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Rotbuche schneiden – Anleitung und Tipps

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Rotbuche schneiden - Anleitung und Tipps

Die Rotbuche gilt als sehr schnittverträgliches Gehölz und kann durch einen leichten Rückschnitt in fast jede gewünschte Form gebracht werden.

Der optimale Zeitpunkt für den Rückschnitt

Der optimale Zeitpunkt für den Rückschnitt


Um ein dichtes und gleichmäßiges Wachstum zu fördern, sollte die Rotbuche bereits Mitte bis Ende Februar zurückgeschnitten werden. Frisch ausgepflanzte Exemplare sollten nicht unkontrolliert in die Höhe wachsen dürfen, sondern von Anfang an etwas gestutzt werden, um bestmöglich gedeihen zu können. Der Februar eignet sich ebenso, um an der Buche einen radikalen Verjüngungsschnitt durchzuführen, da sie im zeitigen Frühjahr noch keine neuen Triebe ausgebildet hat, welche durch den Einsatz einer elektrischen Heckenschere Schaden nehmen könnten.

Ein weiterer Vorteil dieses frühen Schnitts ist, dass keine Gefahr besteht, eventuell nistende Vögel zu stören. Im ersten Jahr nach der Pflanzung der Rotbuche schneidet man die Oberseite sowie eine Flanke bis auf kurze Äste mit leichten Seitenverzweigungen zurück. Im zweiten Jahr wird die andere Seite auf dieselbe Weise bearbeitet. Diese Methode gibt dem Baum ausreichend Zeit für die Regeneration und beeinträchtigt nicht dessen Erscheinung im Garten.

Pflege- und Formschnitt

Pflege- und Formschnitt
Eine weitere Pflegemaßnahme an der Buche umfasst den im Juni vorzunehmenden Formschnitt, in dessen Rahmen der Baum in eine gewünschte Form zurechtgeschnitten werden kann. Es ist wichtig, dass mindestens ein Drittel des neuen Jahrestriebes stehen bleiben darf. Auf diese Weise ist die Rotbuche in der Lage, ausschließlich mit den verschonten Blättern einen ausreichenden Nährstoffvorrat anzulegen, um sich nach dem Rückschnitt wieder zu regenerieren.

Die empfohlene Form

Die empfohlene Form
Eine Rotbuche sollte stets leicht konisch geschnitten werden. Ist der Baum unten breiter als oben, so kann dieser sich nicht selbst beschatten und auch tiefer liegende Blätter erhalten ausreichend Licht. Dasselbe gilt bei der Kultivierung einer Rotbuchenhecke, welche mit Hilfe einer entlang der Hecke gespannten Schnur in eine gerade Form gebracht werden kann. Dabei sind gleichmäßiges Auf- und Abbewegungen der Heckenschere besonders wichtig.

Beheben von Schönheitsfehlern

Werden im Laufe der Zeit an der Rotbuche Löcher oder einzelne Lücken sichtbar, so sind diese in den meisten Fällen die Folge von partiell zu wenig Licht. Wird die Buche von benachbarten Pflanzen oder Bäumen beschattet, so sollten störende Zweige und Äste zunächst entfernt werden. Bei zu umfangreichen Löchern können die Triebe der Rotbuche mit Hilfe von eingesetzten Stäben in die gewünschte Richtung gelenkt und als Lückenfüller verwendet werden. Eine stärkere Verzweigung wird herbeigeführt, indem die Triebspitzen zusätzlich etwas eingekürzt werden.

Expertentipp

Das Schnittgut der Rotbuche kann in gehäckselter Form zum Abdecken des Bodens unter dem Baum verwendet werden. Es eignet sich ebenso, um damit eine Mulchdecke für andere Pflanzen anzulegen und sollte daher nach dem Rückschnitt nicht entsorgt werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Susanne Friedrich

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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