Connect with us

Stauden & Ziergräser

Witwenblume richtig pflanzen und pflegen

Veröffentlicht

auf

Witwenblume richtig pflanzen und pflegen

Witwenblumen sind Staudenpflanzen und in der Natur fast überall auf Wiesen sowie an Acker- und Wegrändern zu finden. Obwohl die Wildstaude pflegeleicht, genügsam und mit ihrer herrlichen Blüte ein wahrer Blickfang für jeden Garten ist, findet sie unter Hobbygärtnern relativ wenig Beachtung. Dabei verschönern sie nicht nur Bauern- und Naturgärten, sondern auch Steingärten, Böschungen und Rabatten. Außerdem sind sie bei Bienen und anderen Insekten äußerst beliebt.

Herkunft und Beschreibung

Herkunft und Beschreibung


Witwenblumen sind fast überall in Europa zu Hause und gedeihen auch in Höhenlagen von bis zu 1.500 Metern. Sie gehören zur Familie der Kardengewächse (botanisch: Dipsacpodeae), sind mehrjährig und winterhart.

Die aufrecht wachsende und überhängende Wildstaude kann – je nach Sorte – bis zu einem Meter hoch werden und erreicht eine Wuchsbreite von bis zu 70 Zentimetern. Ihre Blütezeit beginnt im Juni und reicht bis weit in den September hinein. Die Blätter dieser Staude sind schmal und lanzettlich.

Bekannteste Sorten der Witwenblume

Bekannteste Sorten der Witwenblume
Zu den bekanntesten Sorten dieser Wildstaude zählt die Acker-Witwenblume (botanisch: Knautia arvensis), die auch Nähkisselchen oder Wiesenskabiose genannt wird. Mit ihrer Wuchsbreite von 40 bis 50 Zentimetern kann sie bis zu einem Meter hoch werden. Sie blüht von Mai bis August und leuchtet in Blau bis Rotviolett.

Beliebt ist auch die Purpur- bzw. Mazedonische Witwenblume (botanisch: Knautia macedonica). Ihre Blüten erstrahlen von Juni bis September von Rosa über Dunkelrot bis hin zu Violett. Auch sie erreichen eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Mit einer Wuchsbreite von bis zu 70 Zentimeter benötigen sie etwas mehr Raum als ihre Schwestern, die Acker-Witwenblumen.

Außerdem gibt es im Garten-Fachhandel inzwischen weitere Züchtungen mit neuen Farbschattierungen. So hat die Knautia macedonica „Mars Midget“ beispielsweise hellere Blüten und wird nur maximal 40 Zentimeter hoch. Sie wird auch „Kleine Purpur-Witwenblume“ genannt. Wer sich eher an großen Wildstauden erfreut, für den ist die „Melton Pastels“ genau das Richtige: Sie wird bis zu 120 Zentimeter hoch und präsentiert sich mit Blüten in Rosa, Lachsrosa oder Rot.

Anforderungen an Standort und Boden

Anforderungen an Standort und Boden
Witwenblumen sind genügsame, mehrjährige Stauden, die vollsonnige Standorte lieben. Sie mögen es gerne trocken und benötigen einen sandigen, durchlässigen sowie leicht alkalischen Boden. Schwere Böden und Staunässe vertragen sie nicht.

So werden Witwenblumen gepflanzt

Wer seinen Garten mit Witwenblumen verschönern möchte, der sollte sie im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Am besten kommen die Wildstauden zur Geltung, wenn sie in kleinen Gruppen gepflanzt werden. Abhängig von der Sorte sollte auf den passenden Abstand der Pflanzen geachtet werden. So benötigt beispielsweise die Knautia macedonica aufgrund ihrer Wuchsbreite einen Abstand von ca. 60 Zentimetern zu ihrem Nachbarn. Nach dem Einpflanzen sollten die Witwenblumen gut angegossen werden.

So werden Witwenblumen richtig gepflegt

Gießen

Witwenblumen vertragen sowohl Hitze als auch Trockenheit recht gut. In langen Trockenperioden sollten die Stauden jedoch morgens oder abends gegossen werden.

