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Kübel- / Balkonpflanzen

Orangenblume pflanzen und pflegen

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Orangenblumen pflanzen und pflegen

Die Orangenblume, Choisya ternata, gehört zur Familie der Rautengewächse. Sie ist ursprünglich in Mexiko beheimatet. Ihre hübschen weißen Blüten duften, wie der Name erahnen lässt, intensiv nach Orangen. Die mehrjährige Pflanze ist im Kübel erhältlich und kann auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten kultiviert werden. Sie erreicht je nach Sorte eine Höhe von etwa 0,50 bis 1,50 Metern und sorgt für ein mediterranes Flair. Die Hauptblütezeit beginnt im Mai und reicht bis in den Juni hinein. Meist gibt es im September und im Oktober eine zweite Blüte.

Standort und Substrat

Standort und Substrat
Die Orangenblume benötigt einen sonnigen Platz, der vor Wind geschützt ist. Sie fühlt sich auch im lichten Halbschatten wohl. Als Kübelpflanze passt sie gut zu anderen mediterranen Pflanzen wie Zitrus- und Olivenbäumchen. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge kommen gern zu Besuch.

Winterharte Sorten, hier ist zu beachten, dass diese meist nur bis -10 Grad Celsius aushalten, können in Gegenden mit milden Wintern ins Freiland gesetzt werden. Die Pflanzen dürfen einzeln oder in Gruppen stehen. Für eine Blütenhecke sind drei Pflanzen pro Meter nötig.

Für Kübelpflanzen reicht eine handelsübliche Blumenerde aus, die mit etwas Rhododendronerde vermischt wird. Auch Pflanzen im Freiland benötigen einen leicht sauren und nährstoffreichen Boden. Auf Staunässe reagiert die Orangenblume empfindlich. Der Boden sollte also gut durchlässig sein. Kübel benötigen einen Ablauf und eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Kieselsteinen.

Gießen und Düngen

Gießen und Düngen
Vor allem in der Wachstumszeit und in den warmen Sommermonaten benötigt die Orangenblume ausreichend Wasser. Sie nimmt aber auch trockene Zeiten nicht übel, schließlich gedeiht sie in ihrer Heimat auf eher trockenem Boden. Im Winter wird nur sparsam gegossen, sodass der Wurzelballen nicht austrocknet. Da die Pflanze kalkempfindlich ist, muss möglichst kalkarmes oder entkalktes Leitungswasser oder Regenwasser als Gießwasser verwendet werden. Staunässe ist zu vermeiden.

Die Pflanze ist von April bis September mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Ein Flüssigdünger, wöchentlich mit dem Gießwasser verabreicht, ist bestens geeignet. Die Verwendung eines Langzeitdüngers ist ebenfalls möglich.

Freilandpflanzen benötigen nur alle 2 bis 3 Wochen Dünger. Statt des Volldüngers kann auch Kompost, der rund um den Stamm in die Erde eingearbeitet wird, Verwendung finden. Die Düngergaben sind entsprechend zu reduzieren.

Umtopfen und Schneiden

Hat die Orangenblume ihr Pflanzgefäß durchwurzelt, muss umgetopft werden. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr.

Das Entspitzen junger Pflanzen fördert das Wachstum. Ältere Exemplare lassen sich mit einem Korrekturschnitt in der gewünschten Form halten. Es ist sehr beliebt, die Zierpflanze in eine Kugelform zu bringen.

Das Entfernen älterer Zweige kurz über dem Boden fördert den Austrieb frischer blühfreudiger Zweige.

Überwintern

Die Orangenblume ist nur bedingt winterhart. Deshalb muss die Pflanze im Freiland in den Wintermonaten geschützt werden. Ein Anhäufeln der Erde um den Wurzelstock herum oder das Abdecken mit Reisig bietet einen guten Winterschutz. Auch eine Hülle aus Jute oder Vlies hält Kälte ab.

Zum Überwintern der Kübelpflanzen eignet sich ein kühler, heller und trockener Raum mit Temperaturen von 5 bis 12 Grad Celsius. Es wird wenig gegossen und nicht gedüngt. Erst im Februar sind die Wassergaben langsam wieder zu erhöhen.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten treten sehr selten auf. Allerdings können sich im Winterquartier Blattläuse und im Sommer Spinnmilben einfinden. Gute Standortbedingungen und eine aufmerksame Pflege sind die besten Maßnahmen zur Vorbeugung.

Bei einem Befall sind stark befallene Zweige herauszuschneiden. Das mehrmalige Einsprühen der gesamten Pflanze mit einer Schmierseifenlösung erweist sich meist als hilfreich und verhindert eine weitere Ausbreitung der Schädlinge.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt durch verholzte Kopfstecklinge, die im Juni oder Juli von ausgewachsenen Pflanzen geschnitten und in Töpfchen mit Pflanzsubstrat gesteckt werden. Ideale Bedingungen für ein Anwurzeln liegen bei einer Zimmertemperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius vor. Wird die Erde gleichmäßig feucht gehalten, bilden sich bereits nach drei bis vier Wochen Wurzeln.

Das Anwurzeln gelingt auch im Wasserglas. Sobald die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet haben, kommen sie in die Anzuchttöpfe. Ab einer Größe von 30 bis 40 Zentimetern ist das Auspflanzen ins Freiland oder in Kübel möglich.

Expertentipp

Ein Rückschnitt kurz nach der ersten Blüte im Frühling fördert die zweite Blütezeit im Spätsommer. Auch hilft es, regelmäßig verwelkte Blüten abzuzupfen.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine erfrorene Pflanze noch zu retten?

Auch wenn der Strauch sehr zurückgefroren ist, treibt er im Frühling meist wieder aus. Wöchentliches Düngen ab März regt das Wachstum und die Knospenbildung an.

Was hilft, wenn die Orangenblume im unteren Bereich kahl ist?

Die Blätter wachsen nicht nach. Ein kräftiges Herunterschneiden nach der Blüte ist ratsam, denn es bewirkt einen Neuaustrieb.

Lässt sich eine Freilandpflanze umsetzen?

Auch eine Orangenblume, die bereits einige Jahre im Garten steht, kann verpflanzt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling, sobald kein strenger Frost mehr zu erwarten ist. Es ist darauf zu achten, die Pflanze mit dem gesamten Wurzelballen auszugraben. Nach dem Umsetzen sollte ein leichter Rückschnitt erfolgen. Zudem muss die Erde für einige Zeit immer leicht feucht sein.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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