Bei der Pflege von Seerosen ist ein gelegentlicher ordnungsgemäßer Rückschnitt der Pflanzen ausschlaggebend. Versäumt man es, die Gewächse regelmäßig zurückzuschneiden, so kann es dazu kommen, dass die Blüte nicht mehr so üppig ausfällt. Weiterhin nehmen die Schwimmblätter auf Dauer zu viel Platz im Teich ein und es kann zu diversen Krankheiten kommen. Ein unkontrollierter Wuchs zieht außerdem Schädlinge an. Aus diesem Grund ist es wichtig, von Zeit zu Zeit insbesondere abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen.
Rückschnitt und Teilung der Seerosen
Über die Jahre hinweg breiten sich Seerosen nicht nur an der Oberfläche des Teichs aus, sondern nehmen auch am Grund des Gewässers sehr viel Platz ein. Dann ist es an der Zeit, die Pflanzen zu teilen. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Seerosen zurückgeschnitten werden sollten, ist ein Rückgang der zuvor prächtigen Blüte. In dem Fall benötigen die Gewächse einen Verjüngungsschnitt. Die Vorgehensweise der Teilung ist abhängig davon, ob es sich um Seerosen mit knollenartigen Wurzelstöcken handelt oder ob diese über einen rhizomartigen Wurzelstock verfügen.
Rückschnitt von Seerosen mit knollenartigem Wurzelstock

Im ersten Schritt wird der Pflanzkorb der Seerosen vorsichtig aus dem Gartenteich entfernt. Danach nimmt man die Seerose aus dem Korb und führt eine sorgfältige Reinigung des Wurzelstocks durch. Dafür wird dieser mit Hilfe einer Gießkanne und ein wenig Teichwasser gründlich gespült. Da der Wurzelstock keine Rhizome bildet, kann er einfach auseinandergezogen und auf diese Weise geteilt werden. Danach werden die alten, dunklen Wurzeln abgeschnitten, während die jungen, hellen Wurzeln nur ein wenig gekürzt werden. Abschließend werden die zuvor geteilten Seerosen in separate Pflanzkörbe gegeben und diese wieder in den Teich gesetzt.
Rückschnitt von Seerosen mit rhizomartigen Wurzelstock

Seerosen mit rhizomartigen Wurzelstock werden ebenfalls zunächst aus dem Teich entnommen. Der Pflanzkorb wird vorsichtig entfernt. Anschließend spült man den Wurzelstock gründlich mit Teichwasser, damit das Rhizom gut sichtbar wird. Da Seerosen mit einem rhizomartigen Wurzelstock nicht einfach in zwei Teile geteilt werden können, schneidet man mit einem scharfen Schneidwerkzeug jeweils etwa fünfzehn Zentimeter lange Rhizomspitzen vom Wurzelstock ab.
Diese jungen Teile sind für gewöhnlich sehr kräftig und entwickeln sich daher schneller zu einer üppig blühenden Seerose, als das alte Rhizom. Bevor die einzelnen Rhizomstücke wieder eingepflanzt werden können, wird die Schnittstelle mit Hilfe eines Aktivkohlepulvers gründlich desinfiziert. Dieses wird unmittelbar auf die Schnittstellen aufgetragen. Danach können die Rhizomstücke in mehrere Pflanzkörbe gegeben und wieder in den Teich gesetzt werden.
Optimaler Zeitpunkt für einen Rückschnitt
Ein starker Rückschnitt ist essenzieller Bestandteil der Seerosen-Pflege. Allerdings stellt dieser für die Pflanze auch eine große Herausforderung dar, von welcher sie sich danach ausgiebig erholen muss. Der beste Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen liegt daher vom Frühjahr bis in den Sommer, damit die Seerose bis zum Winter noch genügend Zeit für die Regeneration hat.
Expertentipp
Um eine unkontrollierte Ausbreitung der Seerosenblätter zu vermeiden, so sollte man die Pflanzen regelmäßig pflegen und einige Blätter abtrennen. Dies sollte möglichst nahe am Wurzelballen der Seerose geschehen. Am besten eignen sich für diese Schnittmaßnahme spezielle Teichscheren, die über einen langen Stiel verfügen.
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