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Beetpflanzen

Schneeglöckchen – Steckbrief

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Schneeglöckchen - Steckbrief

Schneeglöckchen (Galanthus) sind zarte Frühlingsboten, die gern als kleine Kraftpakete bezeichnet werden. Sie besitzen eine Art Frostschutzmittel, mit dem sie sich ihren Weg durch Eis und Schnee bahnen können. Aus diesem Grund sind sie Jahr für Jahr die Ersten, die ihre fragilen Köpfe durch die noch vorhandene Schneedecke stecken.

Wissenswertes

Schneeglöckchen zählen zu den sogenannten Geophyten. Geophyten sind Pflanzen, die im Boden überwintern und ein Energie-Organ besitzen. Schneeglöckchen nutzen diesen evolutionären Vorteil und treiben bereits zum Ende der Winterperiode aus, da sie Energie in ihren Zwiebeln speichern können. Diese Energie wird genutzt, um schnell zu wachsen.

Eine Besonderheit von Schneeglöckchen ist, dass sie nicht nur Energie speichern, sondern auch Wärme erzeugen können. Auf diese Weise schaffen sie es, gefrorenen Boden zu durchdringen. Gleichzeitig enthalten die weißen Schönheiten einen sehr hohen Zucker- und Salzgehalt, der wie eine Art Frostschutzmittel wirkt und ihnen hilft, durch Schnee und Eis an die Oberfläche zu gelangen.

Ursprung

Ursprung


Beheimatet sind Schneeglöckchen in Südwestasien und Europa, das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) stammt aus Mitteleuropa. In Nordamerika sind einige verwilderte Arten zu finden. Insgesamt gibt es etwa zwanzig Arten, von denen drei im Herbst blühen.

Schneeglöckchen gehören zur Familie der Amaryllisgewächse. Die mehrjährigen Zwiebelpflanzen blühen je nach Witterungsbedingungen zwischen Februar und Anfang April. Ihren botanischen Namen erhielten sie, da sie oft blühen, wenn Schnee liegt. Die Bezeichnung stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie ‘Blüten im Schnee’. Umgangssprachlich werden Schneeglöckchen auch als Milchblume oder Weiße Jungfrau bezeichnet.

Aussehen

Aussehen
Schneeglöckchen haben glockige, nickende Blüten. Das Echte Schneeglöckchen wird bis zu zwanzig Zentimeter hoch und besitzt schmale, blaugrün bereifte Blätter. Die drei äußeren Blütenblätter sind langgestreckt und reinweiß. Die kurzen inneren Blätter haben je einen grünen Fleck. Im Spätfrühling bilden Schneeglöckchen eine Kapselfrucht.

Das Großblütige Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) wird auch Frühlingsknotenblume genannt und besitzt große, duftende Blüten sowie breite Kronblätter mit einem grünen, später gelben Tupfer. Häufig ist es auf feuchten Wiesen und Waldrändern anzutreffen.

Beide Arten sind in vielen Ländern geschützt und dürfen nicht gepflückt werden. Die Zwiebeln von Schneeglöckchen enthalten das Alkaloid Galantamin. Werden die Zwiebeln versehentlich verzehrt, können Vergiftungserscheinungen auftreten. Aus diesem Grund müssen sie von Kleinkindern und Haustieren ferngehalten werden.

Expertentipp

Der optimale Standort für Schneeglöckchen ist unter Laubbäumen, denn sie tragen zur Blütezeit der Frühlingsboten noch keine Blätter. Auf diese Weise erhalten Schneeglöckchen sehr viel Licht, das sie benötigen, um ihre Energiespeicher aufzufüllen, um im kommenden Jahr erneut zeitig auszutreiben.

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