Knoblauch kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst angebaut werden. Erfahrene Gärtner bevorzugen letzteren Zeitpunkt, da man so größere Zehen erhält und in dieser Zeit die meisten Beete leer stehen. Doch wie geht man beim Pflanzen von Knoblauch im Herbst richtig vor? Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.
Der richtige Pflanzzeitpunkt
Wer Knoblauch im Herbst anbauen möchte, sollte einen Pflanzzeitpunkt im September oder Oktober wählen. In wärmeren Regionen Deutschlands ist der Anbau auch im November noch möglich. Warten Sie mit der Aussaat jedoch nicht zu lange. Knoblauch kann zwar nach dem ersten Frost gepflanzt werden, aktuell gefrorener Boden ist jedoch zu hart.
Passendes Saatgut
Als Saatgut kann man im Fachhandel sogenannte Brutzwiebeln kaufen. Aber auch einzelne Knoblauchzehen wachsen zu einer neuen Knolle heran. Haben Sie Knoblauch bereits im Vorjahr angebaut, können Sie einen Teil der Ernte als Saatgut aufheben. Haben Sie Ihren Knoblauch bisher nur aus dem Supermarkt bezogen, können Sie auch diese Zehen nutzen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Knollen aus heimischem Anbau stammen. Importierte Exemplare gehören oft Sorten an, die ein anderes Klima benötigen.
Die Standortauswahl

Knoblauch bevorzugt insbesondere bei der Pflanzung im Herbst einen sonnigen und warmen Standort. Dafür darf sich das Beet ruhig an einer eher windigen Stelle befinden. Auch um einen Schädlingsbefall muss man sich keine großen Sorgen machen. Das typische Knoblaucharoma vertreibt die meisten unerwünschten Gäste.
Der Boden

Das Substrat sollte humos und gut durchlässig sein. Lehmiger Boden ist für Knoblauch ungeeignet. Sie können die Knollen auch in Töpfen auf dem Fensterbrett oder dem Balkon ziehen. Verwenden Sie dazu mit etwas Sand gemischte Blumenerde und achten Sie auf eine gute Drainage.
Vorbereitung und Pflanzung

Legen Sie die als Saatgut vorgesehenen Knoblauchzehen vor dem Einpflanzen für 24 Stunden in Wasser ein. Jäten Sie das vorgesehene Beet, um Unkräuter zu entfernen, die dem Knoblauch wertvolle Nährstoffe entziehen würden. Lockern Sie die Erde auf und arbeiten Sie Kompost oder Hornspäne ein, um sie anzureichern. Knoblauch hat einen hohen Nährstoffbedarf, sollte aber nach Möglichkeit nicht künstlich gedüngt werden, da das seinen Geschmack verfälscht.
Nehmen Sie die zuvor in Wasser eingelegten Knoblauchzehen und drücken Sie diese einzeln mit dem spitzen Ende nach oben circa fünf Zentimeter tief in die Erde. Alternativ können Sie die Zehen nur oberflächlich in den Boden stecken und danach fünf Zentimeter Erde darüber anhäufeln. Halten Sie innerhalb jeder Reihe mindestens zehn Zentimeter Abstand zwischen den Zehen ein. Zwischen den Reihen sollten zwanzig Zentimeter Abstand eingehalten werden. Gießen Sie das Beet im Anschluss gründlich.
Bewässerung
Im Freien reicht üblicherweise der normale Niederschlag zur Versorgung des Knoblauchs aus. Im Kübel sollten Sie ihn gießen, sobald die Erde trocken wird. Übertreiben Sie es nicht, denn Knoblauch verträgt keine Staunässe. Gießen Sie immer direkt in die Erde und vermeiden Sie es, die Blätter der Pflanzen zu benetzen.
Mulchen
Um die Pflanzen im Winter vor Kälte zu schützen, legen Sie als eine etwa zehn Zentimeter dicke Mulchschicht an. Am besten verwenden Sie hierfür Herbstlaub, das Schnittgut aus dem Rasenmäher oder Stroh. Stehen Ihnen keine geeigneten Gartenabfälle zur Verfügung, können Sie ein Schutzvlies aus dem Handel verwenden. Von Rindenmulch ist abzuraten, da er im Verdacht steht der Erde Nährstoffe zu entziehen, die der Knoblauch zur optimalen Entwicklung benötigt.
Die ersten Triebe
Häufig zeigen sich noch vor dem Beginn des Winters kleine Triebe, die bestätigen, dass sich die Knoblauchzehen erfolgreich zu neuen Knollen entwickeln. Manche Gärtner empfehlen die Triebe im nächsten Frühjahr abzuschneiden, um der Zwiebel Kraftaufwand zu ersparen. Wer jedoch ein grünes Beet vorzieht, kann zum Beispiel Erdbeeren, Möhren oder Salat zwischen den Knoblauch pflanzen.
Expertentipp
Lassen Sie auch in Töpfe gepflanzten Knoblauch im Winter im Freien stehen. Die Pflanzen benötigen die Kälte, um auszutreiben. Um sie vor dem Erfrieren zu schützen, stellen Sie die Töpfe auf Holzbretter oder Styroporplatten und umwickeln sie mit isolierendem Material.
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