beeten. Denn die Wurzeln von Topfpflanzen werden von einer deutlich geringeren Erdschicht umgeben, die keine ausreichende Isolierung gegen Frost bietet. In Pflanzgefäßen kultivierte Inkalilien müssen Sie aus diesem Grund im Herbst in geeignete Innenräume umsiedeln.
Überwinterung in Innenräumen
Zu warm sollte der Standort im Winter nicht sein. Stellen Sie Ihre Inkalilien an einen hellen Standort, an dem Temperaturen zwischen 12 und 15°C herrschen. Ideal sind Wintergärten oder Gewächshäuser. Aber auch ein Fensterplatz in kühlen Vorräumen oder in Fluren ist geeignet. Sind Sie gezwungen, Ihre Inkalilien an dunklen Standorten unterzubringen, schaffen Pflanzenlampen Abhilfe.
Während der kalten Jahreszeit benötigen Inkalilien keine Düngergaben und nur wenig Wasser. Achten Sie darauf, dass das Substrat nicht vollständig austrocknet.
Expertentipp
Haben Sie Ihre Inkalilien im Haus überwintert, sollten sie im Frühjahr langsam an die Außentemperaturen gewöhnt werden. Dazu können Sie sie tagsüber ins Freie stellen. Holen Sie sie jedoch ins Haus, sobald es dunkel wird. Erst nach den Eisheiligen können Sie Topfpflanzen im Freien belassen oder in Blumenbeete auspflanzen.
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