In Feld und Flur unterwegs ist es kaum möglich, die gezackten länglichen Blätter und die leuchtend gelben Blüten zu übersehen. Im späteren Stadium fallen die Samen des Löwenzahns ins Auge, die als unzählige kleine Flugschirmchen eine dichte Kugel bilden. Sie sind gerade bei Kindern beliebt. Sie lieben ihre Pusteblumen. Da der Löwenzahn sehr üppig wächst, und sich überall einen Weg bahnt, wird er oft auch als Unkraut angesehen. Aber bietet er vielleicht mehr? Ist er verzehrbar?
Löwenzahn ist ein Kraftbündel
Wer solch eine Kraft wie der Löwenzahn mitbringt, und sich sogar durch Asphalt einen Weg sucht, der kann mehr. Man kann ihn eigentlich als Power-Pflanze bezeichnen. Seine wertvollen Bitterstoffe machen ihn richtig wertvoll. Zudem liefert er noch eine ganze Reihe an Mineralstoffen und Vitaminen, die im Vergleich zu anderen Salatsorten hoch konzentriert sind. Das macht ihn zu einem kleinen Gesundbrunnen, der dazu auch noch richtig lecker schmeckt.
Löwenzahn zubereiten – für Küche und Gesundheit
Es gibt viele Möglichkeiten, die Power-Pflanze einzusetzen. An Vielfalt lässt nichts zu wünschen übrig. So können die jungen Blätter geerntet und als leckerer Salat zubereitet werden. Wer es gerne ein wenig dezenter hat, fügt einige kleingeschnittene Blätter als Kräuter zu einem Salat hinzu. Aus den Blättern lässt sich ebenfalls ein schmackhaftes Gemüse zubereiten. Und für alle Suppenliebhaber lassen sich die gekochten Blätter pürieren und zu einer Suppe verfeinern.
Doch nicht nur die Blätter sondern auch die Blüten sind sehr schmackhaft. Diese lassen sich zu einem herrlich duftenden Gelee kochen. Die gelbe Farbe bringt somit gleich gute Laune auf den Frühstückstisch.
Etwas unbekannter und seltener ist das Löwenzahnbier und der Löwenzahnwein. Und mit der Wurzel des auch Milchbusch genannten Gewächses, wird sehr schnell deutlich, dass es am Löwenzahn nichts gibt, dass nicht essbar oder verzehrbar wäre. Die Wurzel gibt es geröstet, in Pulverform, die als Löwenzahnkaffee Verwendung findet. Der Vorgang ist etwas aufwendiger, kann aber auch fertig im Handel besorgt werden.
Löwenzahn als Gesundbrunnen

Durch seine Bitterstoffe unterstützt die Pflanze Leber und Galle und hilft bei der Entgiftung dieser. Zudem regt er die Nierentätigkeit an und hilft diese zu durchspülen. Somit lässt sich der Löwenzahn prima als Blutreinigungskur einsetzen. Seine Mineralstoffe und Vitamine wirken sich stärkend auf den Organismus aus, so dass man ihn auch als günstiges Kräftigungsmittel zur Regeneration bezeichnen könnte. Neben der zuvor beschriebenen Anwendung als Salat, Gemüse und mehr kann er gerade im gesundheitlichen Bereich als Teezubereitung verwendet werden. Hierzu kann man die Blätter trocknen lassen und zerkleinern.
Expertentipp
Wer Löwenzahn im Garten hat, ist klar im Vorteil. Der Standort ist bekannt und Verunreinigungen können so ausgeschlossen werden. Im Gartenfachmarkt gibt es auch Löwenzahnpflanzen zu kaufen, die sich mit der Zeit im Beet ein bisschen breiter machen. Somit ist immer genügend Nachschub da. Die Blätter des Löwenzahns sollten vor der Blüte geerntet werden, da sie dann noch zart sind und die Nährstoffe höher konzentriert sind.
Löwenzahn ist nicht wirklich ein Unkraut, sondern vielmehr ein guter Freund, der bereit ist, sich gesundheitsfördernd und schmackhaft in der Küche einzubringen.
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