Düngen

Da die Wildstaude sehr genügsam ist, muss sie nicht intensiv gedüngt werden. Es reicht aus, sie im Frühjahr mit Hornspänen und Kompost zu versorgen.

Schneiden/Rückschnitt

Wenn Witwenblumen nach der ersten Blüte zurückgeschnitten werden, wird in der Regel eine zweite Blüte angeregt. Darüber hinaus fördert ein kompletter Rückschnitt im Herbst die Langlebigkeit der Staude. Wer Witwenblumen in einer Blumenwiese angepflanzt hat, der kann diese im Spätsommer einfach mähen.

Überwinterung

Witwenblumen sind winterhart und benötigen daher keine besonderen Maßnahmen zum Schutz in der kalten Jahreszeit.

So werden Witwenblumen vermehrt

Zur Vermehrung der Wildstaude gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • An sich muss sich nicht um die Vermehrung dieser Wildstaude gekümmert werden, denn sie vermehrt sich durch Selbstaussaat von alleine.
  • Es kann aber auch nachgeholfen werden, in dem der Samen im Frühjahr gezielt ausgesät wird. Dabei gilt es zu beachten, dass die Samen vor der Aussaat eine Kältephase bei einer Temperatur von ca. fünf Grad durchmachen müssen.
  • Darüber hinaus lässt sich die Staude der Witwenblume im Frühjahr auch problemlos teilen oder über Stecklinge vermehren. Die Teilung trägt übrigens zur Langlebigkeit der Pflanze bei.

Hinweis: Wer seine Witwenblumen vermehrt, wird feststellen, dass sich die Blütenfarbe der Sämlinge von der Farbe der Mutterpflanze unterscheiden kann.

Welche Schädlinge und Krankheiten können bei Witwenblumen auftreten?

Die Witwenblume ist eine sehr pflegeleichte sowie robuste Staudenpflanze und bleibt in der Regel von Schädlingen oder Krankheiten verschont. Sogar Schnecken meiden diese Pflanze meistens. Nur Blattläuse finden sie hin und wieder sehr lecker. Dafür sind Witwenblumen ein wahres Eldorado für Schmetterlinge und Bienen.

Mythen über die Witwenblume

Bei Menschen war die Witwenblume in früheren Zeiten nicht besonders beliebt, denn angeblich zog diese Wildstaude Gewitter geradezu magisch an. Deshalb wurde sie vielerorts auch Donner- oder Gewitterblume genannt.

Ist die Witwenblume eine Heilpflanze?

In vergangenen Jahrhunderten ist die Acker-Witwenblume bei Ekzemen und Hauterkrankungen zum Einsatz gekommen sein. Darüber hinaus werden ihr in der Homöopathie Heilwirkungen bei Husten, Infektionen oder Halsentzündungen zugeschrieben sowie Linderung bei Epilepsie, Furunkeln und Pickeln.

Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht endgültig belegt, da die Inhaltsstoffe nicht ausreichend erforscht wurden und es dazu auch keine neueren Untersuchungen gibt.

Ist die Witwenblume essbar?

Die jungen Blätter und Triebspitzen der Witwenblume sind essbar und eignen sich vor der Blüte als Salatbeigabe. Da der Geschmack jedoch relativ bitter ist, sollten die Blätter vor der Verwendung klein geschnitten und für ca. zwei Stunden in handwarmes Wasser gelegt werden. Das neutralisiert die Bitterkeit etwas. In kleinen Mengen ist es eine würzige Zutat für Suppen und Gemüsegerichte. Auch die im Geschmack milden Blüten der Wildstaude sind essbar – beispielsweise als Dekoration auf Salaten und Broten.

Expertentipp

Die Witwenblume eignet sich übrigens auch als Schnittblume, denn sie hält sich lange in der Vase. Außerdem kommt diese Pflanze auch in Kübeln auf Balkon und Terrasse gut zur Geltung.

5/5 - (2 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© pixabay.com/TheOtherKev
© www.istockphoto.com/skymoon13
© www.istockphoto.com/Carlos Rodriguez
© www.istockphoto.com/gubernat

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die neusten Kommentare

Gerade populär