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Insektenhotel auf dem Balkon

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Insektenhotel auf dem Balkon

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den Insekten in Ihrer Umgebung etwas Gutes zu tun? Insektenhotels dienen zwar nicht zum Artenschutz gewisser Insektenarten, unterstützen Insekten aber bei der Überwinterung und beim Nestbau. In unserem Ratgeber erfahren Sie, um was genau es sich bei einem Insektenhotel handelt, welches geeignete und ungeeignete Materialien für ein Insektenhotel sind und ob Ihr Balkon der geeignete Standort für Ihr Insektenhotel ist.

Die Vorteile eines Insektenhotels

Die Vorteile eines Insektenhotels
Ein Insektenhotel oder auch das so genannte Insektenhaus oder -kasten wurde als künstliche Überwinterungshilfe und Nistplatz für nützliche Insekten entwickelt. Die ersten Insektenhotels entstanden in den 90er Jahren als Insektenschutz Maßnahme, um Bienen einerseits zu schützen und um andererseits den Nestbau von Bienen beobachten zu können. Durch den Menschen fehlt es Insekten mittlerweile an ausreichenden natürlichen Lebensräumen und das, obwohl Hummeln, Bienen, einige Wespenarten, Marienkäfer, Schmetterlinge und Florfliegen für den Menschen so wichtig für die natürliche Schädlingsbekämpfung und für die Bestäubung sind.
Insektenhotels gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: sie unterscheiden sich in der Größe, in der Ausstattung und in den Materialien.

Geeignete und ungeeignete Materialien

Geeignete und ungeeignete Materialien
Insektenhotels bestehen aus Naturmaterialien wie Holz, Lehm, Stroh, Bambus, Backsteine und Terrakotta. Ein Insektenhotel, das mehreren Insektenarten einen Unterschlupf bieten soll, ist mit verschiedenen Materialien und Farbgebungen ausgestattet. Denn jedes Insekt präferiert eine andere Art des Unterschlupfs. Florfliegen werden beispielsweise von der Farbe Rot angezogen. Hummeln bevorzugen Höhlen und Marienkäfer Hohlräume. Die unterschiedlichen Bienen- und Wespenarten lieben Hartholzblöcke mit Bohrlöchern. Die Bohrlöcher sollten mindestens 10 Zentimeter tief sein sowie eine Breite von 3 bis 6 Millimeter aufweisen. Hohle Pflanzenstängel aus Bambus, Schilf und Stroh zählen ebenso zu den geeigneten Materialien wie markhaltige Pflanzenstängel. Brombeerranken werden besonders schnell besiedelt. Auch speziell angefertigte Pappröhrchen sowie Dachziegeln aus gebranntem Ton eignen sich bestens für Ihr Insektenhotel.

Als ungeeignete Materialien gelten Lochsteine, da die Löcher zu groß für die Insekten sind. Ebenso werden zu große Röhrchen und Tannenzapfen seltener besiedelt sowie Materialien, die mit chemischen Mitteln behandelt wurden. Von Weichholz sowie Schichtholz ist grundlegend abzuraten, da die Splitter die Flügel der Insekten zerstören können. Das verwendete Holz sollte gut getrocknet sein, da auch Feuchtigkeit und Pilzbefall nicht sehr einladend auf die Insekten wirken.

Insektenhotel auf dem Balkon

Insektenhotel auf dem Balkon
Für einen geeigneten Standort für Ihr Insektenhotel sollten Sie nach einem sonnigen, witterungsgeschützen Platz suchen. Ideal ist eine südliche Ausrichtung, da Sonneneinstrahlung für gesunde Insekten und eine gesunde Larvenentwicklung sorgt. Die Einflugschneise sollte ebenfalls geschützt sein. Abzuraten ist von der Ausrichtung in Richtung Nordwesten, da aus dieser Himmelsrichtung häufig Wind und Regen kommen.

Bedenken sollten Sie darüber hinaus die Nähe zu Pflanzen, die den Nahrungsbedarf der Insekten stillen. Blühende Kräuter, Rosen, Obstbäume, Klee, Efeu, Flieder und Co. sollten nicht weiter entfernt als in 200 bis 300 Metern befinden.

Insektenhotels können sich ohne Probleme in der Nähe des Menschen befinden, so dass Sie Ihr Insektenhotel durchaus auch auf dem Balkon errichten können. Davon absehen sollten Sie wiederum, wenn Familienmitglieder Angst vor Insekten haben. Großer Vorteil der Errichtung des Insektenhotels auf dem Balkon sind definitiv der Schutz vor Vögeln sowie die wettergeschützte Umgebung. Nachteile wiederum könnten durch zu viel Schatten und der zu weiten Entfernung von Nahrung entstehen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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