Bei Lilien handelt es sich um traumhafte Pflanzen mit farbenfrohen und anmutigen Blüten, die jeden Garten aufwerten. Es gibt rund 110 verschiedene Arten der wunderschönen Blume aus der Familie der Liliengewächse und zahlreiche weitere Hybriden. Doch so traumhaft schön die Lilien im späten Frühjahr und im Sommer während ihrer Blütezeit auch sind, was passiert mit diesen betörenden Pflanzen, wenn sie verblüht sind und sich die kalte Jahreszeit nähert? Sind die Blumen eigentlich winterhart?
Lilien beim ersten Frost – Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden?
Obwohl es sich bei der Lilie um eine typische Zwiebelpflanze handelt, können die meisten Lilienarten in der kalten Jahreszeit im Freien verbleiben. Allerdings gibt es unter den Vertretern der Familie der Liliengewächse auch einige, die während des Winters einer besonderen Pflege bedürfen.
Der große Teil der Lilien kann mittlerweile im Winter in der Erde gelassen werden. Galten vor zehn Jahren Lilien noch als kaum winterhart und sehr empfindlich, sind die heute in den Gartencentern zu erwerbenden Pflanzen aus der Familie der Liliengewächse zumeist sehr robust und pflegeleicht. Häufig handelt es sich dabei um speziell gezüchtete Hybriden. Sind die Lilien im Garten an einem Standort gepflanzt, an welchem sie windgeschützt untergebracht sind, weil sie beispielsweise durch Stauden und Gehölze geschützt werden, dann kann ihnen die kalte Temperatur zumeist gar nichts anhaben. Spezifische Maßnahmen müssen in diesem Fall nicht ergriffen werden.
Lilien und Staunässe im Winter – Das passt nicht zusammen

Die meisten Lilienarten vertragen niedrige Temperaturen im Winter zwar ohne größere Probleme, doch kommen mit Tropf- und Staunässe überhaupt nicht zurecht. Aus diesem Grund sollte im Herbst und im Winter dafür gesorgt werden, dass die Pflanzen nicht zusätzlich gegossen und zudem so gut wie möglich vor Nässe geschützt werden. Ein natürlicher Regenschutz wäre ideal. Sollen Lilien im Freien überwintern, sollten nach der Blüten wenn möglich die Samenstände entfernt werden. So kann sich die Pflanze effektiver regenerieren. Zusätzlich können die Lilien dadurch geschützt werden, dass sie rundherum mit etwas Humus bedeckt wird. Der Humus fungiert als Puffer gegenüber der Kälte und enthält zudem wertvolle Nährstoffe.
Welche Lilien können im Winter draußen bleiben (nicht abschließende Liste)

- Orientalische Lilie
- Asiatische Lilie
- Chinesische Berglilie
- Türkenbundlilie
- Trompetenlilie
- Nepal Lilie
- Königslilie
- Kanada Lilie
- Baumlilie
- Tigerlilie
- Feuerlilie
Spezielle Pflege für nicht winterharte Lilien
Es gibt allerdings auch Lilien, die man im Winter nicht, ohne speziellen Maßnahmen zu ergreifen, im Freien lassen kann oder die gar nicht draußen verbleiben können. Eher empfindliche Vertreter der Liliengewächse sind beispielsweise die Inkalilie sowie die Madonnenlilie. Die Inkalilie kann in einem milden Winter draußen verbleiben, wenn sie ausreichend mit Mulch abgedeckt und vor Kälte geschützt wird. Steht ein strenger Winter bevor, muss die Inkalilie aber zwingend im Herbst ausgegraben und ins Innere verbracht werden.
Die Madonnenlilie wiederum, braucht einen ausreichenden Winterschutz, um auch im nächsten Sommer wieder blühen zu können. Kommt der Herbst, sollte sie also mit einer dicken Schicht aus Rindenmulch, Reisig oder Tannenzweigen abgedeckt werden.
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