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Stauden & Ziergräser

Stauden für Lehmböden

Lisa Schneider

Veröffentlicht

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Stauden für Lehmboden

Lehmige Böden sind eine der größten Herausforderungen für leidenschaftliche Gärtner. Auf den ersten Blick wirken sie hilfreich, denn Feuchtigkeit und Nährstoffe werden gespeichert und bleiben der Pflanze so länger erhalten. Doch der Lehmboden lässt Wasser schlechter ablaufen und nimmt weniger Sauerstoff auf als benötigt. Nur wenige Pflanzen mögen einen solch feuchten, schweren Boden. Wir stellen dennoch zehn Stauden vor, die auch auf lehmiger Erde gut gedeihen.

Hohe Flammenblume (Phlox paniculata): Farbspektakel und Insektenheim

Hohe Flammenblume (Phlox paniculata) Farbspektakel und Insektenheim
Schon seit Jahrhunderten pflanzen Menschen die Flammenblume in ihre Gärten, um sich an ihrer beeindruckenden Schönheit und dem attraktiven Duft zu erfreuen. Je nach Sorte zeigt die Hohe Flammenblume zwischen Juli und September verschiedene Töne von Weiß, Rosa, Violett oder Rot.

Die Hohe Flammenblume bevorzugt weniger durchlässige Böden und ist somit im Lehmboden genau richtig. Sie lockt Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten an und passt in die verschiedensten Gartenstile. Noch dazu ist die Flammenblume eine winterharte Pflanze.

Pfingstrose (Paeonia): Vielfalt an Sorten und Düften

Pfingstrose (Paeonia) Vielfalt an Sorten und Düften
Der Name der Pfingstrose täuscht: Es handelt sich nicht wirklich um eine Rose, sondern um ein Hahnenfußgewächs. Trotzdem ähnelt die Beliebtheit denen der echten Rosen. Das dürfte unter anderem an den unzähligen Sorten mit äußerst vielfältigen Blüten liegen.

Pfingstrosen können auch mit schweren und lehmigen Böden gut leben. Im Winter ziehen sich die oberen Teile der Staude vollständig in die Erde zurück und verlieren ihre Blüten. Im Sommer jedoch bezaubert die Pflanze mit intensiven Düften.

Raublatt-Aster (Aster novae-angliae): Tolerante Staude in violettem Glanz

Raublatt-Aster (Aster novae-angliae) Tolerante Staude in violettem Glanz
Sie wird bis zu 160 Zentimeter hoch und ist deshalb vor allem für die Hintergrundbegrünung geeignet: Die Raublatt-Aster. Ab August begeistert die buschig wachsende Pflanze zusätzlich mit rosafarbenen bis violetten Blüten.

Raublatt-Astern bevorzugen lehmige bis humose Böden und können auch mit höheren Kalkgehalten gut umgehen. Sie sind winterhart und passen in verschiedene Gartenstile: Vom Bauerngarten bis zum Präriegarten ist hier alles möglich.

Bergenie (Bergenia): Einfach nicht kleinzukriegen

Bergenie (Bergenia) Einfach nicht kleinzukriegen
Im April und im Mai zeigt die Bergenie ihre auffälligen, großen Einzelblüten in Rosa-, Weiß- oder Rottönen. Doch auch später bleibt sie interessant. Denn die Blätter verfärben sich im Herbst und verleihen dem Garten mit ihrer roten Farbe auch im Winter eine märchenhafte Erscheinung.

Die Bergenie ist eine schier unverwüstliche Pflanze. Sie ist langlebig, genügsam und stellt wenige Ansprüche an ihren Standort. Deshalb sind Gärtner mit lehmigen Böden auch besonders gut mit dieser Staude beraten. Zudem bietet sie im Frühling Nahrung für Bienen.

China-Wiesenraute (Thalictrum delavayi): Eine Grazie für das Blumenbeet

China-Wiesenraute (Thalictrum delavayi) Eine Grazie für das Blumenbeet
Wie ein Schleier scheinen die zartvioletten Blüten der Chinesischen Wiesenraute über dem Beet zu schweben. Die filigrane, grazile Staude wird bis zu zwei Metern hoch und setzt zwischen Juni und Ende August sanfte Farbakzente. Mit Trockenheit und Hitze kann sie dabei gut umgehen.

Am besten macht sich die China-Wiesenraute in halbschattigen Gebieten neben Gehölzen. Dort sorgt sie für Leichtigkeit und Frische. Aber auch eine Kombination mit Pflanzen von kräftiger Optik kann interessante Kontraste hervorbringen.

