Wer Pilze sammeln möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Viele Arten sind giftig und fast jede hat Doppelgänger, die ihr ähnlich sehen. Wie groß das Risiko bei den beliebten Pfifferlingen (Cantharellus cibarius) ist, wird in diesem Beitrag verraten.
Orangegelber Gabelblättling (Hygrophoropsis aurantiaca)
Der Gabelblättling sieht dem Samtigen Pfifferling aufgrund seiner orangenen Färbung auf den ersten Blick täuschend ähnlich. Er leuchtet jedoch stärker und auch der Stiel ist orange gefärbt, während die Stiele essbarer Pfifferlinge weiß bis hellgelb sind. Weiterhin lösen sich die Lamellen deutlich leichter, wenn man an ihnen reibt. Sind Sie sich trotz dessen nicht sicher, können Sie einen Pilz aufschneiden und daran riechen. Echte Pfifferlinge riechen nach Pfeffer. Falsche Pfifferlinge haben einen neutralen, krautigen oder säuerlichen Geruch.
Gabelblättlinge gelten als schwach giftig. Vergiftungen treten bei gesunden Erwachsenen erst nach dem Verzehr größerer Mengen auf. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe. Lebensgefahr besteht bei einer Verwechslung in der Regel nicht.
Dunkler Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius)

Ölbaumpilze sind orange bis braun gefärbt und besitzen wie Pfifferlinge hellere Stiele. Die Lamellen lassen sich ebenfalls leichter ablösen und leuchten im Dunkeln. Sie wachsen auf Holz, während man Pfifferlinge auf der Erde findet. Eine Verwechslung sollte spätestens beim Aufschneiden der Pilze auffallen, da das Innere meist gelblich bis orange gefärbt ist. Das Fleisch von Pfifferlingen sieht weißlich-gelb aus. Zudem verströmen aufgeschnittene Exemplare einen unangenehmen Geruch nach faulem Holz.
Ölbaumtrichterlinge sind deutlich gefährlicher als Gabelblättlinge. Bereits in kleinen Mengen lösen sie starken Durchfall und Erbrechen aus. Als Folge einer Vergiftung kann es zu dauerhaften Leberschäden kommen. Besonders gefährlich ist, dass die an wärmere Regionen angepassten Pilze in Deutschland bisher selten sind und bei vielen Menschen noch unbekannt sind.
Expertentipp
Es ist wichtig zu beachten, dass Pfifferlinge auch ein schwaches Gift enthalten, das jedoch durch das Kochen unschädlich gemacht wird. Daher sollte man auf den Verzehr von rohen Pilzen verzichten.
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