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Gewächshaus

Das optimale Klima im Gewächshaus

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Klima im Gewächshaus

Immer mehr Gartenbesitzer wissen die Vorzüge eines Gewächshauses zu schätzen. Denn die Anzucht von Jungpflanzen gelingt um ein Vielfaches besser und die Erträge von Obst und Gemüse sind in der Regel auch höher. Zudem bieten Gewächshäuser einen guten Schutz vor Wind, Regen und starker Sonneneinstrahlung. Wenn man denn weiß, worauf man beim Aufstellen achten muss.

Das optimale Klima ist entscheidend

Damit die Pflanzen in einem Treibhaus ihre ganze Pracht entfalten und hohe Erträge erbringen können, benötigt es im Inneren eine ganz bestimmte Atmosphäre. Dieses Klima setzt sich aus den folgenden Parametern zusammen:

  • Die Temperatur
  • Die Belüftung
  • Die Luftfeuchtigkeit
  • Die Beleuchtung

Die Temperatur

Die Temperatur
Gewächshäuser werden meist sehr zeitig im Jahr in Betrieb genommen. Wenn in der Nacht die Temperaturen jedoch noch um den Gefrierpunkt liegen, kann es auch in einem Gewächshaus leicht frostig werden. Selbst bei einer guten Isolierung. Eine Heizung ist daher unverzichtbar. Idealerweise ist sie gekoppelt an einen Frostwächter. So kann die Heizung automatisch anspringen, wenn es erforderlich wird, ohne dass der Besitzer auf die schwankenden Temperaturen achten muss. Der Richtwert für eine ideale Gewächshaustemperatur liegt bei circa 30 Grad Celsius.

Es gibt unterschiedliche Heizsysteme, die sich für ein Gewächshaus eignen.

Das hauseigene Heizsystem

Das hauseigene Heizsystem
Liegt das Treibhaus nicht weit von dem Wohnhaus entfernt, so kann das Anschließen an die Heizung der Wohnung sinnvoll sein. Dazu wird einfach eine Verlängerung isoliert und unterirdisch bis zum Gewächshaus gelegt und an einem dort installierten Heizkörper montiert. Durch ein Thermostat kann dann die Temperatur geregelt werden. Dieses Heizsystem ist relativ preisgünstig, sobald es installiert wurde. Außerdem spart es Zeit ein, da ein Überwachen nicht nötig ist.

Die Elektroheizung

Natürlich ist es auch möglich, einen elektrisch betriebenen Heizkörper aufzustellen. Dafür wird neben dem entsprechenden Gerät nur noch ein Stromanschluss benötigt. Der Vorteil ist, dass die Anschaffung recht preiswert ist. Zudem kann der Heizkörper auch mobil an anderen Orten verwendet werden. Jedoch entstehen Folgekosten, die die Stromkosten in die Höhe treiben können.

Die Öl- oder Gasheizung

Das Gleiche gilt für einen Öl- oder Gas-Radiator. Von Vorteil ist auch hier, dass bei einem mobilen Gerät das Gewächshaus unabhängig von den Wohnräumen beheizt werden kann. Bei diesen Heizsystemen ist jedoch auf eine gute Ableitung der bei der Verbrennung entstehenden Abgase zu achten. Denn da ein Gewächshaus in der Regel gut isoliert ist, kann es im ungünstigen Fall zu gravierenden Unfällen durch Vergiftungen kommen.

Die Pellet- oder Holzheizung

Eine ebenfalls gute Abgasleitung wird auch bei dem Verbrennen von Pellets oder Holz benötigt. Bei diesen Heizsystemen kann es zudem auch schnell zu einer zu starken Hitzeentwicklung kommen, die somit das Klima im Gewächshaus negativ beeinflussen kann. Jedoch ist diese Art der Heizung optimal, sofern eigenes Holz zur Verfügung steht, da so keine Folgekosten entstehen.

Die Infrarotheizung

Das Heizen mit Infrarot ist eine sehr effektive Möglichkeit, um das Gewächshaus zu beheizen, wenn es denn die Bauweise eines Treibhauses erlaubt. Idealerweise werden die Infrarotstrahler unter das Dach gehängt und decken ein größeres Areal an Beeten ab. Natürlich wird auch bei diesem Heizsystem ein Stromanschluss benötigt. Doch anders als bei einer Elektroheizung ist die Wärmeentwicklung flächendeckend und beginnt nicht punktuell um den Heizkörper herum. Dadurch kann die Wärme in kurzer Zeit gleichmäßig in jeden Winkel gelangen, was die Stromkosten niedrig hält.