Kerzenknöterich (Polygonum amplexicaule): Flexibel und für Gruppen geeignet

Kerzenknöterich (Polygonum amplexicaule) Flexibel und für Gruppen geeignet
Der Kerzenknöterich stellt wenige Ansprüche und benötigt kaum Pflege. Er zeigt sich als anpassungsfähige, pflegeleichte Staude und kommt deshalb auch mit vielem zurecht: mit unterschiedlichen Stilen und Standorten ebenso wie mit lehmigen Böden.

Zwischen Juni und Oktober zeigt der Kerzenknöterich weiße bis rosafarbene oder violette Blütenrispen. Diese Scheinähren entfalten ihre Wirkung besonders stark, wenn die Staude in einer Gruppe gepflanzt wird.

Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii): Der Farbakzent, wenn es kalt wird

Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii) Der Farbakzent, wenn es kalt wird
Wie andere Eisenhut-Arten ist auch der Herbst-Eisenhut giftig. Dennoch ist er ein wunderbarer Blickfang im Spätsommer. Er fühlt sich auch auf lehmigen Böden wohl und kann sowohl in die Sonne als auch in den Halbschatten gepflanzt werden.

Von September bis Oktober präsentiert der Herbst-Eisenhut blauviolette Blütentrauben. Diese unzähligen kleinen Einzelblüten zaubern somit leuchtende Akzente in den Garten. Eine besonders gute Figur macht der Herbst-Eisenhut in Natur- und Bauerngärten.

Prachtspiere (Astilbe): Für die schattigen Bereiche im Garten

Prachtspiere (Astilbe) Für die schattigen Bereiche im Garten
Zwischen Juni und September bringt die Prachtspiere Farbe in den Garten. Das kann jeder erdenkliche Ton sein: die Sorten reichen von Weiß und Orange bis zu Rosa und Dunkelrot. Die Blütenrispen zeigen sich dabei aufrecht stehend oder in elegantem Überhang.

Es gibt nur wenige Pflanzen, die im Schatten aufleuchten können, doch die Prachtspiere ist eine solche. Sie fühlt sich auch in lichtarmen Gegenden wohl. Dort können die größeren Sorten ins Beet gepflanzt werden, kleinere Prachtspieren werden nur 50 Zentimeter hoch und passen somit auch in den Kübel.

Storchschnabel (Geranium): Die Staude für alle Fälle

Storchschnabel (Geranium) Die Staude für alle Fälle
Schon seit mehreren Jahrhunderten kultivieren die Menschen den Storchschnabel als Zierpflanze. Kein Wunder, denn es gibt ihn nicht nur auf allen Kontinenten, sondern er bietet durch mehrere hundert Sorten auch eine schiere Vielfalt an möglichen Farben und Standorten. So ist für jeden etwas dabei.

Storchschnäbel sind extrem pflegeleichte, widerstandsfähige Stauden, die sich Krankheiten und Schädlingen widersetzen. Der Boden sollte mäßig feucht und nährstoffreich sein. Für einen lehmigen Boden ist zum Beispiel die Sorte ‘Rozanne’ geeignet.

Sonnenauge (Heliopsis): Anspruchsloser Blickfang mit genialem Leuchten

Sonnenauge (Heliopsis) Anspruchsloser Blickfang mit genialem Leuchten
Auch das Sonnenauge macht in einfach jedem Garten eine gute Figur. Es gilt als anspruchsloser, dauerblühender Blickfang. Die aufrechten Blüten sorgen von Juli bis zum ersten Herbstfrost für ein lang anhaltendes Leuchten.

Sonnenaugen sind ausdauernde, mehrjährige Stauden. Vor allem aufgrund ihrer Größe von bis zu 180 Zentimetern werden sie gern zur Zaunbegrünung eingesetzt. Wunderbar wirken die prächtigen Blüten jedoch auch in Kombination mit kleinblühenden Pflanzen oder Gräsern.

Expertentipp: Staunässe in Lehmböden vermeiden

Wie Hobbygärtner wissen, haben lehmige Böden einige Nachteile für Pflanzen. So sind sie zum Beispiel weniger luftdurchlässig. Ein großes Problem ist das in Kombination mit der Feuchtigkeit des Bodens: Durch die schlechte Belüftung kann im Winter Staunässe entstehen. Gärtner sollten deshalb gut auf ihre Pflanzen achten und eine Handvoll mittelfeinen Sand in die Erde einarbeiten, um diesen aufzulockern und den Wasserabzug zu verbessern.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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