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Beetpflanzen

Ranunkel Pflege

Lars Reibemann

Veröffentlicht

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Die Ranunkel ist mit ihrer wunderschönen und farbenfrohen Blütenpracht eine recht anspruchslose Blühpflanze, welche am optimalen Standort und unter Einhaltung der angemessenen Pflege sogar außerhalb ihrer Blühphase für schöne Farbakzente in ihrem Umfeld sorgen kann. Mit der richtigen Überwinterung kann die Schönheit der Ranunkel über viele Jahre hinweg erhalten werden. Außerdem ist es selbst für Anfänger in der Pflanzenpflege ohne große Probleme möglich, besonders schöne Exemplare der Ranunkel erfolgreich zu vermehren.

Allgemeines

Die Ranunkel trägt offiziell auch die Bezeichnung “Asiatischer Hahnenfuß” und gehört damit zur umfangreichen Gattung der Hahnenfüße, welche weltweit zwischen 400 und 1.600 Arten umfasst. Hahnenfüße sind größtenteils krautige Stauden und stammen ursprünglich aus den gemäßigten Breiten sowie den tropischen Hochgebirgen.

Der lateinische Name “Ranunculus” bedeutet übersetzt “Fröschlein”. Diese Namensgebung beschreibt auch die Vorliebe der Ranunkel für Sumpf- und Flachwasserzonen. Der deutsche Name “Hahnenfuß” erklärt sich durch die an Vogelfüße erinnernde Blattform. Die Blätter sind eingeschnitten und können glatt oder teilweise behaart sein. Hahnenfüße bilden unter der Erde fasrige Wurzeln oder Knollen.

Die Ranunkel gehört zu den knollenbildenden Arten des Asiatischen Hahnenfußes und stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum.

Sie wird unterschieden in vier Gruppen:

  • Türkische Ranunkeln
  • Persische Ranunkeln
  • Französische Ranunkeln
  • Päonienblütige Ranunkeln

Ranunkeln sind typische Frühlingsblumen, welche insbesondere nach der langen und grauen Winterzeit durch ihre Farbpracht beliebt sind.

Der richtige Standort für die Ranunkel

Ranunkeln bevorzugen eine kühle und feuchte Umgebung, sind jedoch auch bei direkter Sonneneinstrahlung unempfindlich, solange sie über ausreichend Wasser im Substrat verfügen. Es ist jedoch wichtig, dass es nicht zu Staunässe kommt, damit sich kein Schimmel bilden kann oder sich die Knollen zersetzen. Der Standort der Ranunkel darf also sonnig oder auch schattig sein, solange der Boden durchlässig ist und trotzdem ausreichend feucht gehalten wird.

Dies gilt auch bei Ranunkeln, welche ihren Platz auf dem Balkon oder Fensterbrett haben. Es ist darauf zu achten, dass sich das Wasser in den gewählten Kästen oder Kübeln nicht stauen kann.

Am besten gibt man der Ranunkel einen Platz in unmittelbarer Nähe von anderen Pflanzen oder auch Bäumen, Büschen oder Sträuchern, um ihr einen Wechsel zwischen direktem Sonnenlicht und Schatten zu ermöglichen.

Die Vermehrung von Ranunkeln

Um Ranunkeln erfolgreich zu vermehren, benötigt man weder spezielle Kenntnisse noch ein besonderes Talent, da sich diese Pflanzen generell von selbst vermehren. Dies passiert durch so genannte Brutknollen, welche sich als Ableger an den Mutterknollen von allein ausbilden. Setzt man die Zwiebeln um oder entfernt diese komplett, müssen die Brutknollen mit Hilfe eines kleinen scharfen Messers nur noch abgelöst werden. Diese können dann entweder direkt in das Beet gepflanzt oder auch im Haus vorgezogen werden, sollte es die Witterung verlangen.

Das Pflanzen und Vorziehen von Ranunkeln

Die Brutknollen sehen normalerweise so aus, als wären diese bereit tot und machen einen sehr trockenen und unauffälligen Anschein. Weicht man diese aber für einige Stunden im Wasser ein, werden gesunde Brutknollen prall mit einer glatten Oberfläche, während tatsächlich abgestorbene Knollen kein Wasser mehr aufziehen können und sich an ihrer Erscheinung nichts ändert.

Die gesunden Brutknollen kann man im Frühjahr direkt in das Gartenbeet oder einen Topf pflanzen. Eine andere Möglichkeit ist, diese bereits vorher im Haus vorzuziehen. Hierzu setzt man sie mit den Spitzen nach unten in die Erde und bedeckt diese mit etwa zwei bis drei Zentimeter Substrat. Die Knollen benötigen lediglich ein wenig Wasser und Licht, damit sie später ebenfalls eine schöne Blütenpracht tragen werden. Bei der Umpflanzung nach draußen ist jedoch zu beachten, dass junge Brutknollen keinen Frost vertragen können.

