Connect with us

Zierpflanzen

Oleander verliert Blätter – Ursachen und Maßnahmen

Veröffentlicht

auf

Oleander verliert Blätter - Ursachen und Maßnahmen

Oleander ist sehr beliebt und kann bis zu sechs Meter hoch wachsen. Aufgrund seiner attraktiven Blüten finden wir ihn häufig in den unterschiedlichsten Gärten. Doch trotz seines immergrünen Daseins fallen Blätter manchmal vorzeitig ab. Woran das liegen kann und was dagegen hilft, wird in diesem Beitrag erklärt.

Das Alter des Oleanders und seiner Blätter

Das Alter des Oleanders und seiner Blätter


Nur weil Oleander eine immergrüne Pflanze ist, heißt das nicht, dass alte Blätter irgendwann plötzlich abfallen. Der natürliche Zyklus liegt bei ungefähr zwei bis vier Jahren. Haben die Blätter dieses Alter erreicht, verfärben sie sich erst gelb und fallen dann ab. Meist handelt es sich nur um vereinzelte Blätter der gesamten Pflanze. Nach und nach kann ein Strauch jedoch verkahlen, wenn der Gärtner nichts unternimmt. Meist reichen schon einige Verjüngungsschnitte aus, um der Pflanze einen Anstoß zum Wachsen zu geben. Ein Kennzeichen für ein hohes Blattalter sind kahle Stellen im unteren Bereich eines Oleanders.

Die richtige Wasserzufuhr

Die richtige Wasserzufuhr
Grundsätzlich zählt Oleander zu den Starkzehrern. Das heißt, dass er eine große Menge Wasser benötigt. Das gilt vor allem im Sommer, wenn es tagsüber sehr heiß und trocken ist.

In der freien Natur steht Oleander als mediterrane Pflanze häufig an niedrigen Flussrändern bzw. -gebieten. Deshalb benötigt er unbedingt eine leichte aber konstante Bodenfeuchte. Steht er zu lange trocken, verfärben sich die Blätter gelb und fallen ab. In der Hitze des Sommers muss eine Oleanderpflanze täglich bewässert werden, entweder in den frühen Morgen- oder Abendstunden. Dabei darf jedoch kein Wasser auf die Blätter gelangen, sonst sorgt die starke Sonneneinstrahlung dafür, dass die Pflanze verbrennt.

Überwinterung

Überwinterung
Da Oleander vor allem im Mittelmeerraum vorkommt, können in Mitteleuropa häufig Überwinterungsfehler der Grund für einen vorzeitigen Blattabwurf sein. Ideal ist ein heller, kühler jedoch frostfreier Standort. Generell gilt, dass je wärmer der Oleander überwintert wird, desto mehr Licht benötigt er. Dementsprechend bieten sich helle Wintergärten oder ein Standort an einem großen Fenster an. Häufig kultivieren Gärtner Oleander als Kübelpflanze, denn so lässt er sich leicht an einen geschützten Standort umsiedeln.

Regelmäßiges Düngen

Im mitteleuropäischen Raum entscheiden sich viele Gärtner für die Kübel-Variante, um handlungsfähiger zu sein. Allerdings benötigt die Pflanze dadurch mehr Dünger. Zu den wichtigen Nährstoffen zählen vor allem Magnesium, Zink und Eisen.

Steht Oleander im Kübel, muss er alle ein bis zwei Wochen gedüngt werden. Im Handel lässt sich spezieller Flüssigdünger für Oleander erwerben, der unbedingt zum Einsatz kommen sollte. Dieser darf ausschließlich zwischen Mai und August genutzt werden. Hier ist zudem Vorsicht geboten, da Oleander recht schnell auf eine Überdüngung reagiert. Hat die Oleanderpflanze einen Standort im Beet, genügt Langzeitdünger. Hier sollte statt Blumenerde lieber Gartenerde verwendet und diese mit Lehm vermischt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Zu den häufigsten Krankheiten, die Oleander befallen, zählen Pilzerkrankungen und der bakterielle Oleanderkrebs. Bei einem Pilzbefall ist schneller Handlungsbedarf gefragt. Zunächst müssen alle befallenen Blätter und kranke Triebe entfernt werden. Die abgeschnittenen Pflanzenteile finden ihren Weg am besten in den Hausmüll und nicht auf den Kompost. Liegen bei Oleander Pilzkrankheiten vor, helfen Fungizide recht gut.

Während der Überwinterung tritt Oleanderkrebs häufig auf. Ein spezielles Mittel gegen den Krebs gibt es nicht. Es hilft jedoch, befallene Stellen zu entfernen. Ist die Pflanze stark genug, übersteht sie die Krankheit.

Expertentipp

Oleander zählt zu den Hundsgiftgewächsen und ist somit giftig. Beim Umtopfen und Beschneiden ist das Tragen von Handschuhen sehr zu empfehlen. Auch abgeschnittene Pflanzenteile sollten nicht wahllos herumliegen. Der Rauch der beim Verbrennen dieser Pflanze entsteht, kann Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

2.5/5 - (2 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär