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Magnolie pflanzen

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Magnolie pflanzen

Magnolien erfreuen ihre Besitzer im Frühjahr mit einer imposanten Blütenpracht. Ist das Ziergehölz einmal gepflanzt, kann es einige Jahrzehnte alt werden und – je nach Art – eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Pflanzen beachten müssen, damit die Magnolie in Ihrem Garten in voller Pracht gedeiht.

Die Wahl der Magnolie

Die Wahl der Magnolie

Der Handel hält zahlreiche Magnoliensorten bereit. Welche die richtige Wahl für Ihren Garten ist, hängt in erster Linie von Ihren optischen Wünschen ab. Die einzelnen Pflanzen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Blütenform.

Neben der Optik ist auch das Platzangebot entscheidend. Bietet Ihr Garten ausreichend Platz für einen Magnolienbaum oder kommt eher ein Strauch in Betracht? Aus nahezu jedem Magnolienstrauch lässt sich ein Baum heranziehen.

Tulpenmagnolien gehören zu den bekanntesten Sorten. Der Baum weist rosa-violette Blüten auf und kann eine stattliche Größe von acht bis zehn Metern erreichen. Sternmagnolien sind mit einer Höhe von zwei bis drei Metern für kleinere Gärten geeignet.

Was Anforderungen an Standort, Boden und Pflege betrifft, liegen die einzelnen Arten dicht beieinander.

Der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen

Der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen
Sie können Magnolien im Herbst (bis spätestens Oktober) und im Frühjahr (bis spätestens April) pflanzen. Falls möglich, sollten Sie das Frühjahr bevorzugen. Magnolien sind Flachwurzler und bilden in den obersten Erdschichten ein intensives Wurzelgeflecht aus – eine Pflanzung vor dem Winter birgt die Gefahr, dass die Magnolie Frostschäden erleidet. Ältere Pflanzen kommen mit niedrigen Temperaturen besser zurecht.

Der richtige Standort

Der richtige Standort
Die meisten Magnolienarten bevorzugen sonnige und windgeschützte Standorte. Pralle Sonne vertragen die Pflanzen jedoch nur, solange der Boden ausreichend feucht ist.

Magnolien wachsen auch im Halbschatten, reagieren aber auf geringe Sonnenstunden mit einer reduzierten Knospenbildung. Eine Ausnahme bildet die Magnolia sieboldii – sie bevorzugt absonnige bis halbschattige Standorte. An sonnigen Plätzen besteht das Risiko, dass die Pflanze früh blüht und die Blüten während des Spätfrosts erfrieren. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf, welche Standortbedingungen individuell gegeben sein müssen.

Darüber hinaus ist wichtig, dass Sie genügend Standfläche einkalkulieren, damit die Magnolie sich prächtig entwickeln kann. Die Pflanzen wachsen langsam, können aber – wie bereits erwähnt – mit den Jahren eine beachtliche Größe erreichen.

Großwachsende Magnolien wie Tulpen-Magnolien sollten Sie als Solitär pflanzen und genügend Platz in der Umgebung einplanen – eine Fläche von vier bis acht Metern im Durchmesser ist optimal. Für Gehölzgruppen eignen sich Sternmagnolien – den Pflanzen reichen zwei Meter zum Nachbarn aus.

Pflanzsubstrat

Beim Substrat zeigen sich die Pflanzen anspruchsvoll. Magnolien bevorzugen eine humose und frische Erde, die reich an Nährstoffen ist. Der pH-Wert sollte leicht sauer sein und in einem Bereich zwischen 5,5 und 6,8 liegen, damit die Pflanze die Nährstoffe leichter aufnehmen kann. Bis auf wenige Ausnahmen vertragen Magnolien kein kalkhaltiges Substrat. In alkalischen Böden können sich Mangelerscheinungen bemerkbar machen.

Ein im Garten vorkommender Boden erfüllt die speziellen Anforderungen der Magnolie meist nicht. Zu sandige und zu lehmige Böden sind nicht geeignet und müssen entsprechend aufbereitet werden.

Mischen Sie die Gartenerde wie folgt an:

  • bis zu einem Drittel Humus beimengen
  • Rhododendronerde unterheben

Wichtig ist, dass das Substrat konstant feucht gehalten wird. Wie eingangs erwähnt, gehören Magnolien zu den Flachwurzlern. Ihr Wurzelwerk kann keine Feuchtigkeit aus tieferen Erdschichten ziehen. Trockenheit ist – ebenso wie Staunässe – zu vermeiden.

Hinweis: Falls Sie die Magnolie im Kübel pflanzen, kultivieren Sie sie in Rhododendronerde und achten Sie darauf, dass der Kübel eine ausreichende Größe aufweist.

Magnolien pflanzen – Anleitung

Sobald Standort und Substrat ausgewählt sind, geht es an das Einpflanzen. Mit der folgenden Anleitung lassen sich die Arbeiten schnell und zielgerichtet ausführen.

Vorbereitung

Sie können die Magnolie als Ballengewächs oder Containerpflanze erwerben. Bei einem Ballengewächs wurde der Strauch mit Wurzelballen und umgebender Erde am Aufzuchtsort entnommen. Die Pflanzen garantieren ein üppiges Weiterwachsen. Containerpflanzen sind in einem Pflanztopf herangewachsen und haben bereits ausreichend Feinwurzeln gebildet – sie können zu jeder Jahreszeit – solange der Boden nicht gefroren ist – eingepflanzt werden.

Schütteln Sie die lose Erde vom Wurzelballen ab und lockern Sie die Wurzeln vorsichtig auf. Wichtig: Entfernen Sie die Erde nicht mechanisch vom Wurzelballen. Es besteht die Gefahr, dass Sie die Wurzeln verletzen und der Magnolien somit das Anwachsen erschweren.

Pflanzloch ausheben

Sobald die Pflanze vorbereitet ist, heben Sie ein passendes Pflanzloch aus. Durchmesser und Tiefe richten sich nach Größe der Pflanze und des Wurzelballens. Das Pflanzloch sollte doppelt so hoch und doppelt so breit wie der Wurzelballen bzw. der Container sein.

Lagern Sie den ersten Spatenstich (humusreiche Bodenschicht) separat und vermischen Sie den Aushub mit einem großen Sack Rhododendronerde. Geben Sie ein Drittel der Mischung in die Pflanzgrube.

Hinweis: Falls Ihr Gartenboden hart und schwer ist, müssen Sie ihn unter der Pflanzgrube zusätzlich auflockern, um Wasserstauungen zu vermeiden. Neigt der Boden zur Verdichtung, geben Sie eine dünne Drainageschicht aus Kies in das Pflanzloch.

Magnolien pflanzen

Setzen Sie die Pflanze mittig in die vorbereitete Grube. Wichtig ist, dass die Magnolie nicht zu tief sitzt. Beachten Sie die Erdmarke am Stamm – die Tiefe sollte dem ursprünglichen Bodenniveau entsprechen.

Füllen Sie das Pflanzloch mit der restlichen Aushub-Mischung auf. Führen Sie das Anfüllen schrittweise durch und drücken Sie die Erde kontinuierlich fest.

Formen Sie rund um die Pflanze eine Rinne – sie dient während der Anwachsphase als Gießrand und verhindert, dass das Wasser ungenutzt abfließt.

Hinweis: Größere Gewächse sollten einen Stützpfahl bekommen. Setzen Sie diesen schräg durch die Magnolie. Achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen und binden Sie die Pflanze mit Kokosstrick am Stützpfahl fest.

Nacharbeiten

Im ersten Jahr wird die Magnolie nicht gedüngt – nach einem Jahr können Sie die Pflanze mit einem Rhododendron-Dünger versorgen.

Wichtig ist, die Pflanzen nach dem Einsetzen sorgfältig zu gießen. Achten Sie auch in den darauffolgenden Tagen auf eine regelmäßige Bewässerung – die Bodenfeuchte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wurzelbildung.

Expertentipp

Decken Sie den Wurzelbereich der Magnolie nach dem Einpflanzen mit Rindenmulch ab, um die Feuchtigkeit lange im Boden zu speichern. Die Mulchschicht reduziert die Verdunstung und unterstützt den Feuchte- und Temperaturhaushalt des Bodens.

Häufig gestellte Fragen

Wann blüht die Magnolie?

Die Blütezeiten sind bei den verschiedenen Arten unterschiedlich. Die Stern-Magnolie beginnt beispielsweise im März zu blühen, die Sommermagnolie bildet ihre Blüten erst im Juni aus.

Wieso blüht meine Magnolie so wenig?

Frisch eingesetzte Magnolien blühen zunächst spärlich. Die Pflanzen bilden ihre Blüten meist ab dem dritten bis fünften Standjahr aus. Falsche Standortbedingungen können ebenfalls die Ursache für eine geringe Blütenbildung sein.

Welche Magnolie eignet sich für einen kleinen Garten?

Für kleine Gärten sind Stern-Magnolien, Purpur-Magnolien und die Magnolien-Hybriden "Genie" und "Sun Spire" geeignet.

Was kann man unter Magnolien pflanzen?

Stern-Magnolien und Tulpen-Magnolien harmonieren mit bodendeckenden Unterpflanzungen. Niedrige Begleiter wie Bärlauch, Schneeglöckchen, Efeu, Funkien und Storchschnabel sind möglich.

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Bildquellen:

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