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Unkraut, Moos & Schimmel

Klee im Beet entfernen

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Klee im Beet entfernen

Klee ist das wahrscheinlich häufigste Unkraut im Rasen. Mit seinen nektarreichen Blüten erfreut er zwar Hummeln und Bienen, schadet den umliegenden Wiesen aber langfristig. Hat er erst einmal ausgebreitet, stehlen seine großen Blätter dem lichthungrigen Gras die Lebensgrundlage.

Was sind die Ursachen?

Sobald vermehrt Klee in Ihrer Rasenfläche wächst, ist dies ein Anzeichen für einen ernsthaften Mangel. Ihrem satten Grün fehlt es dann meistens an Stickstoff – dies kann das Gras weniger gut ausgleichen als der Klee. Dieser geht schließlich eine Symbiose mit Bakterien ein, welche den Stickstoff binden. Die Folge: Der Klee sich verbreitet weiter, wodurch die Grashalme verdrängt werden.

Klee im Rasen bekämpfen

Klee im Rasen bekämpfen
Folgende Möglichkeiten gibt es zur effektiven Bekämpfung von Klee im Rasen:

Regelmäßig jäten

Es ist schwierig den Klee dauerhaft loszuwerden, denn dieser ist sowohl ein Samen- als auch ein Wurzelunkraut, das sich schnell und leicht ausbreitet. Wenn Sie den Klee mit manuellen Maßnahmen bekämpfen möchten, so sollte Sie damit bereits im Sommer beginnen, und zwar bevor die Pflanze Samen bildet. Dazu den Boden einfach mit einer Grabegabel behutsam lockern und den Klee aus der Erde ziehen. Dabei ist es wichtig, dass Sie die kleine Pflanze mitsamt der Wurzel erwischen.

Mit dieser Bekämpfungsvariante werden Sie für eine gewisse Zeit Ruhe vor dem Unkraut haben. Es wird allerdings nicht lange dauern, bis der Klee erneut auftaucht. Jäten Sie die Pflänzchen aber regelmäßig, so werden Sie sie auf diese Weise ganz gut in Grenzen halten können.

Folie auf den Boden auslegen

Das manuelle Beseitigen ist nur dann empfehlenswert, wenn eine relativ kleine Rasenfläche mit dem Unkraut bedeckt ist. Bei großen Grasflächen wäre der Aufwand viel zu groß. Bei einem großen Beet müssen Sie sich also über andere Lösungungen Gedanken machen.

Eine effektive Möglichkeit ist das Abdecken der Rasenfläche mit einer lichtdurchlässigen Folie, die Sie etwa vier Wochen über den Rasen spannen müssen. Dadurch bekommt der Klee unausreichend Sauerstoff und geht ein.

Klee im Rasen schwächen

Klee im Rasen schwächen
Das Vertikutieren ist eine gute Maßnahme gegen den Klee. Einerseits entfernt es den Klee zu einem großen Teil, andererseits verbessert es die Bodenbeschaffenheit. Selbst das Wurzelnetzwerk unter der Erde wird teilweise herausgerissen, was das Unkraut nachhaltig schwächt. Wenn Sie den Rasen nach dem Vertikutieren zusätzlich mit Nährstoffen versorgen, regeneriert er sich schneller als der Klee und gewinnt erneut die Überhand.

Wählen Sie zum Vertikutieren von kleinen Kleeflächen am besten einen Handvertikutierer, da Sie mit diesem genauer arbeiten und wirklich nur den Klee entfernen können. Behandeln Sie die Fläche dabei einmal in Längs- und einmal in Querrichtung, bevor Sie die herausgerissenen Pflanzenteile zusammenrechen und entfernen. Beachten Sie dabei, dass Sie größere kahle Flächen im Rasen möglichst schnell wieder nachsäen, damit eine geschlossene Grasfläche entsteht, bevor das Unkraut unter Umständen wieder zu Kräften kommt.

Klee im Rasen vorbeugen

Klee im Rasen vorbeugen
Folgende vorbeugende Maßnahmen gibt es, damit Klee gar nicht erst entsteht.

Unkrautvlies auslegen

Falls Sie ein Beet neu anlegen, sollten Sie an eine entsprechende Vorbeugung vor Klee denken. Legen Sie auf die Rasenfläche ein Unkrautvlies aus. Auf diese Weise erhalten Sie schnell Ruhe vor Klee und weiterem Unkraut

Rindenmulch aufbringen

Das Aufbringen einer Schicht Rindenmulch ist eine gute Alternative. Diese kann den Bewuchs mit Klee ebenfalls eindämmen. Die optimale Lösung ist natürlich eine Kombination aus Rindenmulch und Unkrautvlies – auf diese Weise ersparen Sie sich in Zukunft eine Menge Arbeit.

Den Rasen entsprechend versorgen ist essenziell

Für die Ausbreitung von Klee ist oftmals ein stickstoffarmer Boden schuld. Da das Unkraut durch das Zusammenspiel mit Knöllchenbakterien von selbst Stickstoff produziert, hemmt es ein Stickstoffmangel in der Erde nicht in seinem Wachstum. Gras ist allerdings darauf angewiesen, dass der Nährstoff in genügender Menge im Boden vorhanden ist.

Sollte sich Klee auf Ihrem Rasen großflächig ausbreiten, so haben Sie die Düngung Ihres Rasens in den letzten Jahren höchstwahrscheinlich außer Acht gelassen.

Als durchaus effektiv zum Rasendüngen gegen Klee hat sich Hornmehl bewährt. Der organische Dünger wird aufgrund seiner Feinheit schnell von Mikroorganismen zersetzt und von den Grashalmen aufgenommen. Hornmehl enthält kaum Phosphate und liefert dem Rasen die notwendige Menge an Stickstoff, was dem Klee letztendlich zugutekommt.

Auch beim Thema Wasser ist Klee um einiges genügsamer als Gras. Sorgen daher vor allem in den Sommermonaten und während Trockenperioden für eine ausreichende Bewässerung, damit der Klee von vornherein keine Chance hat.

Expertentipp

Viele Menschen sind der Meinung, dass in hartnäckigen Fällen nur noch chemische Mittel helfen. Sie greifen somit zu Unkrautvernichtungsmitteln, die das Unkraut angeblich vollkommen ausmerzen sollen. Das Resultat ist danach oftmals enttäuschend: Selbst mit einem chemischen Unkrautvernichter ist der Klee nicht für immer und ewig vernichtet. Nach einigen Wochen lässt die Wirkung nach, sodass man das Mittel danach erneut angewandt werden muss. Diese Methode ist somit nicht gerade umweltfreundlich. Legen Sie lieber bereits beim Anlegen Ihres Rasens ein Gartenvlies aus oder verwenden Sie bei einer bereits angelegten Rasenfläche eine Bodenfolie zur Unkrautbekämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Auf welchen Flächen wächst der Klee?

Klee gedeiht besonders auf kalkhaltigen, unterversorgten Böden durch Ausläufer und Samen. Eine Grasfläche, die zu wenig Nährstoffe bekommt, ist somit besonders gefährdet. Häufig mangelt es insbesondere an Stickstoff: Das ist ein Defizit, das der Klee gut verkraften kann, da er eine Symbiose mit Mikroorganismen eingeht, die Stickstoff binden.

Ist der Klee giftig?

Klee ist für Menschen ungefährlich. Tiergiftig ist der Weiß-Klee, Rotklee und der Schwedenklee - diese Sorten können bei Pferden und Schafen zu Fehlgeburten und Fruchtbarkeitsstörungen führen, allerdings nur dann, wenn sie mit dem Pilz Rhizoctonia leguminicola in Verbindung gekommen sind.

Wie vermehrt sich der Klee im Beet?

Da der Klee Ausläufer unter der Erde bildet, vermehrt sich das Unkraut wie von selbst auf vegetative Art und Weise. Ableger können hingegen nur dann gewonnen werden, wenn man einzelne Pflanzen aus dem Beet aussticht.

Hilft Dünger gegen Klee im Rasen?

Gegen den Klee hilft regelmäßiges Düngen, da sich das Unkraut insbesondere auf nährstoffarmen Grasflächen ausbreitet. Der Stickstoffmangel kann mit Hilfe von Hornmehl ausgeglichen werden. Das Mehl bietet dem Klee zudem keine weitere Wachstumsgrundlage, da der Stoff phosphatfrei ist. Ein Kalium-haltiger Dünger eignet sich hingegen im Herbst.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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