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Schädlinge

Schädlinge an Nadelgehölzen

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Schädlinge an Nadelgehölzen

Immergrüne Nadelgehölze sorgen auch in der kalten Jahreszeit für eine wohlige Atmosphäre im Garten. Zwar sind die robusten Gewächse generell recht pflegeleicht, doch auch sie sind nicht gefeit vor Schädlingen und Krankheiten. Doch wie äußert sich ein Schädlingsbefall an Nadelgehölzen, wie lässt sich ein akuter Befall bekämpfen und welche Maßnahmen zur Vorbeugung gibt es?

Symptome eines Schädlingsbefalls

Symptome eines Schädlingsbefalls


Da Pflanzen einen schwachen Befall gut kompensieren können, zeigt sich ein Schädlingsbefall oft erst, wenn ausgeprägte Schäden angerichtet sind. Um nicht erst zu spät auf Schädlinge zu reagieren, sollte eine regelmäßige Untersuchung der Nadelgehölze auf folgende Anzeichen hin erfolgen:

  • Braun färbende Nadeln
  • Starker Nadelwurf
  • Faulende oder sich färbende Rinde
  • Diverse Wucherungen an den Zweigen
  • Weiße Anhaftungen an Zweigen und Nadeln
  • Bohrlöcher im Stamm
  • Verkrüppelnd wachsende Zweige und Nadeln

Befall durch Borkenkäfer

Befall durch Borkenkäfer
Borkenkäfer stellen nicht nur für Nadelwälder, sondern auch für Gartenbesitzer mit Fichten und Tannen eine Gefahr dar. In sogenannten Käferjahren, wenn sich Populationen rasant vermehren, gilt es, besonderes Augenmerk auf einen möglichen Befall zu richten. In unseren gemäßigten Breiten sind hauptsächlich der Buchdrucker und Kupferstecher sowie der nordische Fichtenbohrkäfer für Schäden an Nadelgehölzen verantwortlich. Die nur wenige Millimeter großen Käfer sind nicht leicht zu entdecken. Zu den Symptomen gehören braunes Bohrmehl am Stamm, Bohrlöcher in der Rinde sowie Harzfluss.

Ist ein Befall erst entdeckt, hilft nur noch der Griff zur Säge. Einmal eingenistete Käfer sind kaum zu vertreiben, auch Insektizide sind wirkungslos. Selten reicht die Entfernung betroffener Äste und Triebe. Vorbeugende Maßnahmen sind nicht existent, doch sind vitale und gesunde Bäume resistenter gegen einen potenziellen Befall.

Befall durch Sitkafichtenlaus

Befall durch Sitkafichtenlaus
Auch die Sitkafichtenlaus kann einigen Nadelgehölzen stark zusetzen. Vor einigen Jahrzehnten aus den USA nach Europa importiert, treibt der Schädling sein Unwesen nun in heimischen Gärten. Die mit der Blattlaus verwandte Art ist giftgrün gefärbt und zwei Millimeter groß. Ein milder Winter begünstigt einen Befall. Wie andere Läuse ernähren sich die Insekten vom Pflanzensaft und sorgen erst für die Verfärbung, später dann für ein Absterben der Nadeln. Typisch ist ein Befall der älteren Nadeln, frische Austriebe hingegen bleiben verschont.

Bekämpfen lässt sich die Sitkafichtenlaus durch eine optimale Pflege und Wässerung des Gewächses. Ein gleichmäßig feuchter, lockerer und fruchtbarer Boden wirkt vorbeugend. Während Flüchtlinge wie Marienkäfer und Florfliegen Bestände über die warmen Monate kontrollieren, ist in den Wintermonaten auf Präparate mit Rapsöl oder Kaliseife zurückzugreifen.

Weitere Schädlinge an Nadelgehölzen

Neben den Spezialisten im Tierreich haben es auch herkömmliche Schädlinge auf Nadelgehölze abgesehen. Schildläuse, Wollläuse oder die normale Blattlaus sitzen an den Unterseiten der Nadeln, bevorzugt an frischen und weichen Trieben, und saugen Zellsaft ab. Befallene Pflanzenteile weisen oft klebrige Ausscheidungen der Läuse auf, welche die Pflanze weiter schädigen und zu Mykosen, beispielsweise einem Befall mit Rostpilzen, führen. Diese äußern sich durch Gelbfärbung und Absterben der Nadeln und Jungtriebe. Neben dem Entfernen betroffener Pflanzenteile ist die Behandlung mit speziellen Fungiziden zur Vorbeugung und Bekämpfung eines Befalls ratsam.

Expertentipp

Nur ein gesundes Nadelgehölz besitzt die nötige Widerstandskraft, um sich gegen äußere Einflüsse und Schädlinge zur Wehr zu setzen. Neben der richtigen Düngung einmal pro Jahr durch einen Volldünger, etwa Blaukorn, ist die Entfernung abgefallener Nadeln und abgeknickter Äste zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen empfehlenswert. Auch Staunässe setzt den immergrünen Gewächsen stark zu.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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