Palmfarne gehören zu den ältesten noch existierenden Pflanzengattungen. Schon zu den Zeiten der Dinosaurier waren die urwüchsigen Pflanzen über den gesamten Urkontinent Pangaea verbreitet. Heute gedeihen die exotischen Palmfarne nur noch in den subtropischen und tropischen Regionen Ostafrikas, Asiens sowie auf den Inseln Neukaledoniens und auf Madagaskar.
In unseren Breiten werden Palmfarne gern in Kübeln kultiviert. Den Sommer können die Urgesteine der Pflanzenwelt problemlos im Freien verbringen. Leider sind Palmfarne recht empfindlich und bis auf sehr wenige Arten nicht winterhart. Aus diesem Grund müssen sie die kalte Jahreszeit in einem geeigneten Winterquartier verbringen.
Das ideale Winterquartier
Palmfarne sind etwas ganz Besonderes. Sie sorgen nicht nur für ein exotisches Flair auf der Terrasse oder im Garten, sondern sind für ambitionierte Hobbygärtner Pfleglinge, die ihrer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, denn die Pflege eines Palmfarns ist nicht einfach.
Obwohl es den Palmfarnen gelungen ist viele Millionen Jahre zu überdauern, sind sie recht anspruchsvoll und empfindlich. Gemäß ihrer tropischen und subtropischen Heimatgebiete überleben sie leichte Minustemperaturen nur für kurze Zeit und müssen hierzulande den Winter in aller Regel in einem frostfreien Quartier verbringen. Spätestens ab Oktober sollten Palmfarne vor Minustemperaturen geschützt werden. Das Winterquartier sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
- kühl mit Temperaturen von 7 bis 10 Grad Celsius
- hell
- hohe Luftfeuchtigkeit
Zur Überwinterung eignet sich ein Wintergarten oder ein Kaltgewächshaus am besten. Notfalls reicht ein kühles und helles Treppenhaus oder eine Loggia aus. Ab April können Palmfarne wieder langsam an ihren Standort im Freien gewöhnt werden.
Die Pflege im Winterquartier
Während der Wintermonate durchleben Palmfarne eine Ruhephase. Sie sollten deshalb nur sparsam gegossen und nicht gedüngt werden. Vor allem im Winter sind sie recht anfällig für Schädlinge. Insbesondere Spinnmilben und Blattläuse können die Pflanzen befallen. Palmfarne sollten daher regelmäßig auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden.
Expertentipp
Unter den verschiedenen Palmfarn-Arten gibt es einige wenige, die an ihren natürlichen Standorten in Höhen von bis zu 2.500 Metern gedeihen. Dazu gehören zum Beispiel Encephalartos ghellinckii und Encephalartos cycadifolius. Diese Farne vertragen auch längere Frostperioden recht gut und können den Winter in milden Regionen im Freien verbringen.
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