Das richtige Gießen von Ranunkeln

Ranunkeln haben ihre Blühzeit etwa von Mai bis Juli und strahlen dann in den Farben Weiß, Rosa, Rot und Orange. Insbesondere während dieser Zeit haben die Pflanzen einen hohen Wasserverbrauch, daher sollte ausreichend gegossen werden, damit die Blüten nicht vertrocknen können. Die Erde sollte nie vollständig austrocknen.

Sobald die Blühzeit vorbei ist, die Blüten vertrocknet sind und sich auch keine neuen Knospen zeigen, kann das Gießen langsam reduziert werden. Dann ist es auch empfehlenswert, die Erde zwischen dem Wässern etwas austrocknen zu lassen, damit sich die Pflanze langsam auf die Winterruhe einstellen kann.

Das regelmäßige Düngen der Ranunkeln

Eine regelmäßige Düngung stärkt die eigene Abwehr der Ranunkeln und verlängert somit ihre Blütezeit. Ein herkömmlicher Flüssigdünger reicht bereits vollkommen aus. Gedüngt werden sollte grundsätzlich im Abstand von zwei Wochen, bis die Blätter von allein vertrocknen und abfallen, was für gewöhnlich im Herbst passiert.

Das Schneiden von Ranunkeln

Ranunkeln benötigen im Allgemeinen keinen Schnitt. Empfehlenswert ist es jedoch, regelmäßig verblühte oder trockene Stellen abzuschneiden, um somit für eine verlängerte Blütedauer zu sorgen. Entfernt man die verwelkten Teile, ermöglicht dies den Austrieb neuer Blüten.

Die Überwinterung der Ranunkel

Auch wenn die Ranunkel zu den winterharten Gewächsen zählt, kann Frost ihr Schaden zufügen. Es ist daher ratsam, die Knollen über den Winter im Haus zu halten, wo sie trocken, dunkel und kühl bei einer Umgebungstemperatur von etwa 7 Grad Celsius die perfekten Bedingungen vorfinden. Alternativ kann eine Schicht Kompost, Reisig oder Gartenvlies den Knollen zum Schutz dienen, wenn man diese nicht im Herbst entfernen möchte.

Umtopfen und Umsetzen der Ranunkel

Entscheidet man sich gegen ein Überwintern im Haus und verbleibt die Ranunkel durchgehend über Jahre hinweg an ihrem angestammten Platz, sollte man diese regelmäßig alle zwei bis vier Jahre umsetzen, damit sich der Boden erholen kann und verbrauchte Nährstoffe aufgefüllt werden können. Dies gilt ebenfalls für Töpfe oder Kübel, bei denen das Substrat ab und zu gewechselt werden sollte. Ein Umtopfen in einen größeren Topf ist erst dann nötig, wenn sich bereits eine große Anzahl Brutknollen gebildet hat.

Schädlinge und Krankheiten

Die Hauptprobleme der Ranunkel sind Mehltau sowie Schneckenbefall.

Stellt man fest, dass bereits einige Teile der Pflanze von Mehltau betroffen sind, sollten diese entfernt werden, damit sich der Mehltau nicht noch weiter ausbreiten kann. Ist mehr als nur eine Pflanze betroffen, sollten weiterhin entsprechende Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Gegen Schnecken können bekannte Mittel wie das Schneckenkorn eingesetzt werden. Allerdings sollte man die Pflanzen grundsätzlich sorgfältig beobachten. Bemerkt man den Schneckenfraß zu spät, können innerhalb kurzer Zeit ganze Pflanzengruppen bis hin zur Knolle vernichtet werden.

Sind die Ranunkeln von Blattläusen befallen, können in diesem Fall ihre natürlichen Feinde, wie zum Beispiel Marienkäfer oder alternativ auch ein herkömmliches Pflanzenschutzmittel helfen.

Vergiftung durch Ranunkeln

Die Ranunkel ist – ebenso wie viele andere Knollenpflanzen – giftig. Sollten ihre Blätter oder Blüten versehentlich verzehrt werden, ist es unbedingt nötig, dass die betroffene Person unverzüglich einen Arzt aufsucht. Typische Anzeichen für eine Vergiftung sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall und ein verstärkter Speichelfluss. Es kann ebenfalls zu Schweißausbrüchen, Hecheln, Zittern sowie Kopfschmerzen kommen. Manche Betroffene fallen sogar in Ohnmacht. Außerdem werden oft Ausschläge oder Reizungen auf der Haut beobachtet.

Die Ranunkel wird in der Homöopathie jedoch auch als Heilpflanze eingesetzt. Wie bei vielen anderen giftigen Gewächsen ist die Dosis darüber entscheidend, ob sich entweder eine schädliche Wirkung einstellt oder die Pflanze eine Heilung unterstützen kann. Wurde die Ranunkel vorschriftsmäßig getrocknet, kann sie beim Einsatz gegen Warzen und Hautkrankheiten hilfreich sein. Sie ist ebenfalls dafür bekannt, dass sie bei Problemen mit dem Ischias-Nerv, Rheuma oder auch Arthritis bei dem Patienten für eine Linderung seiner Schmerzen sorgen kann.

