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Zimmerpflanzen

Orchideen – Kultur und Pflege im Aquarium

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Orchideen - Kultur und Pflege im Aquarium

Orchideen (Orchidaceae) sind mit über 600 Gattungen und etwa 20.000 verschiedenen Arten eine der größten Pflanzenfamilien. Sie gedeihen weltweit in den Tropen und Subtropen, aber auch in den gemäßigten Breiten Mitteleuropas, wie beispielsweise unser heimisches Knabenkraut.

Nicht alle Arten eignen sich zur Haltung in Aquarien. Die in tropischen Regionen wachsenden Epiphyten, zu denen die prächtigen Vanda-Orchideen gehören, sind jedoch gut dafür geeignet. Wie man Orchideen in Aquarien kultiviert, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Epiphyten in Aquarien

Epiphyten in Aquarien


Epiphyten sind in ihrem natürlichen Umfeld sogenannte Aufsitzerpflanzen, die auf Bäumen und Steinen ganz ohne Substrat gedeihen. Diese Orchideen kann man in ein Aquarium geeigneter Größe anstatt in einen Blumentopf setzen. Besonders dekorativ wirken in diesen Fällen runde Aquarien. Die Luftwurzeln erhalten in einem Glasgefäß genauso viel Licht wie in ihrer natürlichen Umgebung und sind ausgesprochen dekorativ. Die Kultur in einem Glasgefäß sollte vorzugsweise außerhalb der Blütezeit angelegt und das Gefäß an einem hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung platziert werden.

Während der Wachstumszeit sollten Orchideen zweimal pro Woche gegossen oder die Wurzeln in Wasser getaucht werden. Zudem sollte man dem Gießwasser alle zwei Wochen flüssigen Orchideendünger zufügen. Sammelt sich Wasser im Aquarium, muss es entfernt werden. Neben Vanda-Orchideen eignen sich auch Epiphyten der Gattungen Aerides und Ascocentrum für die Kultur in Glasgefäßen. Nährstoffe und Wasser werden wie in der Natur über die Luftwurzeln aufgenommen.

Orchideen in Aquarien mit Substrat

Orchideen in Aquarien mit Substrat
Besonders kleinwüchsige Arten, die auf Substrat angewiesen sind, eignen sich für die Kultur in einem Aquarium. Der beste Zeitpunkt, sie in ein Aquarium zu setzen, ist vor oder nach der Blütezeit. Bevor die Orchideen umgesetzt werden, sollten alte, braune Wurzelteile mit einer sauberen Schere oder einem scharfen Messer entfernt werden. Das Wurzelwerk sollte im Aquarium auch ohne das Substrat Halt finden. Es ist zudem möglich, mehrere Exemplare in ein Aquarium zu setzen. Zu klein darf es dann jedoch nicht sein, denn eine gute Belüftung ist für die Entwicklung von Orchideen überaus wichtig.

In das Aquarium wird zunächst eine etwa fünf Zentimeter starke Schicht aus Blähton gefüllt. Darüber wird lockeres Orchideensubstrat gegeben. Vor dem Einsetzen in das saubere Glasgefäß muss altes Substrat abgebraust und die Wurzeln mit einer Sprühflasche angefeuchtet werden. Die Pflanzen werden dann räumlich sinnvoll in das Aquarium gesetzt und eine weitere Substratschicht eingefüllt. Abschließend werden die Pflanzen und das Substrat mit kalkfreiem Wasser besprüht.

Ideale Standorte

Ideale Standorte
Aquarien bieten Orchideen bestmögliche Bedingungen, denn die Luftfeuchte ist hoch und die Gewächse erhalten ausreichend Licht, das sie für ihr Wachstum benötigen. Plätze an einem Fenster an der Ost- oder Westseite oder in einem Wintergarten sind ideal. Direkte Sonneneinstrahlung muss jedoch vermieden werden. In praller Mittagssonne müssen Aquarien entsprechend abgeschirmt werden.

Expertentipp

Staunässe vertragen Orchideen nicht. Bei der substratlosen Kultur in einem Aquarium hat man die Wurzeln stets im Blick. Mit kalkarmem Leitungswasser oder aufgefangenem Regenwasser wässert man zweimal pro Woche. Überschüssiges Gießwasser muss nach 30 Minuten entfernt werden. Das Substrat kann man mit Hilfe einer Sprühflasche im gleichen Rhythmus besprühen.

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