Die Solarheizung

Solarwärme ist eine nachhaltige und zukunftsweisende Möglichkeit zum Heizen. Besonders bei Gewächshäusern ist diese Methode sehr rentabel, denn die zu beheizenden Räume sind verhältnismäßig klein und gut isoliert. So kann die Wärme nicht ungehindert entweichen. Zwar sind momentan die Kosten für die Anschaffung und Installation noch recht hoch, jedoch rechnet sich das schnell, da keine Folgekosten entstehen. Mit Wasser gefüllte spezielle Solarschläuche werden dabei im Gewächshaus verlegt. Darin wird die Wärme gespeichert und bei Bedarf wieder an die Umgebung abgegeben.

Die Bodenheizung

Auch bei diesem Heizsystem werden Schläuche verlegt, dieses Mal jedoch dicht unter der Erde. Anstelle der mit Wasser gefüllten Metallröhren können auch, je nach Heizmethode, Heizstäbe verwendet werden, die dann in der Regel ebenfalls mit einer Solaranlage oder einer Elektroheizung verbunden wird.

Die Kompostheizung

Sehr umweltfreundlich und gleich mehrfach nutzbar ist eine sogenannte Kompostheizung, die ebenfalls an kühleren Tagen und Nächten hilfreich sein kann. Denn der Biomeiler, wie dieses System auch genannt wird, erzeugt eine nicht zu verachtende Wärme, wenn die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen wie Regenwürmer ihre Arbeit verrichten. Durch das Öffnen und Schließen des Deckels wird der Wärmeaustausch reguliert.

Natürlich können auch mehrere unterschiedliche Heizsysteme miteinander kombiniert werden, um die optimalen Temperaturen in einem Gewächshaus zu erreichen.

Die Luftfeuchtigkeit

Verfügt das Gewächshaus über eine professionelle Bewässerungsanlage, so kann darüber auch die Luftfeuchtigkeit reguliert werden. Entsprechende Produkte sind im Internet und im Einzelhandel auch schon für geringes Geld erhältlich. Natürlich muss man sich vorab ausreichend informieren, welche Luftfeuchtigkeit die jeweiligen Pflanzen benötigen. Und man muss ein entsprechendes Messgerät besitzen.

Die Belüftung

Viele Pflanzen benötigen ein gesundes Raumklima, um gedeihen zu können. Dazu gehört auch die Qualität der Luft. In den Sommermonaten oder während der Heizperiode kann es schnell zum Aufheizen mit stickiger Luft kommen. Das schadet auch den Pflanzen. Genügend Möglichkeit zum Lüften ist daher notwendig. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass keine Zugluft entsteht. Große Türen an beiden Fronten und Stoßlüften reichen in der Regel aus.

Die Beleuchtung

Neben Wärme, Wasser und guter Luft müssen natürlich auch die Lichtverhältnisse stimmen. Damit die Pflanzen im Sommer nicht verbrennen, sollten sie stets vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt stehen. Idealerweise durch Jalousien, die bei Bedarf geöffnet beziehungsweise geschlossen werden können. Da die Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen jedoch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse anhand des wechselnden Sonnenstandes benötigen, sollten die Jalousien dennoch lichtdurchlässig sein.

Expertentipp

Wer ein Gewächshaus auch auf längere Sicht nutzen möchte, um sich und seine Familie mit gesunden Lebensmitteln aus eigener Produktion zu verwöhnen oder als Hobbygärtner auch exotische Pflanzen sein Eigen nennen möchte, sollte sein Augenmerk bereits in den Aufbau und die Ausstattung des Treibhauses lenken. Denn je gründlicher die Planung erfolgt, desto zufriedener wird später das Ergebnis ausfallen. Je nach Wahl des verwendeten Equipments fallen die Folgekosten unterschiedlich hoch aus. Auch das sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Wer auf nachhaltige und autarke Systeme zurückgreift, schont im Endeffekt nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Und das kommt uns allen zugute.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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