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Stauden & Ziergräser

Wächst Physalis am Baum?

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Wächst Physalis am Baum

Die vitaminreichen Physalis Früchte findet man hierzulande meistens nur im Supermarkt. Mit ihrer braunen Hülle wirken sie auf den ersten Blick sehr exotisch. Doch sie sind gesund und schmecken sehr gut. Da kann durchaus der Wunsch aufkommen, die Kerne einzupflanzen und eigene Früchte zu ernten. Doch was wächst daraus eigentlich und was benötigt eine Physalis Pflanze? Braucht man Platz für einen ganzen Baum im Haus?

Von welcher Pflanze kommen Physalis?

Der Name Physalis ist eigentlich der einer ganzen Pflanzengattung. Wer sich genauer ausdrücken möchte, sollte daher von Physalis peruviana, der Andenkirsche oder auch der Kapstachelbeere sprechen. Dabei handelt es sich um eine rasch wachsende Staude, die etwa einen bis zwei Meter hoch werden kann. Sie hat weiche, behaarte Stängel und herzförmige Blätter. Ihre Blüten sind gelb mit schwarzen Flecken und sie bildet die bekannten ungewöhnlich umhüllten Früchte aus. Im Grunde ist die Physalis peruviana eine mehrjährige Pflanze. In Deutschland wird sie aber häufig einjährig angebaut.

Physalis peruviana in Deutschland ziehen

Physalis peruviana in Deutschland ziehen


Die Andenkirsche kann hierzulande sogar im Garten gehalten werden. Sie hat es aber gerne warm und überlebt im Freien normalerweise den Winter nicht. Wer in einer eher kühlen Region lebt, mit frühem Frost rechnen muss oder die Staude mehrjährig halten möchte, sollte sie daher lieber im Kübel ziehen. Achtung: Ernten sie die Früchte erst, wenn sie ganz reif sind! Im unreifen Zustand sind sie giftig.

Der richtige Standort und Boden

Der richtige Standort und Boden
Die Physalis peruviana braucht vor allem viel Licht und Wärme. Die Temperatur sollte niemals unter 10 °C fallen. Wählen Sie also einen vollsonnigen Standort. Leider verträgt die Kapstachelbeere Wind und Regen schlecht, was einen an allen Seiten offenen Platz meist ungeeignet macht. Im Notfall hilft hier ein durchsichtiger Windschutz aus Glas oder Plastikfolie. Der Boden sollte humusreich und lehmig sein, aber dennoch gute Drainage bieten, da die Pflanze keine Staunässe verträgt. Sein pH-Wert sollte neutral bis sauer sein.

Die Andenkirsche pflanzen

Die Andenkirsche pflanzen
Die Samen der Physalis peruviana können bereits in Januar oder Februar in Innenräumen vorgezogen werden. Die Auspflanzung in den Garten darf aber frühestens nach dem letzten Frost erfolgen. Bei Pflanzung mehrerer Stauden sollte ein Pflanzabstand von mindestens 80 cm eingehalten werden. Es empfiehlt sich die Pflanzen hochzubinden, um Brüche zu vermeiden.

Die richtige Pflege

Da die Staude viel Wasser benötigt, aber vor Regen geschützt werden muss, muss sie häufig und stark gegossen werden. Achten Sie darauf, dass ihr Substrat nie austrocknet, sich aber auch keine Staunässe bildet. Auf Düngung können Sie in den meisten Fällen verzichten. Scheint die Pflanze einmal doch zu wenige Nährstoffe zu bekommen, reicht eine kleine Menge Kompost bereits aus. Auch ein Beschnitt ist normalerweise nur bei mehrjähriger Haltung notwendig. Dann schneiden Sie die Pflanze nach der Ernte auf ein Drittel ihrer Höhe zurück. Das Winterquartier sollte ihr viel Licht und Temperaturen zwischen 10 und 15 °C bieten. Achten Sie darauf, dass sie auch im Winter niemals austrocknet, und gewöhnen Sie sie vor der Rückkehr ins Freie im Frühjahr langsam an höhere Temperaturen und mehr Sonnenlicht.

Expertentipp

Die Physalis peruviana gedeiht auch im Glashaus gut und ist dort am besten vor Wind und Wetter geschützt. Allerdings tendiert sie dazu bei dieser Haltungsform weniger Früchte auszubilden, weshalb sich die Pflanzung von mehr Stauden empfiehlt. Da das mehr Platz erfordert und die Früchte weniger reich im Geschmack werden, ist es jedoch meist besser, die Pflanzen im Sommer ins Freie zu stellen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/sajoiner

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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