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Kräuterpflanzen

Kann man Rotklee essen?

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Kann man Rotklee essen

Der Wiesenklee (lat. Trifolium pratense), der auch Rotklee genannt wird und zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört, erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 80 Zentimetern. Bienen lieben die nektarreichen Blüten.

Kann man Rotklee essen?

Die jungen Triebe und Blüten im Frühjahr sind durchaus essbar und können für Kräuterquark, Suppen, Salate oder Gemüsegerichte verwendet werden. Im Internet finden sich auch Rezepte für Blätterteiggerichte sowie Getränke mit Rotklee. Die Blütenköpfchen passen sehr gut als Zugabe zu frischen Smoothies.

Rotklee als landwirtschaftliche Nutzpflanze

Rotklee als landwirtschaftliche Nutzpflanze


Rotklee kann in Abhängigkeit von der Jahreszeit und der verfütterten Menge für Tiere giftig sein, gilt gemeinhin aber dennoch als gute und eiweißreiche Futterpflanze. Er wird in Deutschland bereits seit dem 11. Jahrhundert angebaut, die Verbreitung von Kleekulturen fand aber erst ab 1750 statt. Die Pflanze enthält Rhodanid, cyanogene Glykoside und Phytoöstrogene (Isoflavone). Er kann außerdem als Gründünger eingesetzt werden oder in Biogas-Anlagen als Alternative zu Mais dienen. Hierfür wird er als so genanntes Kleegras mit anderen Kleesorten und Gräsern gemischt verwendet.

Natürliche Verbreitungsgebiete

Natürliche Verbreitungsgebiete
Rotklee gedeiht in lichten Wäldern, auf Feldern und in Fettwiesen. In den Zentralalpen findet man ihn in Höhenlagen von bis zu 2600 Metern. Er bevorzugt nährstoffreiche Ton- und Lehmböden, ist ebenso kalk- wie sulfatliebend und wächst von der kollinen bis hin zur alpinen Höhenstufe.

In Mitteleuropa werden drei Unterarten unterschieden:

  • Gewöhnlicher Wiesenklee (Trifolium pratense L. subsp. pratense)
  • Küsten-Wiesenklee (Trifolium pratense subsp. maritimum)
  • Alpen-Wiesenklee (Trifolium pratense subsp. nivale

Wissenswertes

Wissenswertes
Da Rotklee reich an Isoflavonen wie Pratensein, Formononetin und Biochanin A ist, erlangte er den Ruf, dass Zubereitungen aus seinen Blüten gegen die Wechseljahresbeschwerden von Frauen helfen sollen. Im Winter wirkt ein aus Rotklee zubereiteter Tee oder Sirup schleimlösend, hustenlindernd und schmeckt auch noch lecker.

Expertentipp

Der Rotklee kann bis September ausgesät werden, die „Saison“ geht dann von März bis Oktober. Die jungen Triebe können schon nach einer Woche geerntet werden. Blühende Pflanzen im Freiland werden zwischen Mai und September gepflückt, was vor der Samenbildung geschehen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Wie schmeckt Rotklee?

Rotklee ist mild im Geschmack und kann ähnlich wie Brunnenkresse verwendet werden. Die Blütenköpfchen schmecken süßlich.

Wirkt Rotklee harntreibend?

Ja. Dadurch kann er bei Verdauungsbeschwerden, Gicht und zur Blutreinigung genutzt werden.

Hilft Rotklee bei Insektenstichen?

Allerdings. Hierfür zerdrückt man ein Blütenköpfchen und trägt die Masse auf die Stichstelle auf. Die Stelle entzündet sich nicht und der lästige Juckreiz sollte auch verschwinden.

Wie lange können die Samen gelagert werden?

Keimfähige Rotklee-Samen können etwa 12 bis 14 Jahre aufbewahrt werden. Unter optimalen Bedingungen sollen sie sogar über 100 Jahre lagerfähig bleiben.

Besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen?

Rotklee kann normalerweise nur mit anderen Kleesorten verwechselt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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