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Pflanzenvermehrung

Oleander aus Samen oder Zweigen ziehen

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Oleander aus Samen oder Zweigen ziehen

Mit seinen vielen Blüten ist der Oleander eine sehr beliebte mediterrane Kübelpflanze auf heimischen Terrassen und Balkonen. Ursprünglich stammt er aus Südspanien und Marokko. Heutzutage ist er jedoch im gesamten Mittelmeerraum, aber auch in China und Indien zu finden. Neben dem Namen Oleander ist der Strauch auch unter der Bezeichnung Rosenlorbeer bekannt.

Schon in der Antike wurde der Blütenstrauch geschätzt, was durch verschiedene Wandgemälde belegt ist. Vor etwa 500 Jahren war der Oleander dann auch in Deutschland zu finden, vor allem in den Orangerien des Adels.

Allgemeines zur Vermehrung

Viele Gärtner möchten ihren Oleander vermehren und da die Vermehrung sehr einfach ist, kann sie von jedem durchgeführt werden. Am beliebtesten sind dafür die Stecklinge, beziehungsweise Zweige und die Samen des Oleanders. Am schnellsten können Sie Ihren mediterranen Strauch über Stecklinge vermehren. Dieser Weg ist auch sehr üblich.

Falls Sie allerdings sehr viele Oleander-Sträucher züchten möchten, ist die Vermehrung über Stecklinge nicht zielführend, da der Oleander nur eine gewisse Anzahl an Stecklingen entbehren kann, ohne einem Kahlschlag unterzogen zu werden. In diesem Fall ist die Aussaat von Samen zu bevorzugen. Diese befinden sich in den unzähligen Kapselfrüchten, die nach der Blüte gebildet werden.

Die Vermehrung mit Stecklingen

Die Vermehrung mit Stecklingen


Diese Vermehrungsart ist sehr einfach. Sie können entweder Stecklinge vom Strauch abschneiden oder Sie nutzen die Zweige, die Sie bereits vom Rückschnitt haben. Wichtig ist, dass diese etwa 30 Zentimeter lang sind. Unerheblich ist dagegen, ob es sich um junge oder verholzte Triebe handelt. Am unteren Teil des Zweiges werden die vorhandenen Blätter entfernt, so dass sich diese nicht im Wasser befinden, in das der Steckling gestellt wird.

Nach ungefähr 4 Wochen hat der Steckling genug Wurzeln ausgebildet und der Zweig kann eingepflanzt werden. Alternativ können Sie den Steckling sofort in ein Gefäß mit Erde pflanzen. Hierfür sind allerdings Zweige von Vorteil, die in der Wachstumssaison von Mai bis August vom Strauch entfernt worden sind.

Die Vermehrung mit Samen

Die Vermehrung mit Samen
Um Samen vom Oleander zu erhalten, müssen Sie die Blütezeit abwarten. Nach der Blüte bilden sich am Strauch braune Balgfrüchte. In diesen Kapseln befinden sich die Samen. Die Samen können einfach abgeerntet werden und müssen dann einige Stunden in lauwarmem Wasser quellen. Danach werden sie auf ein nährstoffarmes Substrat gelegt und leicht damit bedeckt. Als Substrat eignet sich Kokoserde am besten. Die Pflanzschale wird nun an einen warmen und hellen Ort gestellt, wobei die Erde immer feucht gehalten werden muss. Um die Keimbedingungen zu verbessern, können Sie die Pflanzschale in ein Anzuchthaus stellen. Bis die Samen keimen, kann es jedoch einige Woche dauern.

Beachten Sie bitte, dass die meisten Oleander nicht sortenrein, sondern Hybriden, also die Kreuzung aus zwei verschiedenen Sorten sind. Es kann also vorkommen, dass sich die neu wachsenden Sträucher untereinander oder auch von der Mutterpflanze unterscheiden. Aber auch bei sortenechten Exemplaren können unterschiedliche Oleander entstehen. Das passiert, wenn die Blüten eines Strauches mit den Pollen einer anderen Sorte bestäubt wurden.

Expertentipp

Sie können den Oleander auch durch Teilung vermehren. Dies funktioniert aber nur, wenn es die Wuchsform zulässt und der Oleander genug Triebe aufweist. Für die Teilung muss der Oleander aus dem Kübel genommen und der Wurzelballen vorsichtig von Erde befreit werden. Jetzt teilen Sie die Wurzel so, dass an jedem der beiden Teile noch genügend Triebe verbleiben. Einige dieser Triebe werden zurückgeschnitten. So können die Oleander-Teilstücke ihre Kraft in das Wachstum der Wurzel fließen lassen und nicht in die Versorgung der Blätter. Die Wurzelteile werden in jeweils ausreichend große Töpfe gepflanzt und nach kurzer Zeit haben sich diese dann von der Teilung und dem Verschnitt erholt und können kräftig austreiben.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Juan Francisco Moren

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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