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Kastanienbäume pflanzen

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Kastanienbäume pflanzen

Die Kastanie ist ein sehr beliebter Baum. Die nicht essbare Rosskastanie tritt in Deutschland am häufigsten auf, sie besticht das Auge durch ihre ausladende Krone. Besonders beliebt sind Kastanienbäume für Alleen, aber auch in Gärten sind sie nicht untypisch. Eine Kastanie zu pflanzen ist gar nicht schwer, das Einzige, was Sie vor dem Pflanzen beachten sollten, ist die Größe. Eine Rosskastanie kann nämlich bis zu 25 Meter in die Höhe wachsen, was natürlich auch ein großes Wurzelwerk erfordert. Dieses kann sogar bis zu 10 Meter breit werden, und dabei 8 Meter in die Erde reichen. Besonders, wenn Sie an einer Straße wohnen, und Gefahr besteht, die Wurzeln könnten den Asphalt aufreißen, oder gepflegte Nachbargärten haben ist es wichtig, dass Sie der Kastanie genug Raum geben, um sich zu entfalten. Sonst kann es sein, dass Sie sich nicht allzu lange an ihr erfreuen können.

Es gibt aber durchaus auch Kastanienarten, die kleiner ausfallen, wie die rotblühende Rosskastanie. Selbst diese kann aber noch eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen.

Ansonsten ist die Kastanie, gerade die Rosskastanie aber überraschend genügsam. Doch dazu später mehr.

Wie Sie eine Kastanie keimen lassen

Wie Sie eine Kastanie keimen lassen


Möchten Sie eine Kastanie aus der braunen Frucht selbst ziehen, können Sie ganz einfach eine gefundene Frucht ohne die grüne Schale, also das Fruchtfleisch, benutzen. Dieses löst sich von selbst, wenn die Frucht reif ist, was auch ein Indikator dafür ist, dass sie bereit zum Keimen ist. Allerdings sollte der Kern noch nicht durchgetrocknet sein, sondern feucht und elastisch. Um Enttäuschungen zu vermeiden können Sie auch mehrere Kastanien keimen lassen, so haben sie erhöhte Chancen auf ein Ergebnis. Allerdings keimt die Kastanie für gewöhnlich ohne große Probleme. Legen Sie sie dafür für ein paar Tage in feuchter Watte (sie sollte die Kastanie fast vollständig bedecken) an einem dunklen Ort. Haben sich dann einige Wurzeln gebildet und die Kastanie zu keimen begonnen, pflanzen Sie sie in einen Topf, und gießen dort regelmäßig weiter. Sie können zwar auch die Frucht selbst direkt im Garten einpflanzen, ohne sie vorher keimen zu lassen, dann kann es allerdings sein, dass der Sprössling den ersten Frost nicht übersteht.

Das Einpflanzen des Bäumchens im Garten

Das Einpflanzen des Bäumchens im Garten
Haben Sie ein Bäumchen gekauft, oder wie beschrieben selbst gezogen, ist es nun Zeit, diesen im Garten einzupflanzen. Dies sollten Sie im Frühjahr, Ende Mai tun, wenn Sie sichergehen können, dass es keinen letzten Frost mehr geben wird, der dem Kastanienbäumchen schaden könnte. Dafür sollten sie die Kastanie entweder 12 Stunden davor ordentlich wässern, oder mit den Wurzeln selbst in einen Topf voller Wasser stellen. Wenn keine Luftbläschen mehr aufsteigen, wissen Sie, dass das Wurzelwerk genug Wasser gezogen hat. Dies stärkt das Wurzelgewebe und erleichtert es dem Bäumchen, anzuwachsen. Wenn Sie dann ein Pflanzloch ausheben, graben Sie dieses ungefähr 3 Mal so breit, wie der Wurzelballen selbst ist, und bedecken Sie den Boden großzügig mit bereits gut gereiftem Kompost. Platzieren Sie Ihr Kastanienbäumchen in dem ausgehobenen Loch und bedecken Sie die Wurzeln wieder mit Erde. Treten Sie die Erde etwas fest und legen Sie einen Gießrand an. Das ist eine Kuhle rund um den Stamm im Boden, in der sich das Wasser stauen kann, sodass die Erde so nass wie möglich ist, und dies über einen längeren Zeitraum auch bleibt. So sorgen Sie dafür, dass kleine Löcher rund um die Wurzeln geschlossen werden.

Längerfristige Pflege

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist die Kastanie genügsam, und so reichen Hornspäne oder Kompost im Frühjahr als Dünger, und ein regelmäßiges Gießen zur Anfangszeit an Pflege aus. Ältere Kastanien können sich über ihr großes Wurzelwerk dann selbst mit Wasser versorgen. Es kann allerdings sinnvoll sein, bei starken Trockenperioden in den ersten Jahren nach dem Einpflanzen trotzdem zu gießen.

Expertentipp

Um junge Bäumchen besser zu schützen, sollten Sie in kalten Wintern die Wurzeln rund um den Baum mit Rasenresten oder Rindenmulch bedecken, um diese vor Frost zu schützen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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