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Schädlinge

Wurmhäufchen auf dem Rasen

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Wurmhäufchen auf dem Rasen

Den meisten Hobbygärtnern fallen im Frühling vermehrt kleine Häufchen im Rasen auf, welche von Regenwürmern stammen. Insbesondere wenn man den Rasen mäht, können diese Wurmhäufchen lästig sein, da sie schmierige Flecken auf dem Gras zurücklassen oder auch dafür sorgen, dass das Messer des Rasenmähers sich bereits nach kurzer Zeit schon wieder stumpf zeigt.

Regenwürmer sind nützlich

Tatsächlich ist es aber ein gutes Zeichen, wenn der Rasen über Regenwürmer verfügt. Nur guter, gesunder Boden zieht Würmer an, da sie sich ausschließlich in einer solchen Umgebung wohlfühlen. Bei den sichtbaren Wurmhäufchen handelt es sich lediglich um mineralische Bodenbestandteile, welche von den Würmern zwar aufgenommen, jedoch nicht verdaut werden können. Der Regenwurmkot stellt somit puren organischen Dünger dar. Regenwürmer sorgen dafür, dass der Boden im Garten kontinuierlich gelockert wird. Sie bauen die abgestorbene, organische Substanz im Boden um, reichern die Erde zudem mit Humus von der Oberfläche an und mischen diesen mit dem Boden.

Regenwürmer nehmen dem Gärtner lästige Arbeiten ab

Regenwürmer nehmen dem Gärtner lästige Arbeiten ab


Man kann sagen, dass Regenwürmer genau die Arbeit erledigen, die der Hobby-Gärtner ansonsten in einem langwierigen Prozess übernehmen müsste. Sie graben den Boden um, düngen und durchlüften ihn, was nach einer gewissen Zeit für eine optimale Struktur sorgt. Selbst dichte und schwere Lehmböden werden bei diesem Prozess gelockert, was zukünftig einen schnellen Ablauf des Wassers in tiefere Bodenschichten ermöglicht. Da der einzige Lebenssinn dieser Tiere aus Fressen und Graben besteht, finden innerhalb kürzester Zeit unzählige dieser Arbeitsgänge statt.

Insbesondere in den Herbst- sowie Frühlingsmonaten lassen sich zahlreiche Wurmhäufchen im Rasen feststellen. Dann bewegen sich die Regenwürmer größtenteils in den oberen Schichten des Bodens, während sie sich in heißen und trockenen Sommermonaten bevorzugt in die tieferen Schichten zurückziehen.

Was macht man gegen störende Wurmhäufchen?

Was macht man gegen störende Wurmhäufchen
Grundsätzlich ist es falsch, gegen die Regenwürmer und die zugehörigen Wurmhäufchen vorgehen zu wollen, da diese einen nützlichen Zweck erfüllen. Aktiv mit diversen Mitteln eine Regenwurmpopulation zu bekämpfen, sollte daher auf jeden Fall vermieden werden. Fühlt man sich dennoch durch die immer wieder auftretenden Häufchen gestört, so kann man einfach auf einige trockene Tage abwarten. Diese haben zur Folge, dass die Wurmhäufchen von selbst eintrocknen und im Anschluss mit einem entsprechenden Gartenwerkzeug beseitigt werden können. Auch nach einem starken Regenguss verschwinden die Wurmhäufchen normalerweise von selbst, da der Regen diese einfach fortspült.

Regelmäßiges Lockern der oberen Bodenschichten

Eine weitere Möglichkeit, zwar von der Arbeit der Regenwürmer im Boden zu profitieren, aber dennoch die Wurmhäufchen zu vermeiden, ist die richtige Vorbereitung des Rasens sowie der oberen Bodenschichten im Frühjahr. Regenwürmer werden insbesondere von dichteren Böden angezogen, da dort Schwingungen besser übertragen werden. Dadurch werden die Würmer rechtzeitig vor Regen oder ihrem größten Fressfeind dem Maulwurf gewarnt. Sind die oberen Schichten des Bodens locker, so ziehen sich die Regenwürmer in die tieferen Bodenschichten zurück und hinterlassen dort die Wurmhäufchen. Den sich unmittelbar unter dem Rasen befindlichen Boden kann man durch regelmäßiges Sanden lockern. Dies ist eine Arbeit, welche sich über mehrere Jahre erstreckt, jedoch vermeidet man so effektiv das Auftreten der Wurmhäufchen. Hierzu mäht man im Frühjahr den Rasen kurz und vertikutiert ihn im Anschluss daran. Danach verteilt man etwa fünf Liter Quarzsand pro Quadratmeter auf der Rasenfläche. Dieser wird durch den Regen langsam in den Boden gespült und kann dann als Drainage wirken.

Absammeln der Regenwürmer

Wenn man weder auf das richtige Wetter warten möchte, noch eine langwierige Bearbeitung des Bodens gegen die Wurmhäufchen in Erwägung ziehen möchte, so stellt eine weitere Möglichkeit das Absammeln und Umsiedeln der Regenwürmer von Hand dar.

Hierzu wartet man bis zur feuchten Witterung in der Nacht. Um die Regenwürmer aufzuspüren, sollte man eine Taschenlampe verwenden, welche jedoch mit einer roten Folie abgeklebt sein sollte. Helles, weißes Licht führt dazu, dass die Regenwürmer unmittelbar in den Boden fliehen. Die Würmer werden nach und nach in einem Eimer gesammelt und an einer anderen Stelle wieder ausgesetzt. Hierbei ist zu bedenken, dass an ihrem neuen Standort die auftretenden Wurmhäufchen kein Problem darstellen dürfen.

Expertentipp

Der von den Regenwürmern produzierte Humus stellt einen erstklassigen Nährstofflieferanten für die Gartenpflanzen sowie den Rasen dar. Um den Rasen damit zu düngen, werden eingetrocknete Wurmhäufchen an der Rasenoberfläche zum Beispiel mit einer Harke weitläufig verteilt. Er kann jedoch auch mit einer kleinen Schaufel abgenommen und gesammelt werden. Trocknet man ihn zusätzlich, kann er auch noch im nächsten Jahr als natürlicher Dünger eingesetzt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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