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Heckenpflanzen

Pfeifenstrauch schneiden – so geht’s richtig

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Pfeifenstrauch schneiden - so geht's richtig

Der Pfeifenstrauch (auch falscher Jasmin oder Sommerjasmin) treibt bei richtiger Pflege äußerst stark aus. Dabei zeigt er sich in all seiner Pracht, denn die buschige Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern erreichen. Unter bestimmten Umständen können Sie den sommergrünen Strauch schneiden. Wann es sinnvoll ist und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Der richtige Schnitt für den Pfeifenstrauch

Wollen Sie dem Pfeifenstrauch eine besondere Pflege zukommen lassen oder ihn vermehren, können Sie ab und an die Schere ansetzen. Es gibt verschiedene Schnittarten für den Pfeifenstrauch zu verschiedenen Zeitpunkten. Verwenden Sie für jede Art von Schnitt eine scharfe, saubere Schere. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Verletzungen oder Infektionen.

Auslichten des Pfeifenstrauchs

Auslichten des Pfeifenstrauchs


Die sanfteste Methode, um den Sommerjasmin lebendig zu halten, ist das Auslichten nach der Blüte im Juli. Ab dem vierten Standjahr können Sie alle zwei Jahre zu dieser Variante greifen. Auf diese Weise halten Sie den Pfeifenstrauch gesund und befreien ihn von vertrockneten oder krankhaften Zweigen.

  • Suchen Sie die ältesten Triebe ganz unten an der Pflanze. Diese wachsen nah zur Erde und tragen im Idealfall keine Blätter oder Blüten mehr.
  • Begutachten Sie auch mögliche Nebentriebe, die eventuell überkreuzt wachsen.
  • Entfernen Sie die alten Triebe mit der Schere. Kürzen Sie die Nebentriebe auf eine angemessene Länge, schneiden Sie jedoch nicht zu viel ab.

Verjüngungskur für den Pfeifenstrauch

Verjüngungskur für den Pfeifenstrauch
Einen verkahlten Sommerjasmin erkennen Sie an vertrockneten, blattlosen Ästen. Hier kann ein Verjüngungsschnitt im März helfen. Er dient als Alternative zum Auslichten, hält den Strauch jung und regt dessen Wachstum an. Sie schneiden hier in einem sich wiederholenden Rhythmus.

  • Suchen Sie wie beim Auslichten zwei bis drei der ältesten Triebe im Inneren des Strauchs.
  • Entfernen Sie die Triebe sorgfältig mit der Schere.
  • Arbeiten Sie sich mit jedem Schnitt alle zwei bis drei Jahre weiter von innen nach außen vor. Auf diese Weise erhalten Sie die natürliche Wuchsform der Pflanze.

Kompletter Rückschnitt

Für groß gewachsene Exemplare oder um die Verzweigung anzuregen, lohnt sich der gesamte Rückschnitt des Pfeifenstrauchs im März. Verteilen Sie diese Maßnahme über mehrere Saisons, damit die Pflanze nicht zu sehr leidet und am Ende eingeht.

  • Bei zu großen Pflanzen schneiden Sie alle Triebe der Pflanze komplett zurück. Lassen Sie hierbei mindestens 30 Zentimeter stehen, um das Wachstum anzuregen.
  • Die Verzweigung hingegen können Sie verbessern, indem Sie die Triebe maximal um die Hälfte kürzen.
  • Entfernen Sie die ältesten Triebe bei beiden Schnittarten komplett.
  • Setzen Sie die Schere direkt über einem nach außen zeigenden Auge an. So kann der Strauch schneller wieder austreiben.
  • Versorgen Sie den Pfeifenstrauch mit einem phosphorhaltigen Dünger.

Expertentipp

Gerade ältere Pflanzen mit guter Verzweigung stellen einen Nistplatz für einheimische Vogelarten dar. Suchen Sie ab Frühling bis September vor einem Schnitt die Sträucher nach Brutplätzen ab. Entfernen Sie in dieser Zeit höchstens Nebentriebe, um vorhandene Nistplätze nicht zu zerstören.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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