Stiefmütterchen gehören aufgrund ihrer Farbenpracht zu den beliebtesten Blumen im Garten. Im Frühjahr bzw. im Herbst erfreuen Sie den Blick des Betrachters über eine lange Zeit. Damit die von Ihnen gepflanzten Stiefmütterchen lange und gesund blühen, bedarf es der Beachtung einiger Besonderheiten beim Anbau und der Pflege, die wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.
Das Stiefmütterchen – eine kurze Biografie
Stiefmütterchen ist die Bezeichnung für eine Reihe von Arten aus der Gattung der Veilchen (lat. Viola). Sie gehören der Familie der Veilchengewächse an, deren charakteristisches Merkmal die gegenseitige Bedeckung der Blütenblätter ist. Das mit dem Begriff „Stiefmutter“ bezeichnete unterste Kronenblatt bedeckt die seitlich anliegenden „Töchter“. Diese sind den beiden obersten Blättern, den „Stieftöchtern“ vorgeordnet. Hinzu kommen große Nebenblätter.
Die wilde Form des Stiefmütterchens ist in weiten Teilen Europas heimisch. In den nördlichsten und südlichsten Teilen findet man es jedoch nicht. In den gemäßigten Klimazonen Asiens ist es dagegen anzutreffen. Bevorzugt wächst es auf Wiesen, Brachflächen bzw. an Wegrändern, wobei es magere, sandige Böden bevorzugt.
Geeigneter Pflanzzeitpunkt
Wann Sie Ihre Stiefmütterchen aussäen, hängt vorrangig davon ab, welche Blütezeit Sie anvisieren. Streben Sie eine Frühjahrsblüte zwischen März und Juli an, sollte die Aussaat der Samen im Februar erfolgen. Die Auspflanzung ist in genanntem Fall bis Ende März möglich. Ist eine Herbstblüte das Ziel, säen Sie die Samen im Frühsommer bis Juli aus, dann können Sie die Stiefmütterchen im Spätsommer bzw. Herbst auspflanzen.
Topf- oder Beetbepflanzung

Im Hinblick auf die Qualität des Bodens gehören Stiefmütterchen zu den genügsamsten Blühern der gemäßigten Klimazone. Egal ob sie in einen Topf- oder ins Beet gepflanzt werden.
Böden, die wasserdurchlässig und zugleich nährstoff- und humusreich sind, werden von der Blume bevorzugt. Ein leicht saurer Untergrund sowie ein Anpflanzen des Stiefmütterchens in sonniger bis halbschattiger Lage tragen ebenso zum Gedeihen der Pflanze bei.
Sollten Sie sich für eine Beetbepflanzung entscheiden, ist es ratsam, die Erde zuerst kräftig durchzuharken und Unkraut bzw. Steine zu entfernen. Graben Sie im Anschluss ein Pflanzloch, das circa die doppelte Größe des Wurzelballens hat. Im Anschluss können Sie die Stiefmütterchen mit einem Pflanzabstand von 20 Zentimetern in den Boden einsetzen. Abschließend wird die Erde um den Wurzelballen fest geklopft. Großzügiges Gießen mit Regenwasser sowie die Verwendung von Flüssigdünger sorgen für ein gutes Anwachsen der Blumen.
Möchten Sie Ihre Stiefmütterchen im Topf kultivieren, sollten Sie diesen nach dem Einpflanzen der Blume an einem regengeschützten Ort platzieren. Zudem muss ein guter Wasserablauf gewährleistet sein, denn Stiefmütterchen reagieren empfindlich auf Staunässe. Am besten eignet sich hierfür eine Drainageschicht wahlweise aus Kies, Perlite bzw. kleinen Tonscherben.
Die richtige Pflege
Stiefmütterchen sind Schwachzehrer. Sie benötigen ein minimales Maß an Dünger. Zusätzlich sollte in regelmäßigen Abständen ein geringer Rückschnitt erfolgen, der die Pflanze zur Bildung neuer Blüten anregt.
Da Stiefmütterchen vor Erkrankungen wie z.B. Blattläusen bzw. Pilzerkrankungen geschützt werden sollten, empfehlen sich regelmäßige Sprühkuren mit Lavendel oder Teebaumöl.
Expertentipp
Wollen Sie sich den Winter über an der Farbenpracht Ihrer Stiefmütterchen erfreuen, können Sie diese in einen Topf umpflanzen, den Sie auf die Fensterbank stellen. Hier können die Blumen bei guter Pflege überwintern.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Stiefmütterchen einen Winterschutz?
Stiefmütterchen sind je nach Art unterschiedlich winterhart. Kalte Winter mit Ausbleiben von Schnee setzen ihnen zu. Es lohnt sich, Sie im Beet mit Vlies, Laub bzw. Reisig zu abzudecken.
Was mache ich mit verblühten Stiefmütterchen?
Stiefmütterchen, die verblüht sind, sollten abgeschnitten werden, da die Gefahr besteht, dass sich an der gesamten Pflanze Schimmel bzw. Fäulnis bildet, wenn es zu feucht wird.
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