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Quittenbaum Pflege

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Quittenbaum Pflege

Die Cydonia oblonga

Die Cydonia oblonga


Da die Quitte keine Frucht ist, welche sich zum Reinbeißen eignet, wissen nur Kenner einen Quittenbaum im Garten wirklich zu schätzen. Die goldgelben Früchte sind äußerst gesund und vielseitig in der Küche verwendbar. Außerdem öffnen die Quittenbäume in dem Zeitraum zwischen Mai und Juni ihre schönen, großen, weißen bis rosafarbenen Blüten, sodass sie eine ansehnliche Pflanze darstellt. Es handelt sich im Wesentlichen um eine relativ anspruchslose Pflanze, dennoch kann sie einige Krankheiten bekommen. Im weiteren Verlauf wird die sachgerechte Pflege von Quittenbäumen ins Detail gehend behandelt.

Die Bewässerung

Die Bewässerung
In erster Linie sollten Quittenbäume nur in Maßen und nicht in Massen gegossen werden. Die Wurzeln können große Mengen an Wasser speichern, sodass Trockenzeiten ohne Probleme überstanden werden können. Eine zu starke Bewässerung könnte die Wurzeln zum Faulen bringen, während ein Wassermangel zum Bilden weniger Früchte führen könnte. An dieser Stelle bietet sich das Ausbreiten von Rindenmulch im Bereich des Quittenbaumes zur Verlangsamung der Verdunstung der Feuchtigkeit an.

Das Rückschneiden

Das Rückschneiden
Im Hinblick auf den Zeitpunkt des Rückschneidens des Quittenbaumes ist festzustellen, dass dieser im Frühjahr zwischen Anfang und Ende März liegen sollte. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt besteht ein erhöhtes Risiko für das Splittern des Holzes sowie für das Entstehen von Kälteschäden an der Pflanze. Im Sommer ist lediglich das Rückschneiden von Schösslingen und Wassertrieben erforderlich. Auch abgebrochene Äste sollten stets sauber entfernt werden, um die Erkrankungsgefahr zu minimieren. Zudem sollte beim Rückschneiden auf mildes Wetter geachtet werden.

Das Umpflanzen

Das Umpflanzen von jungen Quittenbäumen stellt keine Schwierigkeiten für die Pflanze dar. Wichtig ist beim Umpflanzen, dass der vollständige Wurzelballen hervorgeholt wird. Der Standort von Quittenbäumen sollte vor allem nährstoffreich sein. Es bieten sich warme bis halbschattige Lagen an. Im Falle eines sandigen Bodens sollten Nährstoffe mithilfe von Torf zugesetzt werden, um die Bodenbedingungen für den Quittenbaum zu optimieren.

Das Ernten

Im Hinblick auf das Ernten sollte viel Geduld mitgebracht werden, da es zwischen vier bis acht Jahre dauern kann, bis die Quittenbäume Früchte tragen. Die Erntezeit liegt in diesem Fall zwischen Anfang und Ende Oktober, jedoch können die Früchte auch noch im November gepflückt werden. Das bedeutet, dass die Quitten erst im Spätherbst reifen. Die Früchte müssen unbedingt vor dem Frost geerntet werden, da sie andernfalls deutlich an Aroma verlieren. Zu den optischen Merkmalen der reifen Quitten gehört die typisch leuchtend gelbe Farbe.

Umgang mit Dünger und Feuerbrand

Das Unterstützen des Wachstums von Quittenbäumen mithilfe der Verwendung von Dünger ist nur in geringfügigen Mengen empfehlenswert. Am besten bekommen Quittenbäume im Frühjahr etwas reifen Kompost. Deutlich mehr Aufmerksamkeit sollte der Vermeidung von Erkrankungen geschenkt werden. Letztlich sind Quitten dafür bekannt, dass sie anfällig für den Feuerbrand sind. Befallene Quittenbäume weisen dunkle Verfärbungen auf, welche wie Verbrennungen aussehen. Die Auslösung dieser seuchenartigen Krankheit ist auf ein Bakterium der Gattung Erwinia zurückzuführen. Die eher jüngeren befallenen Pflanzen sterben innerhalb einiger Woche ab, während ältere Pflanzen etwas später eingehen. Es besteht beim Auftreten der Pflanzenkrankheit sowie beim Verdacht in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich eine gesetzliche Meldepflicht. Andere häufige Krankheiten sind die Moniliakrankheit, der echte Mehltau und die Blattbräune. Die von der Blattbräune als auch von dem echten Mehltau befallenen Äste können einfach entfernt werden, jedoch ist zur Bekämpfung der Moniliakrankheit das Spritzen von Fungiziden erforderlich. Zu den möglichen Schädlingen gehören unter anderem Frostspanner und Blattläuse, wobei der Schaden dieser Parasiten vergleichsweise gering ausfällt. Im Weiteren können Apfelblütenstecher und Apfelbaumgespinstmotten den Quittenbaum befallen.

Expertentipp

Die Quitten können ohne Weiteres nachreifen, falls die Früchte zum Erntezeitpunkt noch nicht ganz reif waren. Hierzu sollten sie an einer relativ kühlen Stelle wie beispielsweise im Keller für zwei bis drei Monate gelagert werden. Die Nachreifung bietet sich allerdings nicht für Früchte mit Druckstellen und Fallobst an.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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