Rosen sind die wohl beliebtesten Gartenpflanzen. Selbst Laien erkennen sie an ihrer typischen Blütenform und Farbe. Sie sind bekannt für ihre Schönheit, ihren angenehmen Duft und die prächtigen Farben, in denen sie erhältlich sind.
Rosen gelten jedoch als empfindliche und pflegeintensive Gewächse. Insbesondere zum Beschnitt hört man häufig widersprüchliche Angaben. Heutzutage raten zum Beispiel viele Experten dazu, mehrjährige Arten im Winter zu beschneiden. In diesem Beitrag erfahren Sie die Gründe dafür und wie Sie einen Beschnitt im Winter richtig durchführen.
Gründe für einen Winterbeschnitt
In der Vergangenheit hieß es oft, dass man mehrjährige Rosen im Herbst zurückschneiden sollte, um sie auf den Winter vorzubereiten. Diese Maßnahme sorgt für eine ausreichende Belüftung und beugt der Bildung von Schimmel sowie Fäulnis vor. Ein Beschnitt lässt die Kälte jedoch tiefer in die Büsche eindringen und führt häufig zu Erfrierungen.
Aus diesem Grund gehen mehr und mehr Hobbygärtner dazu über, ihre Rosensträucher zum Ende des Winters zu beschneiden. Zu dieser Zeit befinden sie sich in der Ruhephase und verschwenden keine Energie für den Austrieb. Die kältesten Phasen sind zudem vorüber und die Erfrierungsgefahr gering.
Schnittausrüstung

Für den Beschnitt Ihrer Rosen benötigen Sie eine scharfe und saubere Gartenschere. Müssen sehr dicke Äste entfernt werden, kann zusätzlich eine Säge erforderlich werden. Bei sehr dichten Büschen hilft eine Baumschere, die inneren Zweige zu erreichen. Tragen Sie Gartenhandschuhe und passende Kleidung zum Schutz vor den Dornen.
Ausdünnen

Beginnen Sie den Beschnitt, indem Sie überflüssige Zweige ausschneiden. Man sollte durch die Sträucher hindurchsehen können. Zielen Sie auf eine gleichmäßige Dichte ab und entfernen Sie bevorzugt dünne und schwach aussehende Triebe ab. Brüchige Zweige, die keine Knospen tragen, sollten ebenfalls entfernt werden. Sie sind im Winter abgestorben und werden weder Blätter noch Blüten bilden.
Entfernung von Schadstellen
Nach dem Ausdünnen haben Sie einen besseren Blick auf die verbliebenen Triebe. Suchen Sie nach geknickten, eingerissenen, gequetschten und verfärbten Stellen. Schneiden Sie diese etwa 1,5 Zentimeter unter der Schadstelle ab.
Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall hin. Desinfizieren Sie Ihre Gartenschere nach jedem Schnitt, wenn Sie diese Bereiche entfernen. Andernfalls werden die Pilzsporen in die nächsten Schnitte übertragen und die Krankheit weiterverbreitet.
Ausreißen von Schösslingen
Prüfen Sie den Boden rund um den Rosenstrauch auf Jungpflanzen, die unter den Mutterpflanzen erscheinen. Sie schwächen die Sträucher, indem sie ihnen Wasser und Nährstoffe entziehen. Graben Sie die jungen Pflanzen aus, bis sie die Stellen finden, an denen sie mit den Wurzeln der Mutterpflanzen verbunden sind. Dünne Schösslinge bis zu einem Durchmesser von 0,3 Zentimetern können Sie ausreißen. Für dickere Exemplare benötigen Sie eine Schere.
Formschnitt
Sehen Sie sich die Form der Büsche im Anschluss aus einigen Schritten Entfernung an. Sehen sie ungleichmäßig aus oder möchten Sie ihnen eine bestimmte Form geben, können Sie nun die dazu notwendigen Schnitte vornehmen.
Expertentipp
Schneiden Sie Rosenzweige immer knapp über einem Auge und in einem Winkel von 45° ab. Auf diese Weise heilt die Verletzung etwas langsamer, es kann sich am Schnitt jedoch keine Nässe sammeln und eine Infektion begünstigen.
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