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Stauden & Ziergräser

Glockenblume als Staude pflegen

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Glockenblume als Staude pflegen

Die Erziehung einer Glockenblume in Form einer Staude bietet den Vorteil einer mehrjährigen Bepflanzung, sodass sowohl die Arbeit als auch die Kosten für die Anschaffung neuer Blumen entfällt. Die überwiegend in blau oder violett strahlenden Blüten sind auch über mehrere Jahre ein echter Hingucker im Garten oder dem Kübel.

Die Pflege der Staude ist jedoch mit der Pflanzung nicht abgeschlossen, weshalb im nachfolgenden die wichtigsten Hinweise zur langjährigen Erhaltung des Gewächses aufgeführt sind.

Standort

Die Glockenblume bevorzugt einen halbschattigen Standort, der insbesondere vor der prallen Mittagssonne geschützt ist. Das verwendete Bodensubstrat sollte eine lockere und humose Struktur und eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Zu stark verdichtete Böden können mithilfe von Sand oder Kies kostengünstig aufgelockert werden. Gegenüber Kalk zeigt sich die Staude sehr tolerant, weshalb auch basische Böden kein Hindernis darstellen.

Bewässerung

Bewässerung


Die Glockenblume präferiert eine durchgängig leicht feuchte Erde, wobei Staunässe zwingend zu vermeiden ist. Mittels einer Fingerprobe des Substrats in einer Tiefe von mehreren Zentimetern lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt schnell und einfach feststellen. Sollte das Substrat eine trockene Konsistenz aufweisen, ist eine Bewässerung erforderlich. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, ausschließlich den Wurzelbereich zu gießen. Die Befeuchtung der Blüten führt zu unschönen Verfärbungen und Veränderungen dieser. Aufgrund der hohen Kalktoleranz eignet sich zur Bewässerung neben Regenwasser auch kalkhaltiges Leitungswasser.

Düngung

Düngung
Zur Ausbildung ihrer prächtigen Blüten benötigt die Glockenblume hohe Nährstoffmengen. In der Praxis hat es sich daher bewährt, in einem zweiwöchentlichen Rhythmus von April bis in den August hinein einen organischen Dünger wie Kompost oder Hornspäne hinzuzugeben. Die ergänzende Gabe von Brennnesselsud schützt zudem vor einem Schädlingsbefall.

Schnitt

Unterjährig sind Schnittmaßnahmen an der Glockenblume üblicherweise nicht erforderlich, wobei die Pflanze regelmäßig von verblühten Trieben und Blüten befreit werden sollte. Neben dem andauernden Entzug von Nährstoffen und Feuchtigkeit locken die abgestorbenen Pflanzenteile Schädlinge und Krankheitserreger an. Darüber hinaus sorgt das gleichmäßige Ausputzen der Staude für eine prächtige Nachblüte im Herbst.

Um im Frühjahr ein erneutes Austreiben der Glockenblume zu unterstützen, sollte im Herbst, aber spätestens im Frühjahr ein radikaler Rückschnitt bis auf etwa fünf Zentimeter oberhalb des Bodens erfolgen.

Überwinterung

Um den Wurzelbereich vor dem Erfrieren zu schützen, sollten zusätzliche Maßnahmen wie das Ausbringen von Laub, Stroh oder Reisig ergriffen werden. Diese halten den Großteil der Kälte und Feuchtigkeit ab, sorgen aber dennoch für eine ausreichende Belüftung der unterliegenden Erdschichten. In Kübeln kultivierte Exemplare benötigen darüber hinaus einen separaten Schutz des Pflanzgefäßes mit Jute, Holz oder Styropor.

Vermehrung

In der Praxis hat sich die Vermehrung der Glockenblume mittels Samen bewährt. Grundsätzlich ist zwar auch eine Mehrung über die Teilung oder über Stecklinge möglich, gleichzeitig sind die Methoden aber deutlich weniger erfolgversprechend.

Die Aussaat der Samen erfolgt bereits im Februar in einer Anzuchtschale, die mit einem lockeren Erd-Sand-Gemisch befüllt wird. Daran anschließend wird die Saat großzügig auf dem Substrat verteilt und leicht angedrückt. Von einer Bedeckung der Samen mit einer Erdschicht ist abzuraten, da es sich um Lichtkeimer handelt, die eine anhaltende Beleuchtung für die Keimung benötigen.

Für die etwa 21 Tage andauernde Keimung wird zudem eine Temperatur von mindestens 20 Grad Celsius sowie eine gleichbleibende Befeuchtung benötigt. Ab einer Wuchshöhe von etwa fünf Zentimetern können die Jungpflanzen dann in einzelne Töpfe pikiert werden.

Expertentipp

Für eine vollumfängliche Winterhärte empfiehlt sich die Pflanzung einer Karpaten-Glockenblume, einer Knäuel-Glockenblume oder einer pfirsichblättrigen Glockenblume, die Temperaturen von bis zu – 35 Grad Celsius problemlos überstehen.

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© pixabay.com/Dieter444

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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