Um die richtige Dosis zu bestimmen, sollte jedoch ein Experte, wie zum Beispiel ein ausgebildeter Homöopath, zu Rate gezogen werden. Dieser bereitet die Inhaltsstoffe der Ranunkel entsprechend auf und verdünnt sie anschließend stark, damit aus der ursprünglich giftigen Pflanze ein Heilmittel entstehen kann.

Grundsätzlich ist es sehr wichtig, im Garten für eine Trennung zwischen einem Kräuter- und Gemüsebeet und Zierblumen wie der Ranunkel zu sorgen. Auf diese Weise wird einer möglichen Verwechslung der giftigen Knollenpflanze mit essbaren Gartenpflanzen vorgebeugt.

Expertentipp

Die Ranunkel eignet sich hervorragend als Schnittblume zur Verschönerung des Wohnraums.

Hierzu schneidet man einige Stängel der Pflanze ab, wenn diese in voller Blüte steht. Es sollte hierbei beachtet werden, dass man die Stängel schräg anschneidet, damit die Pflanze nicht am Boden der Vase ersticken kann. Die Vase sollte mit Wasser gefüllt werden, welches bereits Raumtemperatur hat und nicht direkt aus dem Wasserhahn stammt. Das Ende des Stiels sollte auch regelmäßig im Abstand einiger Tage schräg angeschnitten werden, um sicherzustellen, dass das Wasser leicht in den Stängel gelangen kann. Die Vase sollte alle zwei bis drei Tage mit frischem Wasser gefüllt werden. Auf diese Weise kann man sich wochenlang an farbenfrohen, blühenden Ranunkel im eigenen Zuhause erfreuen.

Häufig gestellte Fragen

Kann die Ranunkel auch als Zimmerpflanze gehalten werden?

Die Ranunkel gedeiht nicht nur hervorragend im Garten, sondern kann auch problemlos in einem Topf in der Wohnung platziert werden. Ihre farbenfrohe, prächtige Blüte sorgt auch in den eigenen vier Wänden für eine freundliche Atmosphäre. Da die Ranunkel jedoch giftig ist, sollte sie außer Reichweite von Haustieren oder Kindern aufgestellt werden. Abgefallene oder entfernte Pflanzenteile sollten grundsätzlich richtig entsorgt werden.

Wie viel Wasser benötigt die Ranunkel, wenn diese als Zimmerpflanze aufgestellt wird?

Ranunkeln benötigen viel Wasser. Insbesondere als Zimmerpflanze sollten sie somit regelmäßig gegossen werden. Während der Blütezeit ist ihr Wasserbedarf besonders hoch. Die Ranunkel sollte zwei bis drei Mal pro Woche mit Wasser versorgt werden. Dieses sollte im Idealfall bereits abgestanden sein und Zimmertemperatur haben. Es ist empfehlenswert, die Erde gleichmäßig feucht zu halten und dabei darauf zu achten, dass das Gießwasser ohne Probleme ablaufen kann, damit es nicht zu Staunässe und schädlicher Schimmelbildung kommt. Andererseits darf die Erde jedoch besonders zur Blütezeit nicht austrocknen. Nach Ende der Blütezeit sollte die Ranunkel weniger gegossen werden, die Erde darf hin und wieder sogar komplett trocken sein.

Womit und in welchen Abständen düngt man die Ranunkel, wenn diese als Zimmerpflanze gehalten wird?

Das Düngen der Ranunkel im Zimmer ist recht unkompliziert. Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel gedüngt wird, da eine zu hohe Menge stickstoffreicher Dünger die Blütenbildung gefährden kann. Weiterhin sollte nach Möglichkeit Flüssigdünger benutzt werden, mit dem man die Ranunkel alle zwei Wochen düngt. Grundsätzlich ist das Düngen in der Zeit von April bis September sinnvoll. Sobald die Blätter vertrocknet sind, kann man auf die Zugabe von Dünger verzichten.

Muss die Ranunkel im Zimmer geschnitten werden?

Es ist zu empfehlen, dass die vertrockneten Blätter sowie die welken Blüten der Ranunkel regelmäßig entfernt werden. Hierzu kann eine herkömmliche Schere verwendet werden oder auch einfach nur die Finger. Entfernt man die alten Blüten regelmäßig, können sich kurzfristig neue Blütenknospen bilden.

Benötigt die Ranunkel als Zimmerpflanze eine bestimmte Überwinterung?

Im Winter sollte die Ranunkel an einen kühleren Ort gestellt werden, da sie an zu warmen Standorten keine Ruhephase einlegt. Es ist möglich, die Pflanze mitsamt ihres Topfes neu zu platzieren oder auch die Zwiebel aus der Erde zu entfernen und ihr einen neuen Platz zu geben. Ein geeigneter Ort ist zum Beispiel der Keller, welcher der Ranunkel für gewöhnlich eine kühle, dunkle und trockene Umgebung bietet. Nach dem Überwintern kann es sinnvoll sein, die Pflanze komplett umzutopfen oder auch die alte Erde durch frische, unbenutzte Erde zu ersetzen.

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?

Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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