Malven sind mit ihrer bunten Blütenvielfalt und ihre langen Blütezeit eine Zierde in jedem Garten. Zu diesen Dauernblühern gehören zahlreiche einjährige und mehrjährige Sorten. Kleine Sorten sind ideal zur Bepflanzung von Balkonkästen und Töpfen. Die Riesen unter den Malven können beachtliche Höhen bis zu 3 m erreichen und bilden eine blütenreiche Hintergrundbepflanzung in Beeten und Rabatten.
Der richtige Standort
Malven gedeihen am besten in einem nährstoffreichen, humosen und leicht kalkhaltigen Boden. Die meisten Arten vertragen aber auch feuchte und lehmhaltige Böden und mitunter sogar einen sandigen und trockenen Boden. An einem sandigen und trockenen Standort muss die Malve allerdings vor allem in Trockenzeiten häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich schlecht vertragen wird ein torfhaltiger Boden. Staunässe bekommt indes allen Arten nicht.
Bevorzugt wird ein sonniger Standort. Doch auch im lichten Schatten fühlen sich Malven wohl. Sie können daher problemlos in jeden Gartenbereich gepflanzt werden. Die kleinen, bis zu 60 cm hoch werdenden Arten eignen sich hervorragend als Balkon- oder Kübelpflanzen, als Beeteinfassung oder als Steingartenbepflanzung. Die großen Malvensorten sollten an einen möglichst windgeschützten Platz gepflanzt und vorsorglich mit einem Stützstab vor dem Abbrechen geschützt werden.
Malven als Jungpflanzen pflanzen

Während der gesamten Pflanzsaison gibt es viele Malvensorten im Fachhandel als Jungpflanzen zu kaufen. Die Pflanzen können ab Mitte Mai bis in den August oder September hinein gepflanzt werden. Am besten gedeihen die jungen Pflanzen, wenn sie in lockere und mit etwas Kompost versetzte Erde gesetzt werden.
Mehrjährige Sorten aussäen

Zwei- und mehrjährige Sorten können ab Ende April direkt im Beet ausgesät werden. Bis die Samen keimen sollte der Pflanzbereich ständig feucht gehalten werden. Die jungen Pflanzen bilden im ersten Jahr nur grüne Blätter und blühen erst im Folgejahr.
Den Winter überstehen die Jungpflanzen als kleine Rosetten. In raueren Lagen empfiehlt sich bei mehrjährigen Sorten im ersten Winter ein Winterschutz.
Sollen die ausgesäten Malven bereits im ersten Jahr blühen, kann die Aussaat ab Februar im Haus erfolgen. Die jungen Pflanzen werden bis Mitte Mai im Haus vorgezogen und können nach den Eisheiligen im Garten ausgepflanzt werden. Die Keimlinge benötigen einen warmen und geschützten Platz und können pikiert werden, wenn sie eine Höhe von ungefähr 10 cm erreicht haben.
Malven gießen und düngen

Malven sind recht anspruchslos in Bezug auf ihren Feuchtigkeits- und Nährstoffbedarf. Beim Gießen sollte lediglich darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht, oder die Wurzeln austrocknen.
Auch bei der Nährstoffzufuhr stellen Malven keine besonderen Ansprüche. Kompost oder Flüssigdünger eignen sich bestens zur Düngung. Kleinwüchsige Malven-Sorten benötigen nur ab und an eine Gabe Dünger, während die großen Sorten etwas häufiger gedüngt werden sollten.
Malven schneiden
Einjährige Sorten müssen nicht geschnitten werden. Malven säen sich im nächsten Frühjahr von alleine wieder aus, wenn die Samen nach der Blüte ihre Reife erreichen. Nur wenn die Selbstaussaat verhindert werden soll, sollten die verwelkten Blüten vor der Samenreife abgeschnitten werden.
Mehrjährige, strauchartig wachsende Malven-Sorten können bei Bedarf einen Formschnitt erhalten. Nur die verholzenden Sorten vertragen einen radikalen Rückschnitt. Geschnitten wird im Herbst. Als Faustregel gilt: Malven mit weichen Stängeln sollten nur vorsichtig beschnitten werden.
Expertentipp
Bei sehr milder Witterung blühen Malven mitunter sehr früh im Jahr. Dann können die Pflanzen durch einen Remontierschnitt häufig zu einer erneuten Blüte im Herbst angeregt werden. Dazu werden die Malven nach der Blüte bis etwa handbreit über dem Boden zurückgeschnitten.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare