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Stauden & Ziergräser

Die Glockenblume im Steckbrief

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Die Glockenblume im Steckbrief

Zu den Glockenblumen (botanische Bezeichnung: Campanula) zählt eine beeindruckende Vielfalt von annähernd 500 Sorten. Sie sind über die gesamte nördliche Halbkugel verbreitet, allerdings verschwinden einige Sorten zunehmend aus Mitteleuropa durch den voranschreitenden Wegfall ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Name: Glockenblume (lat. Campanula)
  • Familie: Glockenblumengewächse, ca. 500 Sorten
  • Blütezeit: sortenabhängig (typ. Juni – Ende September)
  • Blütenfarbe: lila, blau, rosa, rot, weiß
  • Wuchsform: überwiegend krautig
  • Wuchshöhe: sortenspezifisch vom Bodendecker bis 100 cm
  • Standort: schattig – sonnig, nährstoffarme Böden, Wiesen, Waldränder
  • Lebenszyklus: ein- bis mehrjährig
  • Vermehrung: Aussaat, Wurzelausläufer, Teilung </li >

Vorkommen

Vorkommen


Glockenblumen bevorzugen einen nährstoffarmen Boden, der nicht zu feucht und nicht zu schwer sein darf. Da Brachflächen und ungedüngte Wiesen in Mitteleuropa selten geworden sind, verschwinden einige Arten der Glockenblume allmählich. Dabei ist die Glockenblume eigentlich äußerst robust. Die einheimischen Sorten sind überdies winterhart und haben sie erst an einem Standort Wurzeln geschlagen, breiten sich diese unterirdisch oft rasch in alle Richtungen weiter aus.

Wuchs

Wuchs
Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich teils erheblich in ihrer Wuchsform. Während die einen bodennah wachsen, schießen andere Glockenblumen auf dünnen Stängeln in die Höhe. Während die Blätter ebenfalls recht unterschiedlich geformt sein können, ist allen Glockenblumen die namensgebende Blütenform eigen. Dabei zeigen sich die kelchartigen Blüten zumeist herabhängend in Farben von blau und lila über rosa bis rot und sogar weiß. Auch gefüllte Zuchtsorten sind im Handel erhältlich.

Vermehrung

Vermehrung
Die Vermehrung findet auf mehreren Wegen statt. So breiteten sich die Wurzeln der Glockenblume in geeigneter Erde von alleine weiter aus, während oberirdisch nach der Blüte eine große Anzahl an Samen heranreift. Auch eine Teilung von gesunden, größeren Pflanzen ist möglich.

Krankheiten

Glockenblumen sind widerstandsfähig und an einem geeigneten Standort erfreulich unempfindlich gegen die typischen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Kommt es doch zu einem Befall ist eine Schwächung der Pflanze durch veränderte Umweltbedingungen oder bei Kulturformen von einem ungeeigneten Standort mit ggf. falscher Pflege auszugehen.

Verwendung

Einige Sorten der Glockenblume wie die Wiesen-Glockenblume (botanisch Campanula patula) sind essbar. Da bei der Sammlung im Wald oder auf Wiesen aber eine hohe Verwechslungsgefahr mit Sorten besteht, die für den Menschen ungenießbar und potenziell gesundheitsschädlich sind, muss eine Bestimmung der Sorte korrekt erfolgen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber im Fachhandel eine geeignete Sorte zum eigenen Anbau erwerben.

Kultivierung

Glockenblumen können sowohl im Freiland als auch in Töpfen kultiviert werden. Verschiedene Sorten bieten für jeden Anspruch eine geeignete Lösung. Auf einen ausreichenden Pflanzabstand ist allerdings in jedem Fall zu achten. Als Zimmerpflanze eignen sich nur spezielle Sorten wie die Mauerglockenblume.

Pflege

Glockenblumen im Garten sollten nicht gedüngt werden. Allerdings empfiehlt es sich zum Erhalt ihrer Blütenpracht in Hitzeperioden regelmäßig zu gießen. Verblühte Blüten sollten entfernt werden, um eine Neubildung von Blüten stetig zu fördern. Auf diese Weise wird ebenfalls eine unkontrollierte Selbstaussaat durch Samen verhindert.

Expertentipp

Glockenblumen ziehen Bienen und Hummeln wie magisch an. Wer seinem Garten etwas Gutes tun will, sollte also wenigstens einen Fleck für die anmutigen Blumen reservieren. Durch eine größere Vielfalt an Insekten werden Blüten bestäubt und das kleine Ökosystem innerhalb des Gartenzauns gesund erhalten.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Maksims Grigorjevs

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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