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Kräuterpflanzen

Liebstöckel pflegen

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Liebstöckel pflegen

Liebstöckel ist ein aromatisches Würzkraut, das in der Küche nicht fehlen darf. Die Gewürzpflanze lässt sich einfach im Kräuterbeet aber auch im Topf kultivieren. Liebstöckel ist pflegeleicht und Sie müssen nur einige Punkte bei der Pflege beachten.

Standort

Standort

Liebstöckel oder Maggikraut, wie es auch genannt wird, kann sich im Garten rasch zu einer dominanten Pflanze entwickeln. Voraussetzung dafür ist, ein passender Standort. Jungpflanzen benötigen in der Regel bis zu fünf Jahre, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben. Das Maggikraut kann durchaus beachtliche Ausmaße von einem Stockdurchmesser bis zu 40 cm annehmen.

Bei der Auswahl von einem Standort gilt die Größe, die das Liebstöckel erreichen kann, zu beachten. Zudem sollte der Standort für die Pflanze sonnig oder maximal halbschattig sein. Der Boden sollte aber dennoch konstant feucht sein. Wird das Liebstöckel in der Kräuterspirale gepflanzt, bevorzugt es Standorte im unteren Bereich Richtung Feuchtzone, wo sich beispielsweise auch der Schnittlauch befindet.

Obwohl der Boden konstant feucht sein sollte, verträgt das Liebstöckel keine Staunässe. Dafür bevorzugt es nährstoffreiche Böden mit einem höheren Kalkanteil.

Gießen

Gießen

Durch seine Vorliebe für feuchte Böden, sollten Sie auf eine konstante Wasserversorgung achten. Dies ist besonders bei anhaltender Trockenheit im Sommer wichtig. Trocknet der Boden um das Maggikraut aus, leidet darunter der Geschmack. Zudem entwickelt sich die Pflanze nicht so schön, wie sie es machen würde, wenn sie ausreichend Wasser zur Verfügung hat.

Die Vorliebe für feuchte Böden kann aber zu einem Problem werden, wenn sich Staunässe bildet. In diesem Fall sollten Sie darauf achten, dass der Boden aufgelockert wird, etwa indem Sie groben Kies einarbeiten. Sand sollten Sie nicht nutzen, der kann im Freiland Verdichtung noch begünstigen.

Zum Gießen können Sie Regenwasser verwenden. Durch den Umstand, dass Liebstöckel Kalk mag, können Sie auch Leitungswasser nehmen. Hier sollten Sie allerdings auf den Gießzeitpunkt achten. Generell sollten Sie nicht während der Mittagszeit oder am Nachmittag gießen. Ideal ist der zeitige Morgen oder der sehr späte Abend.

Düngung

Düngung

Liebstöckel gehört zu den wenigen Kräutern, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Als Starkzehrer sollte er etwas abseits von Kräutern stehen, die nur wenig Düngung benötigen. Bereits bei der Pflanzung vom Liebstöckel sollten sie auf ein nährstoffreiches Substrat achten. Sie können dazu Kompost in den Boden einarbeiten. Kompost eignet sich auch dazu, regelmäßig die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen.

Im Frühjahr arbeiten Sie um die Pflanze ca. 10 Liter Kompost ein. Für die nächsten Monate ist dies ausreichend. Lediglich in sehr regenreichen Jahren sollten Sie zusätzlichen Dünger wie Hornspäne in den Boden einarbeiten, dass bereits zersetzte Nährstoffe ausgeschwemmt werden können. Die Gabe von Flüssigdünger ist nur dann notwendig, wenn Sie keinen Kompost eingearbeitet haben.

Mulchen

Liebstöckel gehört zu den Kräutern, die von einer Mulchschicht profitieren. Die Mulchdecke verhindert, dass der Boden nicht so rasch austrocknet. Selbst, wenn Sie einmal nicht regelmäßig gießen können, weil Sie etwa im Urlaub sind, können Sie mit einer dicken Mulchdecke verhindern, dass der Boden zu schnell austrocknet.

Mulch hat weitere positive Effekte. Er fördert einen lockeren Boden und bei der Verrottung werden dem Boden neue Nährstoffe zugeführt. Außerdem unterdrückt eine Mulchdecke Unkraut, wodurch das Liebstöckel keine Konkurrenz bekommt.

Zum Mulchen für das Liebstöckel können Sie frischen Grünschnitt verwenden. Dieser wird rund um die Pflanze in eine Dicke von ca. 15-20 cm verteilt. Der frische Grünschnitt bildet, sobald er zusammenfällt eine geschlossene Decke, die vor dem Austrocknen schützt. Beim Mulchen können Sie durchaus großflächig arbeiten, denn auch andere Pflanzen profitieren davon.

Rückschnitt

Nur die jungen zarten Blätter sind besonders aromatisch. Daher sollten Sie die Pflanze bzw. Teile der Pflanze regelmäßig zurückschneiden. Bei großen Pflanzen spricht nichts dagegen, dass Sie einen Teil blühen lassen, sofern ihr ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Andernfalls kann die Blüte die Pflanze stark beanspruchen.

Das Maggikraut kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen und benötigt daher einen regelmäßigen Rückschnitt, damit immer frisches Grün vorhanden ist. Zum Schneiden können Sie ein Messer oder eine Gartenschere verwenden. Achten Sie darauf, dass Messer bzw. Schere immer eine scharfe Klinge haben. Andernfalls wird die Pflanze beim Schnitt stark gequetscht, wodurch sie gezwungen ist, Teile absterben zu lassen.

Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert einen verzweigten Wuchs. Irgendwann sind jedoch die Pflanzen so dicht, dass sie sich gegenseitig behindern. Beim Rückschnitt können Sie auch Nebentriebe entfernen und in der Küche verwenden.

Überwinterung

Das Liebstöckel ist winterhart, profitiert jedoch von etwas Schutz. Im Herbst sollten Sie die gesamte Pflanze etwa 10 cm über den Boden abschneiden. Verteilen Sie um die Pflanze herum noch einmal eine dicke Mulchschicht. Bedecken Sie jedoch die Pflanze nicht mit dem Gras, denn dies kann Fäulnis beim Liebstöckel begünstigen. Die Pflanzen selbst müssen Sie nicht abdecken.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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