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Mammutbäume – wo fühlen sie sich am wohlsten?

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Mammutbäume - wo fühlen sie sich am wohlsten

Mammutbäume (Sequoioideae) sind eine Unterfamilie der Zypressengewächse (Cupressaceae), die lediglich 3 Gattungen umfasst. Die prächtigen Nadelbäume stammen ursprünglich aus Nordamerika und Asien. In Deutschland sind sie vor allem als ungewöhnliche Parkbepflanzungen anzutreffen. Sie eignen sich jedoch auch für die Kultur in großen Gärten. In diesem Beitrag erfahren Sie, an welchen Standorten Mammutbäume am besten gedeihen.

Arten

Botaniker unterscheiden drei verschiedene Gattungen, die ihre größte Artenvielfalt in der Kreidezeit verzeichneten. Heutzutage gibt es von jeder Gattung lediglich einen Vertreter:

  • Riesenmammutbäume (Sequoiadendron giganteum),
  • Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens)
  • Urweltmammutbäume (Metasequoia glyptostroboides)

Für die Pflanzung in Mitteleuropa und Deutschland eignen sich Riesen- und Urweltmammutbäume. Küstenmammutbäume sind zu frostempfindlich, um die kalte Jahreszeit im Freien zu überstehen und werden zu groß für die Überwinterung in Innenräumen.

Platzbedarf

Platzbedarf


Mammutbäume sind Flachwurzler und benötigen viel Platz, um sich auszubreiten. Für Riesenmammutbäume ist ein Pflanzabstand von 15 bis 20 Metern zu Mauern, Gebäuden und anderen Bäumen einzuhalten. Eine Unterpflanzung mit Sträuchern oder kleinwüchsigen Gewächsen ist möglich und gilt als günstig, da sie den Boden festigt und den Bäumen Halt verleiht. Bei kleinen Urweltmammutbäumen beträgt der Pflanzabstand bescheidene 5 Meter.

Wuchshöhe

Wuchshöhe
Neben der Breite ist bei der Standortwahl die Wuchshöhe der Bäume zu berücksichtigen. Urweltmammutbäume können Höhen von 30 bis 35 Metern erreichen. Riesenmammutbäume schaffen es in ihrer Heimat auf 95 Meter. In unseren Breiten bleiben sie kleiner. Stromleitungen oder andere Hindernisse sollten sich dennoch nicht in ihrer Nähe befinden.

Lichtbedarf

Lichtbedarf
Beide Arten bevorzugen helle Standorte, gedeihen jedoch auch im Halbschatten. Insbesondere in Regionen mit sehr heißen, trockenen Sommern sind Bereiche mit einer geringeren Sonneneinstrahlung besser geeignet. Sehr sonnige Standorte können durch zusätzliche Wassergaben während heißer Perioden verbessert werden. Eine starke Beschattung führt zu einem deutlich schlechteren Wachstum. Junge Bäume können bei Lichtmangel eingehen.

Feuchtigkeit

Für ein starkes Wachstum ist viel Wasser erforderlich. Mammutbäume bevorzugen humides Klima und eine reichliche Wasserversorgung. Der Boden sollte nicht vollständig austrocknen. Riesenmammutbäume reagieren sehr empfindlich auf Staunässe und auf Trockenheit. Etwas erhöhte Standorte in der Nähe von Gewässern sind günstig. Urweltmammutbäume sollten ebenfalls keiner Staunässe ausgesetzt werden, kommen mit gelegentlichen Überflutungen und mit Trockenheit jedoch besser zurecht.

Substrat

Feuchte, nährstoffreiche Böden sind ideal für Mammutbäume. Für Riesenmammutbäumen sollte der Untergrund tiefgründig sein, um ihnen ausreichend Halt zu bieten. Eine gute Wasserdurchlässigkeit ist ebenfalls wichtig. Schwere Lehmböden sollte man vor der Pflanzung durch das Untermischen von Sand oder Kies auflockern.

Ein schwacher Kalkgehalt wird vertragen. Riesenmammutbäume bevorzugen dennoch kalkfreie Substrate. Urweltmammutbäume gedeihen sowohl in sauren als auch in alkalischen Böden und bevorzugen nährstoffreiche, lehmige Untergründe. Werden sie in trockene Sandböden gepflanzt, vermindert sich das Wachstum.

Temperaturverträglichkeit

Ist eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet, bevorzugen Mammutbäume heiße, trockene Sommer. Schneereiche Winter machen ihnen nichts aus. Riesenmammutbäume sollten in den ersten Standjahren keinen Temperaturen unter -20°C ausgesetzt sein. In Regionen mit sehr kalten Wintern, pflanzt man sie erst ab einer Wuchshöhe von 1 Meter aus und deckt den Wurzelbereich im Herbst mit einer isolierenden Schutzschicht aus Laub und Reisig ab.

Ältere Exemplare sind bis -30°C frostfest. Urweltmammutbäume halten Temperaturen bis -32°C stand. Da sie zeitig im Frühjahr austreiben und empfindlich auf Spätfrost reagieren, sind windgeschützte, nicht exponierte Standorte ideal.

Expertentipp

Pflanzen Sie in der Nähe von Mammutbäumen keine Gewächse mit einem hohen Feuchtigkeitsbedarf. Aufgrund ihres weitläufigen und flachen Wurzelwerks haben sie ein großes Einzugsgebiet. Erhalten Sie zu wenig Wasser, kann es zu einer Konkurrenz kommen. Trockenheitsresistente Pflanzen unter Mammutbäumen sollte man bei Hitzewellen genau beobachten und im Notfall mit Wasser versorgen.

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